Fußball: 3. Liga
Andreas Golombek: „Habe meine Mission mehr als erfüllt“

Lotte -

Eine wichtige, vielleicht die wichtigste, Entscheidung ist gefallen. Andere nicht weniger bedeutende stehen dagegen noch aus. Klar ist, dass die Sportfreunde Lotte auch in der kommenden Saison in der 3. Liga spielen werden. Mit welchem Trainer aber und mit welcher Mannschaft, das steht in den Sternen.

Donnerstag, 26.04.2018, 19:04 Uhr

So engagiert kennen die Fans Lottes Trainer Alexander Golombek: Obwohl sein Vertrag übers Saisonende hinaus nicht verlängert wird, will er sich bis zum Schluss voll engagieren und noch den einen oder anderen Punkt holen.
So engagiert kennen die Fans Lottes Trainer Alexander Golombek: Obwohl sein Vertrag übers Saisonende hinaus nicht verlängert wird, will er sich bis zum Schluss voll engagieren und noch den einen oder anderen Punkt holen. Foto: Mrugalla

Der aktuelle Chefcoach Andreas Golombek wird dann nicht mehr dazu gehören. Wie gestern berichtet, wird sein am 30. Juni auslaufender Vertrag nicht verlängert. Fraglich ist auch das Bleiben von Co-Trainer Joe Laumann. Er hat andere Angebote, fühlt sich in Lotte aber durchaus wohl und hat von Seiten des Vereins Signale bekommen, gemeinsam weiterzumachen. „Wir werden sehen“, ist seine vielsagende Antwort.

Und welche Spieler bleiben und kommen? „Wir sind mit den Vertragsgesprächen schon sehr weit fortgeschritten“, erklärt der Sportliche Leiter Manfred Wilke . Mit näheren Informationen rückt er aber nicht heraus – auch nicht, was Neuzugänge angeht. Es ist aber davon auszugehen, dass nicht alle Spieler, die einen Vertrag über das Saisonende hinaus besitzen, auch am Autobahnkreuz bleiben. So fühlte sich zuletzt ein Andre Dej (Vertrag bis 2019) unwohl, da er nur noch wenige Spielanteile erhielt. So oder so, in Lotte droht einmal mehr ein großer Umbruch. Den muss der neue Trainer bewältigen. Je früher bekannt ist, wer künftig das sportliche Sagen haben wird, desto leichter dürfte es auch fallen, potenzielle Neuzugänge zu verpflichten.

Andreas Golombek wäre gerne Trainer der Sportfreunde geblieben. „Ich habe Lotte richtig lieb gewonnen“, äußerte er. „Auch mit der Mannschaft hat es gepasst. Es macht richtig Bock, mit den Jungs zu arbeiten. Und ich glaube, dass die meisten voll hinter mir stehen.“ Erst am Mittwoch habe er von Manfred Wilke erfahren, dass für ihn am Saisonende Schluss ist. Auch wenn er es geahnt hatte, „habe ich doch bis zuletzt gehofft, weitermachen zu können“, äußert der 49-jährige. „Natürlich bin ich enttäuscht. Auf der anderen Seite ist nun die Ungewissheit weg. So kann ich damit leben.“

Schmutzige Wäsche waschen will er nicht. „Der Vertrag ist ausgelaufen, Manfred Wilke hat das Recht zu sagen, dass es nicht weitergeht.“ Vorzuwerfen habe er sich aber nichts, stellt Golombek klar: „Ich bin mit dem Auftrag geholt worden, die Klasse zu halten. Das haben wir souverän, fünf Spieltage vor Saisonende, geschafft. Meine Mission habe ich also mehr als erfüllt. Als ich gekommen bin, habe ich den Jungs gesagt, wenn wir den Klassenerhalt schaffen, ist das für uns gleichbedeutend mit der Meisterschaft. Dazu stehe ich nach wie vor.“

Auch die Zusammenarbeit mit Joe Laumann sei gut gewesen. „Joe war weit mehr als ein Hütchen-Aufsteller. Wir waren nicht immer einer Meinung“, erläutert „Golo“, aber wir haben uns bestens ergänzt.“ Manfred Wilke gibt er den Tipp, nun möglichst schnell Nägel mit Köpfen zu machen und die Verträge der Spieler zu verlängern, die man halten will. „Die Konkurrenz ist groß“, weiß er. „Und mehrere Lotter Spieler sind bei anderen Vereinen auf dem Zettel.“

So groß seine Enttäuschung über das endgültige Vertragsende auch sei, so Andreas Golombek weiter, so groß sei seine Motivation, aus den letzten drei Spielen das Optimale herauszuholen. „Ich werde mich hier bis zum letzten Tag voll einbringen“, verspricht er. „Wenn es uns gelingt, noch einige Punkte zu holen, den einen oder anderen Tabellenplatz zu klettern und vor dem VfL Osnabrück zu bleiben, dann können die Leute sagen: ,Und den schickt ihr weg`?“

Für das Spiel am Samstag gegen Würzburg (14 Uhr Frimo-Stadion) sieht der SFL-Trainer gute Gewinnchancen. „Wir haben schon im Hinspiel gut ausgesehen und sehr unglücklich verloren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es am Samstag besser aussehen wird.“

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