Fußball | Bezirksliga 11: Adler Buldern - Vorwärts Epe
Unterzahl und Gegenwind = 2:2

Epe -

Am Samstag war der Schlackeplatz in Buldern noch knüppelhart gefroren. Doch als Bezirksligist Vorwärts Epe sich gestern auf den Weg zu den Adlern machte, wurden die Grün-Weißen überrascht: Nicht etwa vom eisigen Ostwind, der sich nach der Pause als zwölfter Gegenspieler entpuppte. Vielmehr vom Geläuf: Das präsentierte sich nun tief, matschig, mit vielen Pfützen – oder anders formuliert: Ein schönes Fußballspiel brauchten die Zuschauer erst gar nicht erwarten. Und so kam es auch beim 2:2 (1:2), bei dem diese Verhältnisse noch eine entscheidende Rolle spielen sollten.

Sonntag, 18.03.2018, 19:03 Uhr

Tief, matschig, mit Pfützen übersät: Welch ein aufgeweichter Untergrund in Buldern, kein Vergnügen für die Spieler beider Mannschaften.
Tief, matschig, mit Pfützen übersät: Welch ein aufgeweichter Untergrund in Buldern, kein Vergnügen für die Spieler beider Mannschaften. Foto: Tarik Gündogdu

Kurz vor der Pause war es, als Buldern einen tollen Pass durch die Schnittstelle hinter Epes Abwehr spielte. Keeper Jose da Silva Fernandes, gestern die Vertretung für den verletzten Marcel Peters-Kottig, spurtete dem Ball entgegen – und verschätzte sich. Denn auf diesem Boden nahm das Leder rapide an Geschwindigkeit ab. Die Folge: Epes Schlussmann kam zu spät, foulte den Stürmer und sah Rot wegen einer Notbremse.

„Dieser Platzverweis war korrekt“, bewertete Trainer Dirk Bültbrun die Szene später und stellte außerdem fest: „Den knappen Vorsprung haben wir zwar nicht halten können, aber dafür insgesamt sehr gut verteidigt. In Unterzahl und bei Gegenwind sehe ich dieses Unentschieden als Punkt für die Moral.“

Schon wieder: Gegentor nach Standard

Vor dieser Schlüsselszene noch zeigte Vorwärts Epe nicht nur ein optisches Übergewicht, sondern lag zwischenzeitlich folgerichtig auch 2:0 in Front. Nachdem Florian Albers und Umut Berke die ersten beiden Möglichkeiten noch ausgelassen hatten, machte es Markus Göksu in Minute zwölf besser, fackelte bei seinem 1:0 gar nicht erst lange.

Und die Gäste setzten nach: Ein schönes Solo schloss Berke von Linksaußen kommend ab, mit freundlicher Unterstützung des Adler-Torwarts, der bei diesem weder harten noch platzierten Versuch gar nicht gut aussah (33.).

Einziges Ärgernis bis zum Platzverweis: das Anschlusstor. Das fing sich Vorwärts – mal wieder – nach einer Standardsituation, in diesem Fall nach einer Ecke (37.).

Halfer reagiert glänzend – und ist doch geschlagen

Nach dem Seitenwechsel ging die Elf vom Wolbertshof, für die nun Luca Halfer aus der Zweiten den Kasten bewachte, deutlich defensiver zu Werke. Stark überstand man so die ersten 20 Minuten des zweiten Abschnittes, verpasste bei einem Konter über Jan Beverborg und Umut Berke sogar das 3:1.

Und in der 75. Minute reagierte Halfer dann auch zunächst glänzend. Doch sortierten sich seine Vorderleute nicht schnell genug, sodass Adler Buldern im zweiten Versuch den Ball abermals flankte und dieses Mal ein Stürmer komplett frei zum 2:2 verwertete (75.). Dabei blieb es, auch weil Marc Fonteins Tor aus vermeintlicher Abseitsstellung keine Anerkennung fand.

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