SV Burgsteinfurt schöpft nach 3:1-Sieg gegen Werner SC neue Hoffnung
„Wir schwimmen noch“

Burgsteinfurt -

Der SV Burgsteinfurt schöpft nach dem 3:1-Erfolg gegen den Werner SC neue Hoffnungen. Gleich in mehrfacher Hinsicht besteht Anlass dazu.

Sonntag, 22.04.2018, 19:04 Uhr

Max Feldhues (li.) erledigte seinen Job auf der Position des „Sechsers“ zuverlässig.
Max Feldhues (li.) erledigte seinen Job auf der Position des „Sechsers“ zuverlässig. Foto: Thomas Strack

„SVB-Schiff in schwerer See“ lautete der Titel zu dem Bericht über die 1:2-Niederlage der Burgsteinfurter bei der SG Borken am vergangenen Montag in dieser Zeitung. Gestern zeigten die Stemmerter mit dem verdienten 3:1 (2:0)-Sieg gegen den Werner SC 2000 eine Reaktion – zunächst auf dem Rasen, dann auch verbal. „Immerhin hat man heute gesehen, dass wir noch schwimmen“, sagte Burgsteinfurts Co-Trainer André Bischoff schlagfertig in Anspielung an eben jene Überschrift.

In der Tat war es ein lebenswichtiger Sieg, den die Burgsteinfurter gestern einfuhren. Denn nach den Niederlagen von Westfalia Gemen und Viktoria Heiden haben die Gelb-Roten im Rennen um den Klassenerhalt das rettende Ufer wieder in Sicht. „Wichtig ist, dass wir vom Kopf her bereit sind, den Kampf anzunehmen“, betonte SVB-Coach Christoph Klein-Reesink. „Wir waren die aktivere Mannschaft, standen hinten sicher und waren in der Offensive nicht zu bändigen.“

Es bedurfte allerdings einer Anlaufzeit von gut einer halben Stunde, ehe der SVB-Zug ins Rollen kam. Denn anfangs war es Abstiegskampf pur, der von großem Kampf und zahlreichen Ballverlusten hüben wie drüben geprägt war. Die erste halbwegs erwähnenswerte Chance verzeichneten die Gäste in der 20. Minute, als sich Wernes Daniel Durkalic auf der rechten Außenbahn durchgetankt hatte, den Ball nach innen flankte und Yannick Lachowicz aus gut 20 Metern zum Abschluss kam, jedoch das SVB-Tor verfehlte.

Die Antwort auf diese Aktion ließ aber nicht lange auf sich warten. In der 38. Minute steckte Alexander Hollermann den Ball in zentraler Position zu Ricardo da Silva durch. Der lief noch einige Schritte auf das Werner Tor zu und verlud dann den gegnerischen Keeper mit einem präzisen Flachschuss zum 1:0. Nur zwei Minuten später bediente Lars Kormann den aufgerückten Außenverteidiger Nico Schmerling . Im gegnerischen Strafraum umdribbelte er noch einen Abwehrspieler und schloss anschließend flach ins lange Toreck zum 2:0 ab. Bemerkenswert war dieser Treffer insofern, weil Schmerling den Part des etatmäßigen, gestern aber verletzten Lars Bode auf der linken Seite der Burgsteinfurter Abwehrkette übernommen hatte.

Die Entscheidung fiel nur zwei Minuten nach dem Seitenwechsel. Wernes Innenverteidiger Joel Simon senste im Strafraum Hollermann um. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Thomas Artmann sicher zum 3:0. Hollermann musste allerdings 20 Minuten später mit Verdacht auf Bänderdehnung im Fußgelenk vom Platz.

Der SVB kassierte in der 80. Minute nach einem abgefälschten Freistoß zwar noch das 1:3 durch Dominik Hennes. Das aber war nicht mehr als ein Schönheitsfehler. Die Stemmerter verdienten sich diesen Sieg, weil sie hinten so gut wie nichts zuließen, was maßgeblich auch ein Verdienst der Innenverteidiger Jens Hauptmeier und Christian Radecke sowie der beiden „Sechser“ Max Feldhues und Alex Bügener war. Auf jeden Fall machten die Burgsteinfurter einen großen Schritt nach vorne. Den „Dreier“ von gestern könnten sie mit einem weiteren Erfolg am kommenden Sonntag veredeln.

SV Burgsteinfurt : Beermann – Hintelmann, Radecke, Hauptmeier, Schmerling – Bügener, Feldhues (79. Brake) – da Silva (88. Heckmann), Artmann, Kormann – Hollermann (66. Anjanwu).

Tore: 1:0 da Silva (38.), 2:0 Schmerling (40.), 3:0 Artmann (48./Foulelfmeter), 3:1 Hennes (80.).

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