Fußball | Kreis-Pokalendspiel der Herren in Wüllen: Vorwärts Epe - SuS Stadtlohn
Mit jugendlicher Frische und Mut

Wüllen/Epe -

Sie haben keine Chance. Doch genau die wollen sie nutzen, die Grün-Weißen vom Wolbertshof. Wenn am Donnerstagnachmittag um 15 Uhr an der Friedmate in Wüllen das Finale im Kreispokal angepfiffen wird, ist Bezirksligist Vorwärts Epe nicht nur aufgrund der Spielklasse absoluter Außenseiter.

Donnerstag, 10.05.2018, 12:05 Uhr

Nein, das ist nicht der Kreispokal. Aber Vorwärts Epe hat zu Saisonbeginn das Jubeln schon mal geübt, als die Mannschaft vom Wolbertshof bei der Stadtmeisterschaft den Volksbank-Cup gewann. Und schwerer ist der Krombacher-Pokal heute auch nicht, sollte ihn Florian Albers stemmen dürfen.
Nein, das ist nicht der Kreispokal. Aber Vorwärts Epe hat zu Saisonbeginn das Jubeln schon mal geübt, als die Mannschaft vom Wolbertshof bei der Stadtmeisterschaft den Volksbank-Cup gewann. Und schwerer ist der Krombacher-Pokal heute auch nicht, sollte ihn Florian Albers stemmen dürfen. Foto: Angelika Hoof

Die Elf vom Wolbertshof muss gegen Westfalenligist SuS Stadtlohn nicht zum ersten Mal zahlreiche Akteure ersetzen. Trainer Dirk Bültbrun macht aus der Not eine Tugend, sieht das sogar nicht unbedingt nur als Nachteil.

„Ja, uns fehlen mit dem gesperrten Marcel Terhaar sowie den Verletzten Stefan Kurtdili und Bernd Möllers drei sehr erfahrene Spieler. Zwangsläufig schicken wir eine sehr junge Mannschaft aufs Feld“, erklärt Epes Übungsleiter die Ausgangslage. „Doch vielleicht können sich eine gewisse Unbekümmertheit und Leichtigkeit sogar positiv auswirken.“ Genau das wird Bültbrun den vier A-Junioren im Kader sicher mit auf den Weg geben. Jaan Büning, Luca Buß, Mario Carneiro und Nick van Wezel sollen frei aufspielen, für frischen Wind sorgen, dieses ganz besondere Spiel genießen – ohne Angst vor großen Namen.

Zumal sie beim SuS aktuell ganz andere Probleme haben. Am Montag gab der Vorstand bekannt, dass sich die Blau-Weißen freiwillig aus der Westfalenliga zurückziehen und ab Sommer für die Landesliga melden werden. Selbst dann, wenn der Klassenerhalt gelingt. Nach einem 2:0 im Heimspiel gegen den Delbrücker SC jedenfalls stehen die SuS-Akteure über dem ominösen Strich und sind Zehnter. Doch ab Platz sechs mit dem SuS Neuenkirchen ist noch kein Team wirklich gerettet, so eng geht es in der Westfalenliga zu. Wie sehr also spielen die aktuellen Ereignisse im Verein sich in den Köpfen der Spieler ab?

2:0 ist das bestimmende Ergebnis: So gewann Vorwärts Epe die Generalprobe beim 1. SC BW Wulfen in der Bezirksliga und beendete die sportliche Durststrecke von zuletzt drei Niederlagen in Serie. Mit 2:0 gegen die Spielvereinigung Vreden erreichte Stadtlohn das Finale. Mit ebenfalls einem 2:0 im Halbfinale zog Epe gegen den ASC Schöppingen ins Endspiel ein. „Und jetzt ist das Pokalfinale unser Highlight der Saison“, freut sich Dirk Bültbrun auf die Her­ausforderung.

„Wir versuchen, Stadtlohn zu ärgern und unsere Außenseiterchance irgendwie zu nutzen.“ Denn das die durchaus auf der Sportanlage des TuS Wüllen besteht, daran glauben alle im Lager der Vorwärtsler. „In einem Finale ist eben alles möglich“, sagt Bültbrun. Ein Muss dafür sei „natürlich eine gute Tagesform und das Quäntchen Glück. Gegen einen solch starken Gegner muss einfach alles passen.“

► Vorwärts Epe plant dazu eine Fahrradtour zum Pokalendspiel in Wüllen. Die Teilnehmer treffen sich um 12 Uhr am Platz. Nach einer kleinen Stärkung soll es um etwa 13 Uhr auf die Strecke gehen. Für das leibliche Wohl für unterwegs stehen am Platz gekühlte Getränke bereit. Außerdem setzt der Verein noch einen Bus für die Schlachtenbummler ein (Abfahrt zirka 14 Uhr).

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