Fußball: Westfalenliga
Leidenschaftliches Derby zwischen Hiltrup und Preußen Münster II

Münster -

Diesem Derby fehlte nicht viel. Rassig und voller Leidenschaft begegneten sich am Sonntag die Nachbarn TuS Hiltrup und Preußen Münster II. Schade nur, dass beide Angriffsreihen erfolglos blieben.

Sonntag, 18.03.2018, 19:03 Uhr

Voller Körpereinsatz: Hiltrups Diogo Castro (rechts) im hitzigen Duell mit Samy Benmbarek.
Voller Körpereinsatz: Hiltrups Diogo Castro (rechts) im hitzigen Duell mit Samy Benmbarek. Foto: Peter Leßmann

Die Derby-Duellanten schenkten sich wenig, dem Gegenüber aber auch keinen Treffer ein. Torlos endete das leidenschaftliche wie unruhige und von den Defensivspielern geprägte Westfalenligaspiel zwischen dem TuS Hiltrup und der Zweiten des SC Preußen Münster. Der TuS blieb unterm Strich bei seiner dünnen Heim-Ausbeute – zehn Punkte aus zehn Anläufen stehen in der Bilanz.

Auf dem Kunstrasen mussten die Adlerträger ihre Abwehr-Leistungsträger ersetzen, da Jannik Borgmann (im Kader der Ersten) und Nils Burchardt (erkrankt) fehlten. Mit Freddy Böhmer gab der seit Oktober mit Schambeinproblemen pausierende Ex-Hiltruper sein Comeback in der Viererkette. Es sollte ein starkes werden. Nicht nur die letzte Linie hatte gut zu tun gegen den giftig agierenden und das Umschaltspiel konsequent pflegenden TuS, für den Außenverteidiger Dennis Hoeveler nach Balleroberung gegen Mehmet Kara und Doppelpass mit Manuel Beyer fulminant aus guter Lage verzog. Noch ahnte niemand, dass diese Szene eine der besten bleiben sollte.

„Wir selbst hatten ja nicht so viele Möglichkeiten“, bilanzierte Preußentrainer Sören Weinfurtner später, dessen Elf mit dem auffälligen Profi Benjamin Schwarz auf der „Sechs“ auflief, die aber Mühe hatte, Torjäger Luca Steinfeldt einzusetzen. Die Vorbereiter hatten kaum Zeit und Platz, weil Hiltrup hellwach störte. Michael Fromme verzog einmal nach Freistoß und Beyer verpasste knapp, jeweils war Guglielmo Maddente der Flankengeber. Und Pech kam hinzu: Fromme visierte den Innenpfosten an und Preußens Julian Sammerl klärte endgültig auf der Linie (45.).

Mit mehr Zugriff nahm dieser SCP die zweite Halbzeit auf, besorgte sich aber auch aus dem Plus an Ballbesitz keine echten Szenen vor TuS-Keeper Romain Böcker. Weinfurtner musste den angezählten Böhmer – die ansonsten gute Spielleiterin Vanessa Arlt aus Münster hatte ihm fälschlicherweise Gelb gezeigt – auswechseln, brachte Ismail Budak und stellte auf eine Dreierkette um. Zwar versuchte sich Maddente unablässig als TuS-Lieferant, aber Fromme und Beyer standen bei guten Gegnern auf verlorenem Posten.

„Wir hatten durchweg die besseren Möglichkeiten“, sagte TuS-Trainer Carsten Winkler, der einkalkulierte, „dass die Preußen mehr Ballbesitz hatten. Aber unser Torwart bekam ja nix zu tun.“ Einen Tick effektiver hätte er sich die Seinen gewünscht. Weinfurtner („Die höhere Qualität der Chancen hatte der TuS.“) konnte mit dem Punkt leben. „Wir haben es noch kreativ versucht, aber es sprang nicht viel dabei heraus.“

TuS: Böcker – Hoeveler, Brüggemann, Bothen, Finkelmann – Blesz, Wiethölter, Rottstegge – Maddente, Beyer (86. Bohnen), Fromme (80. Castro)

SCP II: Tantow – Voß, Mause, Böhmer (64. Budak), Sammerl – Benmbarek, Schwarz, Kerellaj – Born (74. Ibraim), Steinfeldt, Kara

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5601020?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F192%2F
Nachrichten-Ticker