Fußball: Oberliga Westfalen
Versöhnlicher Abschluss - RW Ahlen und TSG Sprockhövel spielen 3:3

Ahlen -

Müder Sommerkick? Hätte man erwarten können angesichts zweier Teams aus dem Niemandsland der Oberliga. Rot-Weiß Ahlen und die TSG Sprockhövel lieferten sich stattdessen ein Torfestival und trennten sich nach zwei ereignisreichen Halbtzeiten unentschieden.

Montag, 21.05.2018, 16:50 Uhr

Schöne Szene: Torschütze Damir Ivancicevic (Mitte) bedankt sich bei Freistoßschütze Cihan Yilmaz für die passgenaue Vorarbeit. Auch Jeremy Mustapha (links) und Justin Perschmann (rechts) kommen, um zu gratulieren.
Schöne Szene: Torschütze Damir Ivancicevic (Mitte) bedankt sich bei Freistoßschütze Cihan Yilmaz für die passgenaue Vorarbeit. Auch Jeremy Mustapha (links) und Justin Perschmann (rechts) kommen, um zu gratulieren. Foto: Marc Kreisel

Letzter Spieltag, zwei Teams aus dem Niemandsland der Tabelle (Zehnter gegen 14.) - da muss man kein Prophet sein, um einen eher müden Sommerkick zu erwarten. Das hatte wohl auch das Ahlener Publikum so vermutet und zog es vor, bei sommerlichen Temperaturen lieber etwas anderes zu unternehmen.

Zumindest was die Zahl der Tore anging, erfüllte sich die Vorhersage aber ganz und gar nicht. Allein vier Mal rappelte es schon vor der Pause zwischen Rot-Weiß Ahlen und der TSG Sprockhövel – überwiegend zum Leidwesen der Mannschaft von Michael Schrank . Der gehörte dafür die zweite Hälfte. Macht in Summe ein verdientes 3:3, mit dem beide leben konnten. Für die Ahlener geht es damit in die lang ersehnte Sommerpause, Sprockhövel muss nächste Woche noch einmal gegen Schalkes Zweite ran.

Fußball-Oberliga: RW Ahlen - TSG Sprockhövel

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Sprockhövel braucht nur zwölf Minuten für das erste Tor

Die Gäste der TSG waren es auch, die zu Beginn der Partie in Ahlen die aggressivere Mannschaft waren. Mit mehr Zug zum Tor und den besseren Möglichkeiten. So musste Rot-Weiß-Keeper Tim Oberwahrenbrock bereits nach vier Minuten die Kastanien aus dem Feuer holen, indem er einen Versuch von Kaan Cosgun aus spitzem Winkel vereitelte.

Die nächste gefährliche Szene folgte nur fünf Minuten später: Einen Konter über links verlagerte die TSG geschickt auf die rechte Seite. Dort bediente Xhino Kadiu seinen Mitspieler John Buceto – und Oberwahrenbrock musste erneut eingreifen. Diesmal konnte der Schlussmann den Ball aber nur zur Mitte hin abtropfen lassen. Zum Glück für die Ahlener bekam der dort lauernde Maximilian Claus den Seitfallzieher nicht richtig nach unten gedrückt.

In der zwölften Minute war das Glück dann aber aufgebraucht: Der Pass von Buceto kullerte quer durch den Strafraum an allen Ahlener Verteidigern vorbei. In der Mitte stand Kaan Cosgun blank und schob locker zum 1:0 für Sprockhövel ein. Das Tor wäre mit konsequenterem Verteidigen zu verhindern gewesen.

Schrank sauer über haarsträubende Abwehrfehler

Ein Versäumnis, das noch zwei weitere Male in der ersten Hälfte zu konstatieren war und Michael Schrank auch ein bisschen auf die Palme brachte. Die Ahlener schafften es nämlich nicht die Vorwärtsbewegung der TSG zu stoppen und leisteten sich zudem zwei Aussetzer durch Rene Lindner und Justin Perschmann, die jeweils zu Gegentoren führten. „Solche Fehler regen mich extrem auf, weil sie zu vermeiden wären. Die dürften nicht passieren“, ärgerte sich Schrank später.

Zunächst aber machte seine Elf das nächste Tor: Die hatte zwar bis zum 1:1 in der 19. Minute gerade mal einen Schussversuch aus der zweiten Reihe durch Roman Zengin zu Stande gebracht. Der Ausgleich fiel also aus heiterem Himmel. Dafür aber umso schöner. Cihan Yilmaz überwand per Freistoß fast von der Eckfahne den kompletten Strafraum inklusive Sprockhöveler Hintermannschaft und fand den Kopf von Damir Ivancicevic, der das Luftduell mit TSG-Keeper Tobias Ritz gewann und einnickte.

Ausgleich hält nur zwei Minuten

Das 1:1 jedoch hielt gerade mal zwei Minuten. Wieder schafften es die Ahlener nicht, den Ball aus dem eigenen 16er zu befördern, Lindner verfummelte sich und plötzlich fiel der Ball Verteidiger Tim Oberdorf vor die Füße – das (sehr einfache) 2:1 für die TSG.

Und auch dem dritten Gegentor ging schlampiges Abwehrverhalten voraus: Ausgerechnet einer der bis dahin stärksten Ahlener – Justin Perschmann – verlor im Strafraum Übersicht und den Ball. Kaan Cosgun bedankte sich, stand dann blank vor Oberwahrenbrock und schoss das 3:1 für die Gäste. „Wenn ich sehe, es droht Gefahr, muss der Ball weg oder zum Mitspieler. Es dann noch im Eins gegen eins zu versuchen, zeugt schon von allzu großem Selbstbewusstsein“, konstatierte Schrank.

Die zweite Hälfte gehört Rot-Weiß Ahlen

Immerhin gab sich seine Mannschaft aber nicht auf und hatte tatsächlich noch einige Pfeile im Köcher. Die zweite Hälfte begann deutlich besser für die Hausherren, die nur sechs Minuten für den Anschlusstreffer brauchten. Eine Flanke aus dem Halbfeld zimmerte der eingewechselte Enes Güney zum 2:3 in die Maschen. Danach passierte lange nichts, allerdings wirkten nun die Ahlener gefährlicher. Kuriosum am Rande: Der gerade erst eingewechselte Bilal Abdallah leistete sich sofort eine Tätlichkeit (Nachtreten), die zu seinem Glück nur mit Gelb geahndet wurde, und wurde prompt wieder ausgewechselt. Keine sechs Minuten hatte er auf dem Feld gestanden.

Die erste sehr gute Möglichkeit zum Ausgleich hatte die Schrank-Elf dann in der 78. Minute nach einem Freistoß von Cihan Yilmaz. Nachdem der hängengeblieben war, gab es ein Gestocher, bei dem die Ahlener mehrfach einschussbereit waren, aber immer noch im letzten Moment geblockt wurden. In der 81. Minute nahm sich dann Emre Karaca ein Herz, dribbelte sich mit sehr feinem Fuß durch die Abwehrreihen und überwand Ritz zum 3:3, was Schrank versöhnte. „Da muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen. Es wäre normal gewesen, wenn sie sich in der Situation noch das 1:4 gefangen hätte. Stattdessen ist sie gut zurückgekommen.“

Ein ordentlicher Abschluss also für die Ahlener nach einer verkorksten Saison.

Statistik

RWA: Oberwahrenbrock - Perschmann, Witt, Lindner, Mustapha - Karaca, Nieddu, Zengin, Temur (57. Abdallah, 63. Martinovic) - Ivancicevic (46. Güney), Yilmaz.

TSG Sprockhövel: Ritz - Oberdorf, Coemez, Budde, Gremme - Buceto (63. Ramaj), Dudda, Wasilewski, Kadiu (86. Diame) - Claus, Cosgun (78. Bukowski).

Schiedsrichterin: Nadine Westerhoff

Gelbe Karten: Abdallah, Mustapha

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