Fußball | Bezirksliga 11: FC Epe - VfB Hüls
Respektables 1:1 mit „Geschmäckle“

Epe -

Um diesen Klassiker aus der Zitate-Kiste kam Jeroen van der Veen am Donnerstagabend gar nicht herum: „Ja, natürlich. Vor dem Anpfiff hätte ich einen Punkt gegen den Spitzenreiter so unterschrieben.“ Und ebenso natürlich kommt da noch etwas hinterher: „Nach dem Schlusspfiff geht mir das Gegentor zum 1:1 gegen VfB Hüls richtig auf den Sack.“

Freitag, 20.04.2018, 10:04 Uhr

Okan Solak traf in den Bülten spät, aber nicht spät genug für den Spitzenreiter. Der Akteur vom VfB Hüls jubelte in der 73. Minute und rettete dem Tabellenführer zumindest einen Punkt.
Okan Solak traf in den Bülten spät, aber nicht spät genug für den Spitzenreiter. Der Akteur vom VfB Hüls jubelte in der 73. Minute und rettete dem Tabellenführer zumindest einen Punkt. Foto: Stefan Hoof

Der Ärger, der sich beim Spielertrainer des FC Epe angestaut hatte, musste raus – und das war irgendwie auch verständlich. Denn selbst in der Schlussminute sollten die Blau-Weißen im Nachholspiel in den Bülten noch die große Chance zum Sieg bekommen. Ein Freistoß von Jan Frieling landete bei Florian Holtkamp. Dessen Kopfball war perfekt, aber Hüls-Schlussmann Yasin Muslubas reagierte sensationell und entschärfte die letzte Gelegenheit in dieser unterhaltsamen Partie.

Vor allem im ersten Durchgang rieben sich einige Eper Fans verwundert die Augen, denn es war der Gastgeber, der dem Match seinen Stempel aufdrückte. Belohnt wurde das in der 26. Minute, als Jannik Holtmann im Strafraum des VfB gefoult wurde und Rick Reekers den berechtigten Strafstoß zur 1:0-Führung verwandelte.

„Hüls war am Ball stark, aber wir haben sie in der ersten Hälfte kaum zur Entfaltung kommen lassen. Deswegen ging diese Pausenführung auch in Ordnung“, bewertete van der Veen die ersten 45 Minuten – und nahm den Verlauf des zweiten Durchgangs auch gleich vorweg: „Es ist klar, dass unsere Spielweise viel Kraft gekostet hat. Das konnten wir in der Form nicht komplett durchziehen.“

Also wurden sie immer rarer, die Momente der Entlastung für Epe . Bis zur 73. Minute hielt die Deckung, dann war es passiert: VfB-Akteur Okan Solak hatte den Angriff selbst eingeleitet und per Pass durchs Zentrum zurückbekommen. Völlig frei schob er zum Ausgleich ein, da war für FC-Keeper Niklas Baumann nichts zu halten. Sehr wohl aber wäre das 1:1 zu verhindern gewesen. „Denn wir spielen auf Abseits, drei Verteidiger bleiben stehen, das ist gründlich schiefgegangen“, ärgerte sich Trainer Jeroen van der Veen mächtig über dieses Gegentor.

Zehn Minuten später war Baumann allerdings bei einem Freistoß auch noch einmal toll zur Stelle, sonst wäre der Schuss gegebenenfalls ganz nach hinten losgegangen – oder aber nach vorne. Denn da war sie ja noch, die große Chance aufs 2:1, die dem FC Epe an diesem Donnerstagabend dann eben doch nicht vergönnt sein sollte.

Vorschau: FC Epe - RW Deuten

Mittlerweile ist das Tabellenbild bereinigt, fast alle Nachholspiele sind absolviert worden. Der FC Epe steht auf einem komfortablen zehnten Platz und hat acht Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Nach dem 1:1-Achtungserfolg gegen Spitzenreiter VfB Hüls wartet Sonntag (15 Uhr) in den Bülten die nächste Herausforderung: der Ligazweite aus Deuten. Trainer Jeroen van der Veen: „Das Unentschieden gegen Hüls war im Abstiegskampf ein Bonuspunkt, den nicht viele Teams geholt haben.“

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