Fußball: Hinrundenbilanz
Fremd-Verschulden – Auswärtsschwäche trübt SVH-Bilanz

Bezirk Lüdinghausen -

Das Sportjahr ist noch nicht vorbei, die Hinrunde schon. Was beim VfL Senden, beim SV Herbern sowie bei Union Lüdinghausen in den ersten 15 Spielen klappte – und wo noch Luft nach oben ist.

Dienstag, 21.11.2017, 18:11 Uhr

Coach Holger Möllers ist bei Gastspielen des SV Herbern bisweilen genervt.
Coach Holger Möllers ist bei Gastspielen des SV Herbern bisweilen genervt. Foto: oet

Mit dem torlosen Derby in Herbern und dem 3:1-Sieg des SC Union Lüdinghausen bei Westfalia Wethmar endete für die überkreislich aktiven Fußballer aus unserem Verbreitungsgebiet die Hinrunde. Rückschau und Ausblick:

Die Frage, ob sie die Vizemeisterschaft anstreben, beantworten beide Landesliga-Trainer abschlägig. Zwar liegt der VfL Senden nur vier Zähler hinter dem aktuellen Zweiten SV Mesum. Aber VfL-Coach Rainer Leifken interessiert momentan „nur, dass unsere Verletzten bald wieder an Bord sind. Vorher muss ich mich nicht mit sportlichen Zielen befassen.“ Tatsächlich vermissen sie in der Stevergemeinde Leistungsträger wie Dennis Otto oder Torsteher Mario Dening schmerzlich. Negativausreißer war das 0:7 am neunten Spieltag beim souveränen Spitzenreiter Borussia Emsdetten. Dafür gelangen der Leifken-Elf Siege über Mesum (4:2) und bei Münster 08 (2:1). Beide Teams galten vor der Saison als erste Aufstiegsanwärter. Wie immer eine Bank: Rabah Abed (zehn Tore).

Leistungsträger fehlen

WN-Prognose: Sollte der Kader nach der Winterpause wieder vollzählig sein, ist mit dem VfL zu rechnen.

Auch der Coach des SV Herbern, Holger Möllers , verschwendet keinen Gedanken an den möglichen Relegationsplatz. Erstens rangierten Mesum, Nullacht und Eintracht Ahaus nicht von ungefähr vor VfL und SVH (einen Zähler schlechter als Senden): „Das sind schon erstklassige Mannschaften.“ Und zweitens „müssten wir dafür auch mal in der Fremde punkten“.

Daheim hui, auswärts pfui

Heim- und Auswärtsbilanz der Blau-Gelben wollen tatsächlich nicht recht zueinanderpassen. Vor eigenem Publikum ist der SVH eine Macht: 20 Punkte, vier mehr als Emsdetten, Platz eins in dieser gesonderten Wertung. Furios: das 5:1 über den starken Neuling TuS Altenberge.

Umso verheerender Herberns Gastspielausbeute: mickrige vier Zähler, schlechter ist nach 15 Runden nur der mutmaßliche Absteiger Eintracht Coesfeld. Woran das liegt? „Wir rätseln ein bisschen“, räumt Möllers ein. Ein Lösungsansatz: Womöglich lasse sich sein Team auswärts von robusten Teams wie zuletzt Burgsteinfurt den Schneid abkaufen. Zu der These passt, dass Herbern ausgerechnet bei den so spielstarken Mesumern (2:2) und Ahausern (1:0) Zählbares holte.

WN-Prognose: Bekommt die Mannschaft in der Rückrunde die Auswärtsschwäche halbwegs in den Griff, setzt sie sich wie Senden dauerhaft im Verfolgerfeld fest.

Damit zum SC Union Lüdinghausen. Kolja Zeugner, Übungsleiter mit Jugend-Bundesliga-Erfahrung sowie einer radikalen Spielidee, und ein großer, mit Bedacht erneuerter Kader: Was im Sommer wie ein Versprechen auf die Zukunft klang, entpuppte sich rasch als Missverständnis. Vor allem auf der zwischenmenschlichen Ebene hakte es.

Nach Trainerwechsel wie befreit

In Spiel eins nach der – einvernehmlichen – Trennung spielten die Schwarz-Roten wie entfesselt, schlugen Eintracht Dortmund 8:0 (!) und blieben unter Zeugner-Nachfolger Bülent Kara bis zur bitteren 0:3-Derbypleite gegen den FC Nordkirchen in sechs Partien unbezwungen.

WN-Prognose: Mit ihrer wiederentdeckten Offensivpower und herausragenden Fußballern wie Philipp Plöger (kam vor der Saison von Westfalenligist TuS Hiltrup) verbleiben die Unionisten problemlos in der oberen Tabellenhälfte der Bezirksliga.

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