Fußball: Oberliga Westfalen
Schmetterlinge im Bauch: RW Ahlen will bei ASC Dortmund endlich loslegen

Ahlen -

RW Ahlens Trainer Michael Schrank stellt einen sehr stimmigen Vergleich an: Die vielen Spielabsagen in der letzten Zeit seien wie verliebt zu sein und dann immer in letzter Sekunde einen Korb zu bekommen. Dass sich am Mittwoch auch der ASC Dortmund als wankelmütige Geliebte gibt, ist aber eher unwahrscheinlich. Deshalb entwickeln Ahlens Fußballer vor dem nun auch für sie anstehenden Rückrundenstart echte Frühlingsgefühle.

Dienstag, 13.03.2018, 15:03 Uhr

Endlich kommt es zum Rendezvous: Cihan Yilmaz (rechts) und RW Ahlen sind voller Vorfreude auf das erste Pflichtspiel seit 3. Dezember vergangenen Jahres. In Dortmund-Aplerbeck ist es nun soweit.
Endlich kommt es zum Rendezvous: Cihan Yilmaz (rechts) und RW Ahlen sind voller Vorfreude auf das erste Pflichtspiel seit 3. Dezember vergangenen Jahres. In Dortmund-Aplerbeck ist es nun soweit. Foto: Marc Kreisel

Wie es um den Hormonspiegel von Michael Schrank bestellt ist, ist nicht überliefert. In jedem Fall, so viel ist klar, befindet sich Rot-Weiß Ahlens Trainer in freudiger Erwartung. Endlich, endlich geht es los. Schmetterlinge im Bauch. Frühlingsgefühle. Das volle Programm. Seine Mannschaft darf in der Meisterschaft zur Tat schreiten. Wird aber auch Zeit, schließlich ist RWA der einzige Oberligist, der noch kein Rückrundenspiel absolviert hat. Ein exklusiver Status, der sich am Mittwochabend ab 19.30 Uhr erledigt haben soll, wenn der Anpfiff beim ASC 09 Dortmund ertönt.

Zehn Wochen Pause waren mehr, als RWA lieb ist

Die zehnwöchige XXL-Vorbereitung mit all ihren Spielabsagen sei nach dem Empfinden von Michael Schrank ähnlich nervenaufreibend gewesen wie die Phase heftigster jugendlicher Schwärmerei. „Man kann sich das so vorstellen, als wäre man verliebt. Man möchte sich mit dem Mädchen treffen, man möchte sie ins Kino ausführen – und dann sagt sie kurz vorher ab.“ Ebenso habe es sich immer wieder angefühlt, wenn kurzfristig ein Spiel abgesagt worden sei. Herzschmerz statt Tatendrang.

Beim ASC Dortmund geht es gleich gegen den Tabellendritten

„Ich bin erleichtert, dass es nun losgeht und die Spieler endlich in die Wettkampfpraxis kommen“, sagt Schrank. Im Übungsbetrieb habe sich in den vergangenen Tagen bereits ein ganz anderes Maß an Konzentration eingestellt. Das Personal weiß, dass diesmal wohl kein abermaliger Wintereinbruch der Austragung der Begegnung einen Strich durch die Rechnung machen dürfte. Dass es dann gleich richtig zur Sache geht und seine Jungs es mit dem Tabellendritten aus Aplerbeck zu tun bekommen, ficht Michael Schrank nicht an. Im Gegenteil, es motiviert ihn. „Uns erwartet in Dortmund ein riesiges Stück Arbeit. Der ASC hat eine unwahrscheinlich lauf- und zweikampfstarke Mannschaft, die das Umschaltspiel gut beherrscht. Aber ich persönlich finde es gut, gleich gegen solch einen Gegner zu spielen. Dann weiß man, woran man ist“, so der RWA-Coach.

Gegner hat bereits zwei Partien absolviert

Die Gastgeber sieht Schrank dabei im Vorteil, da sie bereits zwei Pflichtspiele in den vergangenen drei Wochen absolviert haben. Einem 5:2-Triumph gegen die TSG Sprockhövel folgte zuletzt ein 0:0 gegen den SV Lippstadt. Das torlose Unentschieden nahm Schrank jüngst selbst in Augenschein. Er attestiert dem ASC Dortmund ein Höchstmaß an Leidenschaft. Genau das erwartet er auch von seiner eigenen Belegschaft: „Siegeswillen und Leidenschaft, das muss jeder in sich tragen.“

Im Training war beides zuletzt deutlich zu spüren. „Alles ist voller Spannung, da ist ein bisschen Bauchkribbeln“, verrät Michael Schrank. Das liegt daran, dass es endlich zum ersehnten Rendezvous kommt.

RW Ahlens Verletztenliste noch immer lang

Eine rosarote Brille trägt der Coach deshalb nicht – die Verletztenliste ist dafür noch immer zu lang. Philipp Grodowski klagt nach wie vor über eine Achillessehnenreizung. Rouven Meschede wartet mit anhaltenden Schambeinbeschwerden erst mal auf einen MRT-Termin und steht als Raubein in der Defensive vorerst nicht zur Verfügung. Roman Zengin plagte zuletzt ein Magen-Darm-Virus. Bei Damir Ivancicevic streikt das Knie, bei Bilal Abdallah zwickt der Rücken.

In bester Verfassung ist Rot-Weiß Ahlen also nicht, wenn es heute Abend sein Date in Dortmund wahrnimmt. Aber in Schale werfen werden sich trotzdem alle. Gehört sich doch so.

Anstoß: Mittwoch, 19.30 Uhr; Schweizer Allee

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