Fußball | Bezirksliga 11: Vorwärts Epe
„Die Tabelle lügt nicht“

Epe -

Nicht nur der FC Epe, der am letzten Wochenende erstmals auf einen Abstiegsplatz rutschte, hinkt in der Fußball-Bezirksliga hinter den Erwartungen zurück. Dies lässt sich mit Fug und Recht auch vom Lokalrivalen Vorwärts Epe behaupten. Kurioserweise gibt es einige Parallelen.

Freitag, 03.11.2017, 19:11 Uhr

Beifall und Erleichterung: Dirk Bültbrun (li.) und Co-Trainer Dirk Werenbeck wissen, dass mit dem 3:0 gegen Wulfen noch lange nichts erreicht ist. Immerhin wurde die Talfahrt gestoppt.
Beifall und Erleichterung: Dirk Bültbrun (li.) und Co-Trainer Dirk Werenbeck wissen, dass mit dem 3:0 gegen Wulfen noch lange nichts erreicht ist. Immerhin wurde die Talfahrt gestoppt. Foto: Kristian van Bentem

Denn bei den Grünen ist seit dem siebten Spieltag ebenfalls irgendwie der Wurm drin. Doch immerhin: Am Sonntag wurde endlich wieder gewonnen. 3:0 schlug Epe auf eigenem Platz den 1. SC BW Wulfen. Die WN sprachen vor der 13. Runde in der Bezirksliga mit Vorwärts Epes Trainer Dirk Bültbrun .

Dirk Bültbrun, wie ist die Stimmung am Wolbertshof?

Dirk Bültbrun: Wir alle spüren eine riesige Erleichterung. Diese drei Punkte sind immens wichtig. Ohne sie würden wir jetzt unten feststecken. Die Drucksituation war auch für die Spieler nicht leicht zu verarbeiten. Denn unsere Auftritte waren nicht alle durch die Bank schlecht. Aber die Ergebnisse haben nicht gestimmt.

Was hat denn dieses Mal endlich besser geklappt?

Bültbrun: Gegen Wulfen hat es zwar gereicht. Wir wissen aber alle, dass der Gegner insgesamt sehr harmlos aufgetreten ist. Nichtsdestotrotz haben wir defensiv nichts anbrennen lassen, haben gut gestanden.

Ein 1:0 und schlechte Erfahrungen

Und ihr habt auch ein schnelles Tor vorgelegt.

Bültbrun: Schon, aber das alleine muss nichts heißen. Wer weiß, gegen manch anderen Gegner hätte diese Leistung vielleicht nicht gereicht. Es wäre nicht das erste Mal gewesen, dass wir nach einer Führung das Spiel noch aus der Hand gegeben hätten. Denn es ist ja auch lange Zeit beim 1:0 geblieben. Weil wir die Durchschlagskraft noch haben vermissen lassen. Mit 1:0-Führungen haben wir bisher eher schlechte Erfahrungen gemacht.

So wie in den drei Partien zuvor. Die gingen allesamt verloren. Woran lag das?

Bültbrun: Zunächst einmal dürfen wir nicht vergessen: Wir haben gegen die Top 3 der Liga gespielt. Und ich finde, dass wir bei der TSG Dülmen, gegen Merfeld und auch beim Spitzenreiter VfB Hüls keine schlechte Partien abgeliefert haben. Im Gegenteil: Oft waren wir über weite Strecken sogar überlegen, haben den Spielen unseren Stempel aufgedrückt. Doch wie heißt es so schön: Am Ende lügt die Tabelle nicht.

„... dann war der Sieg nicht viel wert“

Momentan seid ihr Neunter, immer noch mit einer negativen Bilanz.

Bültbrun: Korrekt, aber wir hoffen, dass der Knoten jetzt endlich geplatzt ist. Ich will nicht behaupten, dass die Begegnung in Wulfen ein Endspiel war. Doch der Druck vorher war schon enorm. Mit einer weiteren Niederlage würden wir jetzt vermutlich über Abstiegskampf sprechen.

Nun ist die Gelegenheit günstig, das Punktekonto direkt mit einem weiteren Heimsieg auszugleichen. Ihr spielt am Sonntag ab 14.30 Uhr gegen das Schlusslicht.

Bültbrun: Ja, aber deswegen darf man Borken-Hoxfeld nicht unterschätzen. Es erwartet uns mal wieder eine kampfstarke Truppe, die alles daran setzen wird, sich da unten rauszukämpfen. Aktuell bleibt also ein gewisser Druck. Denn wenn wir gegen den Tabellenletzten nicht gewinnen, war der Sieg vom letzten Wochenende auch nicht viel wert.

Gegner kommt mit Rückenwind

ach wie vor ohne Jo Wilkes, Marc Fontein, Stefan Kurtdili und Vincent Wenker muss Vorwärts Epe morgen im Match gegen Borken-Hoxfeld auskommen. Dazu ist der Einsatz von Justin Bauer sowie Maurice Hötzel fraglich. Beide waren unter der Woche krank. Gegner RC Borken-Hoxfeld gewann in dieser Saison erst ein einziges Spiel, überraschte am letzten Wochenende allerdings. Denn der Tabellenletzte trotzte Spitzenreiter VfB Hüls ein 3:3 ab. Die Grün-Weißen sollten vor ihrem Heimspiel morgen am Wolbertshof (14.30 Uhr) mehr als gewarnt sein.

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