Fußball: 3. Liga
Die Drittliga-Gegner der Sportfreunde Lotte stehen fest: Leichte Beute gibt es keine

Lotte / Osnabrück -

Die Sportfreunde Lotte haben es sich eingerichtet in der 3. Liga, das Team vom Autobahnkreuz wird in die dritte Saison gehen. Die dritte deutsche Spielklasse feiert dabei ein kleines Jubiläum und wird zehn Jahre alt. Die Sportfreunde und der VfL Osnabrück wollen dann eine bessere Runde spielen als in der vergangenen Saison, in der sie als 16. und 17. nur knapp dem Abstieg entronnen sind.

Mittwoch, 30.05.2018, 19:04 Uhr

Die Sportfreunde Lotte (hier Jaroslaw Lindner abgebildet) haben es sich eingerichtet in der 3. Liga und wollen in die dritte Saison gehen. Die Gegnerschaft der Sportfreunde in der Saison 2018/19 finden Sie hier im Überblick.
Die Sportfreunde Lotte (hier Jaroslaw Lindner abgebildet) haben es sich eingerichtet in der 3. Liga und wollen in die dritte Saison gehen. Die Gegnerschaft der Sportfreunde in der Saison 2018/19 finden Sie hier im Überblick. Foto: Mrugalla/ J. Wahlbrink

Der 1. Spieltag ist vom 27. bis zum 30. Juli geplant. Die Hinrunde endet am 17. Dezember. Weiter geht es am 25. Januar 2019. Die Saison endet am 18. Mai. Erstmals wird es vier Absteiger geben. Anfang Juli dürfte der neue Spielplan herauskommen.

Die neue Konkurrenz ist stark. Mit KFC Uerdingen, 1860 München und Energie Cottbus schafften echte Traditionsvereine den Aufstieg. Mit den Absteigern aus der zweiten Bundesliga, 1. FC Kaiserslautern und Eintracht Braunschweig, kommen weitere schillernde Namen hinzu. Ohnehin dürfte es die interessanteste 3. Liga überhaupt sein. Kein U23-Team ist mehr dabei. Dafür gehen gleich zehn ehemalige Bundesligisten auf Punktejagd, darunter sind mit dem 1. FC Kaiserslautern (1998), Eintracht Braunschweig (1967) und 1860 München (1966) auch drei Deutsche Meister.

Die Gegnerschaft der Sportfreunde in der Saison 2018/19 im Überblick:

►  Eintracht Braunschweig: Vor 51 Jahren war die Eintracht Deutscher Meister, vor zwei Jahren noch Erstligist, im Vorjahr in der Aufstiegsrelegation knapp gescheitert – und jetzt nur noch Drittligist. Braunschweig dürfte zu den Zuschauermagneten wie auch den Aufstiegsanwärtern gehören. Ein Nachfolger für Trainer Torsten Lieberknecht fehlt noch.

►  1. FC Kaiserslautern: 1951 verlor Preußen Münster in Berlin im Finale um die Deutsche Meisterschaft mit 1:2 gegen die „roten Teufel“. Die Lauterer waren 1998 Deutscher Meister – noch nie war der Club drittklassig.

►  Karlsruher SC: Die Rückkehr in die 2. Bundesliga floppte, Erzgebirge Aue stach den KSC aus.

►  SV Wehen Wiesbaden: Die Hessen sind die Nummer eins in der ewigen Drittliga-Tabelle mit 479 Punkte aus 342 Spielen, Absteiger RW Erfurt wurde überholt.

►  Würzburger Kickers: Eine zweite Saison in der 3. Liga, der Zweitliga-Absteiger konnte nicht die direkte Rückkehr ins Bundesliga-Unterhaus schaffen.

►  Hansa Rostock: Keine Frage, der Ex-Erstligist will den nächsten Schritt gehen, Trainer Pavel Dotchev gilt als Aufstiegsmacher. Der Ex-Münsteraner Amaury Bischoff gehört an der Ostsee zum Inventar.

►  SV Meppen: Der Aufsteiger aus dem Emsland überraschte, Saison Nummer zwei dürfte schwer werden.

►  Fortuna Köln: Trainer Uwe Koschinat schnupperte mit seinem Team am Aufstieg und brach am Ende ein.

►  SpVgg. Unterhaching: Starke Leistung dieses Aufsteigers, am Ligaerhalt gab es keinen Zweifel. Auch in der nächsten Saison dürften sich die Bayern einiges einfallen lassen – mit wenig Geld.

►  FC Carl Zeiss Jena: Noch ein Aufsteiger, der sein Ding gemacht, hat. Muss Jena den Etat „eindampfen“, wird es nicht einfach werden.

►  VfR Aalen: Nach dem Abschied von Peter Vollmann als Coach, der auch in Lotte als neuer Trainer im Gespräch war, steht zwar kein Neuanfang auf dem Programm, aber der VfR wird sich erst finden müssen.

►  Hallescher FC: Frischer Wind durch Trainer Torsten Ziegner, der sich Sebastian Mai für die Defensivzentrale aus Münster holte. Beide kennen sich noch aus Zwickauer Aufstiegszeiten. Halle könnte für Furore sorgen.

►  SG Großaspach: Der Club verliert einige seiner Topkräfte mit Gyau und Sohm, aber Sascha Hildmann dürfte keine Probleme mit einem Neuaufbau bekommen.

►  FSV Zwickau: Meistertrainer Torsten Ziegner ist gegangen, der langjährige Spieler und Trainer des VfL Osnabrück, Joe Enochs, übernimmt. Finanziell bleibt es angespannt, dem FSV droht Abstiegskampf.

►  Preußen Münster: Erst unter dem neuen Coach Marco Antwerpen, der während der Saison den glücklosen Benno Möhlmann abgelöst hat, fanden die Preußen zu alter Stärke zurück und schlossen die Saison als Zehnter ab. Kevin Pires-Rodrigues wechselte zu den Adler-Trägern und trifft in der neuen Saison auf seinen Ex-Club aus Lotte.

►  VfL Osnabrück: Das einzig Positive der Vorsaison war, dass die Lila-Weißen nicht abgestiegen sind. Zu allem Überfluss landete der VfL in der Tabelle auch noch hinter dem kleinen Nachbarn SF Lotte, wenn auch zwei Derby-Siege gelangen. Dagegen gab es gegen Preußen Münster zwei Niederlagen. Schlimmer geht es kaum noch.

►  TSV 1860 München: Daniel Bierofka hat die Talfahrt gestoppt, die „Löwen“ haben einiges zu bieten. Etwa den Durchmarsch in Liga zwei?

►  Energie Cottbus: Der vor allem in Osnabrück bestens bekannte Trainer Claus-Dieter Wollitz hat die Nordost-Meisterschaft des Ex-Erstligisten gekrönt. Das wird ein starker Aufsteiger.

►  KFC Uerdingen: Noch ein starker Aufsteiger, noch ein Ex-Erstligist, und Coach Stefan Krämer kennt sich in der 3. Liga aus. Leichte Beute wird der KFC nicht werden.

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