Fußball | Ehrendivision: Heracles Almelo - Twente Enschede
Direktabstieg oder Relegation?

Almelo/Enschede -

In der Vergangenheit kam es äußerst selten vor, dass Heracles Almelo als Favorit in ein Derby gegen den FC Twente Enschede in der niederländischen Fußball-Ehrendivision gehen konnte. Die Gastgeber nahmen diese Rolle am Freitag aber gerne an und verpassten dem großen Bruder aus der Region mit dem 2:1 (0:0) den nächsten harten Schlag.

Sonntag, 11.03.2018, 08:03 Uhr

Ein Zweikampf am Freitagabend im Polman-Stadion zwischen Jamiro Monteiro (Heracles Almelo) und Cristian Cuevas vom FC Twente Enschede.
Ein Zweikampf am Freitagabend im Polman-Stadion zwischen Jamiro Monteiro (Heracles Almelo) und Cristian Cuevas vom FC Twente Enschede. Foto: imago/VI Images

Das rettende Ufer gerät für die Enscheder sieben Spieltage vor Schluss immer weiter außer Sicht, sodass sich der Klub langsam mit dem drohenden Abstieg oder der Teilnahme an der Relegationsrunde beschäftigen muss. „Ich resigniere nicht, aber es ist immer wieder aufs Neue eine Enttäuschung“, sagte Twente-Trainer Gertjan Verbeek nach der Niederlage.

Die Gäste zeigten von Beginn an, dass sie unbedingt etwas in Almelo reißen wollten: Bereits nach 14 Sekunden sah Adam Maher für ein böses Foul an Jamiro Monteiro die Gelbe Karte. Beim Bemühen blieb es dann aber bei beiden Mannschaften über weite Strecken des ersten Durchgangs. Heracles hatte mehr vom Spiel, Twente durch Maher immerhin eine gute Möglichkeit (45.).

Nach dem Seitenwechsel verlief die Partie ausgeglichener. „Wir haben gezeigt, dass wir in solch einem Spiel mithalten können“, meinte Enschedes Coach Verbeek, der in der 50. Minute jubeln durfte: Einen Konter spielten die Gäste schön aus, Danny Holla legte zum mitgelaufenen Adnane Tighadouini quer, der traf unten rechts zum 1:0.

Die Antwort von Heracles ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Die Almeloer verlagerten einen Angriff auf die linke Seite, die flache Hereingabe von Brandley Kuwas schoss Kristoffer Peterson mit etwas Glück zum 1:1 über die Linie (57.). Nachdem Fredrik Jensen bei dem Versuch, Twente erneut in Führung zu bringen, an Heracles-Torwart Bram Castro gescheitert war (60.), schlugen die Hausherren ein zweites Mal zu: Eine Ecke köpfte Robin Pröpper aus spitzem Winkel auf das Twente-Tor. Der auf der Linie postierte Adam Maher bekam die Kugel ebenfalls per Kopf nicht mehr zurück ins Spielfeld, sondern lenkte sie an die Latte und von dort in den eigenen Kasten (63.).

„In der Schlussphase hätten beide Teams noch ein Tor machen können“, sagte Heracles-Trainer John Stegeman, der allerdings keinen weiteren Treffer mehr zu sehen bekam. Und das gefiel ihm derart gut, dass er nach Spielschluss ein Foto seiner in der Kabine jubelnden Mannschaft schoss und es im Internet postete. „Das war solch ein toller Moment. Ich wollte ein Foto von all den Leuten machen, die mir geholfen haben“, erklärte er.

Ganz anders war die Laune beim FC Twente: „In der Kabine hat wieder eine Grabesstimmung geherrscht“, berichtete Trainer Gertjan Verbeek. „Wir haben das Gefühl, dass wir dicht dran sind, aber wir brauchen einfach mal einen Sieg“, fügte er enttäuscht hinzu.

Heracles Almelo: Castro – Breukers (90. van de Berg), Droste (64. Wuytens), Pröpper, Baas – Jakubiak, Monteiro, van Ooijen – Kuwas, Vermeij (80. Gladon), Peterson.

FC Twente Enschede: Drommel – van der Lely, Bijen, Lam, Cuevas – Maria, Holla, F. Jensen, Maher – Boere (81. Hooiveld), Tighadouini (72. El Hamdaoui).

Tore: 0:1 Tighadouini (50.), 1:1 Peterson (57.), 2:1 Eigentor Maher (63.).

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