Fußball: Was macht eigentlich...
Mocciaro und Söhne

Nordwalde -

Gero Mocciaro, langjähriger Trainer des 1. FC Nordwalde und Vater zweier Fußball spielender Söhne, ist in diesem Jahr 50 geworden und hat mit 18 Jahren sein Debüt im Nordwalder Fußball gegeben, als ihn Dieter van der Velde in die I. Mannschaft holte. Sein ältester Sohn Nicolas hat dies vor kurzem ebenfalls geschafft.

Donnerstag, 19.04.2018, 12:04 Uhr

Jubelnd reißt Gero Mocciaro die Arme hoch, als sein FCN den Aufstieg in die Bezirksliga schaffte.
Jubelnd reißt Gero Mocciaro die Arme hoch, als sein FCN den Aufstieg in die Bezirksliga schaffte.

„Aber nur ganz kurz. Ich muss mit meinem Sohn zu einem Spiel nach Metelen.“ Der Vater in Eile, weil der Sohn ein Meisterschaftsspiel hat. Nichts Neues im Hause Mocciaro, wo der Jüngste bei den C-Junioren kickt und der Ältere bei der A-Jugend, allerdings mit Tendenz zu den Senioren. Erste Einsätze im Team von Trainer Matthias Kappelhoff hatte Nicolas Mocciaro bereits, ein Tor hat er auch schon beigesteuert. Geschichte wiederholt sich doch – zumindest im Bereich Fußball beim 1. FC Nordwalde .

Vor 32 Jahren wurde Gero Mocciaro beim SC Nordwalde zum Senior erklärt (siehe Kasten) und zog danach als Kicker unaufhörlich über die Plätze des Münsterlandes, meist in der Landes- oder Bezirksliga. Parallelen zu seinem ältesten Spross? „Eher nicht. Nicolas spielt im Angriff. Ich war mehr der Zehner. Außerdem wird er wohl erst noch zwei Jahre in Nordwalde bleiben. Drei Spiele hat er bei der Ersten schon gemacht. Nach der Partie gegen Grün-Weiß hat er mir gesagt, dass er in dem Spiel so viel hätte laufen müssen wie in drei A-Jugendspielen nicht“, erzählt der Papa über seinen Nachwuchs.

Und der andere? Den Luca trainiert Vater Gero seit mittlerweile sieben Jahren. Bei den Minis hat er die Mannschaft übernommen. Mit dem routinierten Blick des erfahrenen Trainers hat er die Trainingsübungen seines Jüngsten in Augenschein genommen und festgestellt, dass man das auch anders, vielleicht sogar besser machen könnte. „Ich mach das mal“, übernahm der mittlerweile 50-jährige Mocciaro dann den Job des Trainer-Vaters.

Der Erfolg gab im recht. Platz eins in der C-Junioren-Kreisliga A mit 44 Punkten: „Zehn Spiele haben wir noch vor uns. Der Meister spielt um den Aufstieg. Ich glaube, das ist das erste Mal in der Geschichte des Nordwalder Fußballs, dass eine Jugendmannschaft um den Aufstieg spielen könnte“, sagt der langjährige Seniorentrainer nicht ohne Stolz in der Stimme.

Erfolg weckt bekanntlich Begehrlichkeiten, vor allem im Umfeld der Vereine, die überkreislich spielende Jugendmannschaften haben. „Wenn jemand in einer Saison 26 oder 29 Tore schießt, dann bleibt er nicht unerkannt“, sagt der alte Mocciaro über den jüngeren.

Matthias Kappelhoff ist das auch aufgefallen, daher hat er ihn „hoch geholt“ in die Erste des FCN.

Anfragen anderer Clubs, die Gero Mocciaro als Trainer verpflichten wollten, hat er abgelehnt. „Die habe ich abgeblockt. Eine Mannschaft reicht mir“, erinnert er sich noch lebhaft an die Zeiten, als Senioren- und Juniorentraining parallel bei ihm liefen und sich die dreckigen Sportklamotten im Hause Mocciaro getürmt haben. „Es macht Spaß bei den Junioren, und solange es gut läuft, soll es auch weitergehen“, kann sich der Nordwalder durchaus vorstellen, seinen Jüngsten bis zur A-Jugend zu begleiten.

Das Talent scheinen beide Mocciaro-Söhne vom Vater mitbekommen haben, auch wenn der eine Zehner ist und der andere eher der Torjäger. Am 2. Juni ist die Saison der C-Junioren beendet. Dann wird man sehen, ob diesmal sogar zwei Mocciaros zusammen eine Meisterschaft mit dem FC Nordwalde feiern werden.

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