Fußball: Oberliga Westfalen
Der halbe Kader steht bereits: RW Ahlen treibt Personalplanung voran

Ahlen -

Das Heimspiel am Mittwoch gegen den SV Lippstadt 08 möchten die Verantwortlichen von RW Ahlen auch nutzen, um auszuloten, wer künftig noch zum Personal gehören wird. Die ersten Entscheidungen sind schon getroffen.

Mittwoch, 25.04.2018, 05:04 Uhr

Gehen oder bleiben? Giuliano Nieddu (rechts) hat bei RW Ahlen noch einen Vertrag für die nächste Saison. Talha Temur dagegen nicht. Er ist einer der Spieler, von denen sich der Oberligist im Sommer trennen könnte.
Gehen oder bleiben? Giuliano Nieddu (rechts) hat bei RW Ahlen noch einen Vertrag für die nächste Saison. Talha Temur dagegen nicht. Er ist einer der Spieler, von denen sich der Oberligist im Sommer trennen könnte. Foto: Marc Kreisel

Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für Joachim Krug kommen in der Wirklichkeit nicht vor. RW Ahlens Sportlicher Leiter hat mit der Rekrutierung neuen Personals fortwährend gut zu tun.

Würde man einen Phasenprüfer an Krug halten, würde der wohl Dauerstrom messen. Anders als in der Vergangenheit fristet der RWA-Macher aber kein Dasein mehr als Einzelkämpfer. „So wie bislang noch kein Trainer vor ihm stürzt sich Michael Schrank in die Planungen“, freut sich Krug über die Unterstützung durch seinen Übungsleiter.

Vier A-Junioren haben Angebot vorliegen

Gemeinsam arbeiten sie daran, den Kader für die neue Saison zusammenzustellen. Das Aufgebot soll 20 Planstellen umfassen. Hinzu kommen die vier bisherigen A-Junioren Rasim Syuleyman, Enes Güney, Lukas Scholdei und Görkem Özgür die alle ein Angebot des Vereins für eine weitere Zusammenarbeit vorliegen haben.

Ohnehin noch gebunden sind Philipp Grodowski , Justin Perschmann , Giuliano Nieddu , Cihan Yilmaz , Roman Zengin , Gerard Lubkoll , Tim Oberwahrenbrock und auch Rene Grabowski.

Die Fortschritte und Loyalität des dritten Torwarts lobt Krug ausdrücklich. „ Rene Grabowski hat sich gewaltig entwickelt und er ist immer da, wenn man ihn braucht“, so der Sportliche Leiter. Bereits neu verpflichtet hat er Justin Mingo (TuS 05 Sinsen), Kim Völkel (DSC Wanne-Eickel) sowie Rückkehrer Sebastian Stroemer (SC Roland Beckum).

Noch neun Planstellen frei

15 von 24 Spielern hätte RWA – die Zusage der vier Eigengewächse vorausgesetzt – damit bereits im Aufgebot. „Diesmal fangen wir nicht ganz von vorne an“, registriert auch Joachim Krug mit Erleichterung. Die übrigen Akteure wiederum sind angehalten, sich für eine eventuelle Vertragsverlängerung oder einen anderen Club zu empfehlen. „Die Jungs stellen sich in den verbleibenden Spielen ins Schaufenster“, sagt Krug. So auch am Mittwochabend (20 Uhr) im Nachholspiel vor eigenem Publikum gegen den SV Lippstadt 08 . Selbstverständlich werde er auch die bisherige Belegschaft durchleuchten, um abzuwägen, ob beide Seiten auf einen Nenner kommen können.

Schwer vorstellbar scheint dies bei Emre Karaca und Keisuke Ota , die beide die Erwartungen nicht erfüllen konnten. „Unterm Strich ist das bei beiden zu wenig“, konstatiert Krug. Das gelte auch für Bilal Abdallah , dessen Auftritte bisweilen sehr wechselhaft ausfallen.

Planung ohne Ivancicevic

Trennen werden sich die Ahlener definitiv von Damir Ivancicevic , der nach einem doppelten Kreuzbandriss ohnehin überlegt, wie es weitergeht. „Damir hat sehr viel für den Verein geleistet. Aber mit ihm planen wir nicht mehr“, verrät Krug.

Differenzierter betrachtet werden muss dagegen die Personalie Semih Daglar , der sich gleich zu Saisonbeginn schwer verletzte. „Er war ein Hoffnungsträger für uns. Ich glaube, bei ihm müssen wir noch abwarten. Er ist auf keinen Fall abgeschrieben“, stellt Krug klar. Mehr Stabilität erhofft hat sich der Sportliche Leiter auch von Azmir Alisic . Der 22-jährige Torwart zeigte Licht und Schatten. „Für Azmir war es eine durchwachsene Saison, aber im Grunde genommen sind wir mit ihm nicht unzufrieden“, sagt Krug.

Gespräche mit Spielern mit Stallgeruch

Hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind in seinen Augen auch Rene Lindner und Sinan Özkara . Aber bei RWA wissen sie, was sie an den beiden Innenverteidigern mit Stallgeruch haben. „Wir werden versuchen, die beiden zu halten – wir sind in Gesprächen“, berichtet der Sportliche Leiter.

Ähnlich gelagert ist der Fall bei Rouven Meschede . „Wenn er fit ist, ist er unverzichtbar. Wir wissen, was wir an ihm haben. Aber er ist auch jemand, der polarisiert.“ Bei Meschede, dem das Image des Raubeins anheftet und die Herzen der Fans gehören, wird wohl auch der Eindruck von Michael Schrank eine große Rolle spielen, ob sich der Daumen für einen Verbleib hebt oder senkt. Gute Chancen dürfte derweil André Witt haben.

Verzichtbar erscheinen zudem Zoran Martinovic , Talha Temur und Jeremy Mustapha . „Grundsätzlich schicken wir niemanden weg, aber wenn sie gehen möchten, legen wir ihnen keine Steine in den Weg“, sagt Krug. Die Zukunft von Hyusein Sadula und Mouhoub Nait Merabet scheint ebenfalls offen.

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