Fußball: 3. Liga
Schlüsselspiel für VfL Osnabrück gegen FSV Zwickau

Osnabrück -

Es ist eine Art Schlüsselspiel für den VfL Osnabrück. Sollte Lila-Weiß am Samstagnachmittag gegen FSV Zwickau erneut leer ausgehen, kommen ganz schwere Zeiten auf die Niedersachsen zu. Mit einem Sieg aber wäre aufgrund der Enge der Liga der Anschluss an das Mittelfeld wieder hergestellt.

Freitag, 27.10.2017, 16:10 Uhr

Marcel Appiah war im Pokal gegen Nürnberg gesperrt, dürfte heute aber wohl in die Innenverteidigung zurückkehren.
Marcel Appiah war im Pokal gegen Nürnberg gesperrt, dürfte heute aber wohl in die Innenverteidigung zurückkehren. Foto: Mrugalla

Er kann es bald nicht mehr hören. Gegen Hansa Rostock war es so und auch am Dienstag im Pokal gegen den 1. FC Nürnberg. Der VfL Osnabrück zeigte eine tadellose Leistung und war dem Gegner beide Male mindestens ebenbürtig. Dafür gab es viel Lob. Unter dem Strich standen aber auch zwei Niederlagen. „Wir können uns dafür nichts kaufen“, sieht Interimstrainer Daniel Thioune die Situation realistisch. Wir brauchen jetzt die richtigen Ergebnisse.“ Heute treffen die Lila-Weißen auf den FSV Zwickau (14 Uhr Bremer Brücke). Es ist eine Art Schlüsselspiel. Sollte der VfL erneut leer ausgehen, kommen ganz schwere Zeiten auf den Club aus Osnabrück zu. Mit einem Sieg aber wäre aufgrund der Enge der Liga der Anschluss an das Mittelfeld wieder hergestellt. Von einem Sieg ist Thioune felsenfest überzeugt.

Es wäre der erste unter seiner sportlichen Leitung. Dabei deutet er an, dass die eine oder andere Veränderung in der Startelf wieder möglich sei. Zur Verfügung stehen zumindest die gleichen Leute wie gegen Nürnberg. In den drei Spielen unter seiner Regie änderte Thioune jedes Mal die Startformation und variierte auch zwischen Vierer- und Dreierkette. „Ich werde es weiter dynamisch halten“, stellt der Interimscoach klar. „In erster Linie entscheiden es meine Spieler. Wenn sie Leistungen bringen, dann muss ich wenig verändern. Seit drei Wochen zerreißen sie sich.“ Und dann legt er noch einmal konsequent nach: „Mir muss keiner erzählen, dass er sich mit jemandem einspielen muss. Wir sind jeden Tag mehrere Stunden zusammen. Wir sind acht bis neun Einheiten in der Woche auf dem Platz. Wenn da einer nicht weiß, wo der andere hinläuft, dann haben wir vielleicht vieles falsch gemacht.“

Vor einem Jahr hat der VfL das Heimspiel gegen Zwickau mit 1:0 gewonnen. Heute sind drei Punkte mehr denn je wichtig. Allerdings ist die FSV-Mannschaft nicht mehr mit der der Vorsaison vergleichbar. 16 Spieler brachen ihre Zelte im Süd-Westen Sachsens ab, fast ebenso viele Akteure wurden neu verpflichtet. Zwickaus Erfolgsgarant heißt Ronny König. Der Mittelstürmer erzielte 2016/17 15 Treffer. In der laufenden Spielzeit gelangen ihm bereits sechs Tore. Fehlen wird der zentrale Mittelfeldspieler Mike Könneke wegen der fünften gelben Karte. Wieder zum Kader stößt Kapitän Toni Wachsmut nach überstandenem grippalen Infekt. Für die Startelf kommt er aber wohl noch nicht in Frage. FSV-Trainer Thorsten Ziegner ist sich sicher: Wenn wir so auftreten wie beim 2:1-Sieg gegen Jena werden wir in Osnabrück nicht leer ausgehen.“

Osnabrücks Mittelfeldspieler Tim Danneberg hält dagegen: „Wir haben zuletzt nur verloren, aber wir haben gerade gegen Nürnberg gezeigt, dass wir Fußballspielen können. Wir müssen einfach effektiver werden. Wenn wir 100 Prozent geben, können wir jeden Gegner schlagen. Ich bin überzeugt, dass am Samstag jeder alles aus sich herausholen wird. Dann bleiben die Punkte bei uns.“

VfL Osnabrück: Gersbeck - Appiah, C. Groß, Susac, Wachs - A. Arslan, Danneberg - Renneke, Klaas, Reimerink - Alvarez.

FSV Zwickau: Brinkies - Schröter, Barylla, Antonitsch, Lange - Bahn, Frick, F. Wagner, Miatke - A. Öztürk, König.

Schiedsrichter: Tobias Fritsch (Bruchsal). Der 27-Jährige bringt die Erfahrung von zwölf Drittliga- und 65 Regionalliga-Spielen mit. Für ihn ist es eine Premiere, ein Spiel mit VfL-Beteiligung zu leiten.

Nächstes VfL-Spiel : Samstag, 4. November (14 Uhr) beim SC Paderborn.

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