Fußball: Bezirksliga
Kein Leckerbissen im Derby zwischen Aasee und Wolbeck

Münster -

Viele Chancen gab es nicht zu bestaunen im Derby zwischen BW Aasee und dem VfL Wolbeck. So richtig überraschen konnte das auch niemanden mehr, weil es für keine Seite mehr um etwas ging. Richtig zufrieden konnte dennoch niemand sein.

Dienstag, 22.05.2018, 16:05 Uhr

Dieses Kopfball-Duell gegen Torben Bucksteeg gewann Wolbecks Daniel Bothen (r.), einen Sieger aber gab es im torlosen Derby nach 90 Minuten nicht.
Dieses Kopfball-Duell gegen Torben Bucksteeg gewann Wolbecks Daniel Bothen (r.), einen Sieger aber gab es im torlosen Derby nach 90 Minuten nicht. Foto: Wilfried Hiegemann

Nachdem am Freitag mit der 2:5-Niederlage von Amisia Rheine gegen Vorwärts Wettringen klar war, dass der VfL Wolbeck nun auch rechnerisch den Klassenerhalt sicher hat, konnte die Mannschaft von Trainer Alois Fetsch ohne Druck bei BW Aasee auf­spielen. Für beide ging es um nichts als die Ehre, den Derbysieg mitzunehmen und den anderen in der Bezirksliga-Tabelle hinter sich zu lassen. In der liegen die Blau-Weißen nach dem leistungsgerechten 0:0 auch weiterhin mit einem Punkt vor dem Neuling auf Platz acht.

Dass es mittlerweile so knapp zwischen den beiden Stadtkonkurrenten ist, hat auch mit dem Einbruch von BWA zu tun, das in der Rückrunde den eigenen Erwartungen hinterherhinkt. Nachdem Aasee vergangene Saison als Aufsteiger mit Platz fünf abschloss, ist das Team nun froh, wenn die Spielzeit vorbei ist. Denn die Mannschaft geht personell auf dem Zahnfleisch, viele langzeitverletzte Leistungsträger fehlen, um besser in der Tabelle dazustehen. „Wir sind zwar gebeutelt, dennoch wollten wir das Derby unbedingt gewinnen, um auch nach den letzten beiden Partien in Wettringen und Wilmsberg vor Wolbeck zu stehen“, sagte Coach Matthias Gerigk. Entgegen der Gewohnheit, immer aus der gesicherten Defensive heraus zu agieren, änderte das Trainerduo Gerigk/Tobias Steens die Taktik diesmal. „Unsere Devise lautete: hoch stehen, draufgehen und Daniel Bothen, Wolbecks Lenker, aus dem Spiel zu nehmen“, sagte Gerigk. Weitestgehend ging das Konzept, auch mit der neuen Dreierkette, auf.

Allerdings im überschaubaren Rahmen. Beide Teams zollten den sommerlichen Bedingungen früh Tribut, wirkten fahrig. Viele ein­fache Ballverluste und so gut wie keine Torraumszenen charakterisierten die Partie. „Ein fußballerischer Leckerbissen war die Begegnung nicht, mit dem Ergebnis können aber beide gut leben“, konstatierte Gerigk – obwohl er „Power, Aggressivität und Leidenschaft“ im Derby vermisste.

Fetsch war dagegen ein wenig enttäuscht. „Idealerweise wollten wir drei Punkte mitnehmen, jetzt ist es nur einer. Aasee war ein schwieriger Gegner, der unseren Spielaufbau effi­zient gestört und die vielen verletzten Spieler sehr gut kompensiert hat. Wir müssen uns vorwerfen, dass wir nicht konsequent genug agiert haben, denn hätten wir unsere Chance genutzt und wären wir als Sieger vom Platz gegangen.“

So aber blieb es beim torlosen Remis, das die meisten wohl bald vergessen haben. BWA: Hortmann – Roth, Stiens, Brüninghoff – Borcherding (46. Dan. Roesmann), Steur (62. Gruner)– Dombrowa (46. Kampschulte), Dav. Roesmann, Pelz – Hülsmeier, Bucksteeg VfL: Klein – N. Rehberg, Quabeck, Bodin, J. Schroer – Bothen (84. Klemke), Bensmann – Frerichs (42. L. Rehberg), Deckert, Geske – Thewes (79. Stelzig)

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