Fußball: 3. Liga
Elf Zahlen zur Saison des Karlsruher SC vor dem Spiel bei SF Lotte

Karlsruhe -

Es ist eine ungewöhnliche Erfolgsgeschichte, die der Karlsruher SC in den vergangenen Monaten geschrieben. Als Topfavorit war der badische Fußballclub in die 3. Liga gestartet, doch nach den ersten sechs Spieltagen hatte sich der Zweitliga-Absteiger im unteren Tabellendrittel einsortiert. Dann kam Trainer Alois Schwartz.

Donnerstag, 01.03.2018, 00:03 Uhr

Seitdem Alois Schwarz in Karlsruhe das Sagen hat, geht es bergauf.
Seitdem Alois Schwarz in Karlsruhe das Sagen hat, geht es bergauf.

Es ist eine ungewöhnliche Erfolgsgeschichte, die der Karlsruher SC in den vergangenen Monaten geschrieben. Als Topfavorit war der badische Fußballclub in die 3. Liga gestartet, doch nach den ersten sechs Spieltagen hatte sich der Zweitliga-Absteiger im unteren Tabellendrittel einsortiert. Dann kam Trainer Alois Schwartz , und in der Residenzstadt begann ein ungeahnter Aufschwung. Der gebürtige Schwabe (Nürtingen) machte aus der Schießbude im Wildparkstadion (13 Gegentore in den ersten sechs Spielen) einen Hochsicherheitstrakt. Mitreißend ist der Fußball, der jetzt in Karlsruhe gespielt wird, nicht immer, denn beim Toreschießen bleiben die Badener ein Kellerkind. Aber im Wildpark wird jetzt ungemein effektiv gespielt. Die Badische Bastion hält fast jedem Angriff stand. Vor dem jungen Torhüter Benjamin Uphoff, der aus dem Talentstall des VfB Stuttgart gekommen war, verteidigt in der besten Liga-Defensive mit Daniel Gordon und David Pisot ein routiniertes Innenverteidiger-Duo. Im zentralen Mittelfeld räumt mit Marcel Mehlem ein Eigengewächs ab, dessen Trikot meist zur Pause von Gras und Dreck schon dunkel eingefärbt ist. Und in der Spitze sorgt Fabian Schleusener für die Tore. Der Angreifer hat den vor der Saison weit höher eingeschätzten Routiniers Anton Fink und Dominik Stroh-Engel den Rang abgelaufen.

Elf Zahlen zur KSC-Saison.

► 1 Spiel hat der Karlsruher SC in dieser Saison nach einem Rückstand gewonnen beim 2:1 gegen Wehen Wiesbaden daheim. Den Rückstand durch Mintzel drehten Fink und Bülow. In den vergangenen 15 Spielen gerieten die Badener überhaupt nicht mehr in Rückstand.

► 2 Mannschaften im deutschen Profifußball (1. Bis 3. Liga) sind in dieser Saison daheim noch unbesiegt: Der FC Bayern München und der Karlsruher SC. Da trifft es sich gut, dass der KSC vor der Saison von vielen als der FC Bayern München der 3. Liga bezeichnet wurde.

► 2,1 Punkte im Schnitt hat der KSC unter Alois Schwartz geholt – insgesamt waren es 42 Zähler in 20 Partien. In den sechs Begegnungen zuvor unter Marc-Patrick Meister und dem Interimsduo Zlatan Bajramovic/Christian Eichner gab es für den als Titelfavorit gestarteten Club ganze fünf Punkte.

► 3 Gegentore hat der KSC in den vergangenen 15 Spielen kassiert – in Münster (1:1), gegen Unterhaching (3:1) und in Wehen (1:1). Im Schnitt sind das 0,2 Gegentreffer. In diesen 15 Begegnungen blieb die Mannschaft zudem unbesiegt.

► 4 Mannschaften haben in der 3. Liga weniger Tore erzielt als der KSC, der ebenso wie Meppen bislang 29 mal traf. Ungefährlicher sind bislang nur Jena (28), Zwickau (27), Werder Bremen II (24) und Erfurt (15).

► 12 Tore hat Fabian Schleusener mittlerweile für den Karlsruher SC erzielt. Erstaunlich für einen Mann, der zu Saisonbeginn wenig spielte, weil er noch unter den Nachwirkungen eines Kreuzbandrisses aus dem Januar 2017 litt.

► 15 Mal blieb der Karlsruher SC unter Trainer Alois Schwartz in 20 Spielen ohne Gegentor. Insgesamt gab es unter dem neuen Trainer überhaupt nur sechs Gegentreffer.

► 19 war der Tabellenplatz der Badener in der Nacht vom 17. auf 18. September 2017. Dann starteten die Badener mit dem 1:0-Heimspieg gegen die Spfr Lotte ihre Aufholjagd, die mittlerweile auf Platz vier der Tabelle geführt hat.

► 19 Gegentore haben die Karlsruher bislang kassiert. Damit sind sie in der 3. Liga natürlich Klassenbester. Getoppt wird dieser Wert im deutschen Profifußball aktuell nur vom deutschen Rekordmeister Bayern München (18).

► 90 Prozent der Spiele des KSC unter Trainer Alois Schwartz enden mit zwei Toren oder weniger. Das neue badische Lieblingsergebnis ist 1:0 (sechsmal) gefolgt von 0:0 und 2:0 (je viermal). Die zwei Ausreißer unter Schwartz‘ Regie waren das 3:0 in Rostock und das 3:1 gegen Unterhaching.

► 584 Minuten lang musste KSC-Torhüter Benjamin Uphoff in dieser Saison zwischen dem 1:1 bei Preußen Münster und dem 3:1 gegen die Spvgg Unterhaching nicht hinter sind greifen. Aktuell ist der KSC-Keeper schon wieder mehr als 270 Minuten ohne Gegentor.

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