Landesliga: Altenberger kassieren zweite Saison-Heimniederlage – 0:1 gegen Mesum / Schocke sieht Rot
TuS beißt sich am SVM Zähne aus

Altenberge -

Nach etwas mehr als einem halben Jahr hat es den TuS Altenberge zu Hause wieder einmal erwischt. Gegen den Landesliga-Zweiten SV Mesum setzte es eine 0:1 (0:1)-Niederlage. Dafür gab es Gründe.

Sonntag, 18.03.2018, 19:03 Uhr

Altenberges Christian Hölker (li.) überzeugte mit einer starken Leistung als Abräumer vor der Abwehrkette, vermochte die 0:1-Niederlage seines Teams gegen den SV Mesum aber nicht abzuwenden.
Altenberges Christian Hölker (li.) überzeugte mit einer starken Leistung als Abräumer vor der Abwehrkette, vermochte die 0:1-Niederlage seines Teams gegen den SV Mesum aber nicht abzuwenden. Foto: Thomas Strack

Alles gegeben, am Ende aber nichts erreicht. Nach einem halben Jahr ohne Heimniederlage musste sich der TuS Altenberge im Punktspiel der Fußball-Landesliga gestern erstmals wieder im heimischen Stadion geschlagen geben. In einem kampfbetonten Spiel unterlag der Aufsteiger dem SV Mesum mit 0:1 (0:1). „Eigentlich war es ein typisches 0:0-Spiel. Dann aber haben wir uns einen Fehler erlaubt, der das Spiel entschieden hat“, brachte TuS-Trainer Florian Reckels die 90 Minuten auf den Punkt.

Der TuS begegnete dem Tabellenzweiten auf gleicher Augenhöhe und hätte durchaus einen Punkt mitnehmen können. Da auch die Einstellung stimmte, konnte man den Altenbergern somit keinen Vorwurf machen. Dennoch war Reckels hinterher anzumerken, wie sehr ihn die zweite Heimniederlage der laufenden Landesliga-Saison wurmte. „Mir gefällt es nicht, dass einige diese Niederlage so einfach weglächeln“, sagte er. Womit er zum Ausdruck bringen wollte, dass eine respektable Leistung kein Vorwand für Selbstgefälligkeit sein darf.

Angesichts des Ausfalls von Felix Kemper (gelbgesperrt) sah sich Reckels gezwungen, seine Abwehrkette umzuformieren. Timo Gausling rückte in die Innenverteidigung, während Marcel Lütke Lengerich den Part auf der rechte Seite der Altenberger Defensivkette übernahm.

Die Gastgeber vermochten an die guten Auftritte der vergangenen Wochen anzuknüpfen. Gleichwohl zeigte sich, dass der SV Mesum aus anderem Holz geschnitzt war als die Altenberger Kontrahenten in den Wochen zuvor. Denn Mesum präsentierte sich als echtes Spitzenteam, das taktisch überaus diszipliniert agierte, im Mittelfeld geschickt die Räume zustellte, sodass der TuS Probleme hatte, ein konstruktives Spiel aufzuziehen. Aber auch die Altenberger attackierten den SV Mesum frühzeitig. Deshalb blieben Chancen hüben wie drüben Mangelware.

Den einzigen, aber folgenschweren Lapsus erlaubte sich der TuS in der 34. Minute, als Montasar Hammami nach Pass von Christian Strotmann in halblinker Position frei zum Schuss kam und platziert ins rechte untere Eck zum 1:0 für den SVM einnetzte.

Der TuS hatte in den Minuten bis zur Pause seine beste Phase. Er drängte die Mesumer in die eigene Hälfte zurück und hätte durchaus zum Ausgleich kommen können. Etwa in der 44. Minute, als Jannik Roters sich ein Herz nahm und aus halblinker Position vehement abzog. Doch Mesums Keeper Jonas Gottwald lenkte den Ball mit den Fingerspitzen an die obere Torstange, von wo die Kugel ins Aus sprang.

Nach der Pause bemühte sich der TuS redlich um den Ausgleich, biss sich jedoch an der gut organisierten Mesumer Defensivabteilung die Zähne aus. Beim Umschalten wirkte der Gast in seinen Aktionen geradliniger und hätte in der 68. Minute nach Pass von Dominic Schmidt sogar den zweiten Treffer durch Hammami nachlegen können. „Uns hätte ein zweiter Treffer zwischen der 60. und 80. Minute sicherlich gutgetan“, befand denn auch SVM-Trainer Marcel Langenstroer, der insgesamt aber die „disziplinierte und geschlossene Mannschaftsleistung“ lobte.

Angesichts der sich abzeichnenden Niederlage reagierte Reckels, indem er mit Florian Schocke , Nabil El-Haji und Dominik Wartenberg drei frische Kräfte brachte. Dennoch war dem SV Mesum auch mit dieser geballten Offensivkraft nicht beizukommen. Erst recht nicht, nachdem Schocke in der Nachspielzeit per Roter Karte des Feldes verwiesen worden war. „Er hat mich am Kinn erwischt“, kommentierte Mesums Mittelfeldspieler Tobias Göttlich jene Szene, die in der 90. Minute zum Feldverweis geführte hatte und somit vom Schiedsrichter wohl als Tätlichkeit ausgelegt wurde.

TuS Altenberge: Brameier – Lütke Lengerich Marx, Gausling (71. El-Haji), Roters – Chr. Hölker (80. Wartenberg), – Risau, Botella (58. Schocke), Rockoff, Greshake – Teriete. – Tor: 0:1 Hammami (34.). – Bes. Vorkommnis: Rote Karte für Schocke (90.).

Wir haben uns einen Fehler erlaubt, der das Spiel entschieden hat.

Florian Reckels
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