Fußball: Westfalenliga
Spitzenreiter Gievenbeck patzt erneut gegen Stadtlohn

Münster -

Bitter Sonntagnachmittag für den aufstiegswilligen 1. FC Gievenbeck: Beim 1:2 gegen den SuS Stadtlohn funktionierte vieles im Offensivspiel nicht. Dazu leistete sich Keeper Nico Eschhaus zwei Böcke. Es war die dritte Saisonpleite für den Spitzenreiter und die zweite gegen diesen Gegner.

Sonntag, 18.02.2018, 18:02 Uhr

Nico Eschhaus vergräbt sein Gesicht den Händen. Der sonst so zuverlässige und ehrgeizige Gievenbecker Schlussmann trug mit zwei Fehlern entscheidend zur Niederlage gegen Stadtlohn bei.
Nico Eschhaus vergräbt sein Gesicht den Händen. Der sonst so zuverlässige und ehrgeizige Gievenbecker Schlussmann trug mit zwei Fehlern entscheidend zur Niederlage gegen Stadtlohn bei. Foto: Wilfried Hiegemann

Der Beste der Fußball-Westfalenliga geht ins neue Jahr so hinein, wie er das alte beendet hat: mit einer Niederlage. Der 1. FC Gievenbeck stemmte sich beim 1:2 (0:2) gegen SuS Stadtlohn, den 4:0-Hinspielsieger, zu spät gegen die dritte Pleite. Und stellte sich selbst die höchste Hürde in den Weg.

Am 19. November spielte die Elf zuletzt um Punkte und verlor 0:1 bei Roland Beckum, jetzt missglückte den Aufstiegswilligen der Wiedereintritt gegen eine personell dezimierte, aber hoch motivierte Elf. Weil der Gesamtverein den Etat für die Fußballer Stadtlohns um rund die Hälfte eindampft, verließen die Leistungsträger Michael Roßmöller, Mario Worms und Hakan Gökdemir die Elf. Trainer Rob Reekers, der im Sommer zu Konkurrent SpVgg Vreden wechselt, holte seinen Sohn Bas für die Abwehr und baute drei A-Junioren ein. Die Angreifer Luca Ehler, Cihan Bolat und Niklas Hilgemann entfachten direkt so viel Feuer, dass Gievenbeck unter Druck geriet.

Und einer patzte mehrfach folgenschwer: Der stets um spielerische Lösungen bemühte Torwart Nico Eschhaus klärte nicht konsequent gegen Hilgemann, sondern verlor das Duell gegen den für Torschütze Bolat auflegenden Kapitän (20.). Gievenbecks Formation, der Routinier Christian Keil (Sprunggelenksblessur) fehlte, schaffte es kaum, über die drei stets attackierenden SuS-Strategen zu spielen. Ein eigener Aufbau blieb oft im Ansatz stecken. Und dann warf Eschhaus nach weiteren brenzligen Aktionen den Ball dem Gegner in die Füße – jetzt traf Hilgemann (41.).

Nach dem Wechsel griff der FCG entschlossener ein, rochierte mehr und eroberte zweite Bälle. Der Zug zum Tor blieb eine Tugend, und Tristan Niemann köpfte das 1:2 (55.) nach Nils Heubrocks Maßflanke. Der SuS geriet unter Druck und musste foulen. Youngster Max Rhein hatte auch Pech, als er in letzter Instanz Yasin Altun von den Beinen holte – Rote Karte (73.). Jannik Balz setzte den Freistoß aus 17 Metern an die Latte. Im Überzahlspiel schuf der FCG durch offensive Wechsel noch mehr Präsenz in vorderster Linie, verschenkte aber Standards und stand mit leeren Händen da.

Trainer Benjamin Heeke („Es passte nicht viel“) ist sicher, „dass Nico so ein Spiel verkraftet. Wir hätten mehr lange Bälle spielen müssen – und der Torwart hätte ruhig mal pöhlen können“. FCG: Eschhaus – Heubrock, Strothmann, Franke, Krasenbrink (85. Teupen) – Wulfert, Lauretta, Canisius, Altun (84. Stegt) – Balz, Niemann

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