Fußball: Landesliga 4
Preußen Lengerichs Vorsitzender Klaus Westhoff fordert eine Reaktion

Lengerich -

Die Alarmglocken schrillen noch nicht. Doch die Abstiegsregion kommt für Preußen Lengerich immer näher. Die benötigen also noch einige Zähler für den Klassenerhalt. Die ersten wollen sie morgen ab 15 Uhr beim Tabellenvierten SV Herbern holen.

Freitag, 04.05.2018, 18:05 Uhr

Die Youngster Felix Reuther am Ball und Ole Schürbrock (rechts) waren gegen SV Burgsteinfurt dabei und dürften auch in Herbern wieder zum Kader gehören.
Die Youngster Felix Reuther am Ball und Ole Schürbrock (rechts) waren gegen SV Burgsteinfurt dabei und dürften auch in Herbern wieder zum Kader gehören. Foto: Alfred Stegemann

Die Alarmglocken schrillen nicht – noch nicht. Doch die Abstiegsregion kommt für Preußen Lengerich immer näher. Nach der 0:2-Niederlage am vergangenen Sonntag gegen Kellerkind SV Burgsteinfurt haben die Blau-Weißen nur noch fünf Zähler Vorsprung auf den Drittletzten Viktoria Heiden – bei vier ausstehenden Spielen.

Die Preußen benötigen also noch einige Zähler. Die ersten wollen sie morgen ab 15 Uhr beim Tabellenvierten SV Herbern holen.

Ob das gelingt, steht allerdings in den Sternen. Mit einer Einstellung wie sie ein Großteil der Mannschaft gegen Burgsteinfurt offenbarte, werden die Lengericher nicht mehr viel Zählbares einfahren. Gerade nach der derben 1:8-Pleite in der Vorwoche in Altenberge hätte man mehr erwarten dürfen. Dass das nicht passiert ist, bringt auch Klaus Westhoff auf die Palme. „Mir passt einiges schon seit einiger Zeit nicht mehr“, erklärt der Vorstandssprecher. „Mich stören die regelmäßigen Ausreden und die dann fehlenden Reaktionen. Ich bin für vieles im Verein zuständig, aber nicht für das Suchen nach Ausreden. Jeder sollte sich hinterfragen, ob er die nötige Leistung bringt.“

Auch Trainer Sebastian Ullrich sei gefordert, die Mannschaft entsprechend zu pushen. „Wir wissen natürlich, dass die Situation auch für Sebastian nicht einfach ist. Er wird auch unser Trainer bleiben. Aber wir alle müssen uns einfach noch mehr einbringen.“ Aufgrund der vielen Ausfälle gegen Burgsteinfurt mussten gleich mehrere A-Junioren in die Bresche springen. Sie haben ihre Aufgabe gut gemacht, konnten allerdings das Ruder nicht herumreißen. Da sind die gestandenen Spieler gefragt. Wie Abstiegskampf geht, hat Burgsteinfurt mit einer aggressiven Spielweise gezeigt. Da haben die Preußen zu wenig dagegen gehalten.

Im Hinspiel gegen Werne blieben die Preußen mit 3:2 siegreich. Sollten sie auch morgen punkten, wäre das die halbe Miete. Dann könnte die Mannschaft den Klassenerhalt am kommenden Mittwoch im vorgezogenen Spiel gegen Schlusslicht Eintracht Coesfeld endgültig eintüten.

Allerdings gehen die Preußen personell am Stock. Sascha Höwing hat sich am Sonntag eine Platzwunde am Kopf zugezogen und fällt aus. Das gleiche gilt für Maxi Walkenhorst und Malte Moß. Ein dickes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Nils Wiethölter (Leiste). Da aus der Reserve keine Unterstützung zu erwarten ist, was Sebastian Ullrich massiv kritisiert, werden wieder A-Junioren aushelfen müssen. Felix Reuther und Ole Schürbrock könnten wie schon gegen Burgsteinfurt wieder zum Kader gehören.

Für SV Herbern geht es um nicht mehr viel. Hängen lassen will sich die Mannschaft aber nicht, zumal sie dem Nachbarclub aus Werner Unterstützung im Abstiegskampf zugesagt hat. Der SV stellt die drittheimstärkste Mannschaft der Liga. „Da werden wir höllisch aufpassen müssen“, weiß Trainer Ullrich. „Wir werden nicht auf Biegen und Brechen anlaufen, sondern aus einer geordneten Defensive operieren. Herbern kommt mit einer enormen Geschwindigkeit. Da müssen wir versuchen, das Tempo herauszunehmen und selbst Konter zu fahren.“

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