Fußball: 15. Fuchs-Cup
Noch mehr Qualität als 2017 – Vier Landes- und bis zu vier Bezirksligisten

Herbern -

Die gute Nachricht: Die zweite Austragung des traditionsreichen Vorbereitungsturniers in Herbern ist noch besser besetzt als die Premiere 2017. Die schlechte: Hinter den Kulissen gibt es abermals Knatsch.

Dienstag, 05.06.2018, 18:10 Uhr

Siegten 2017 bei der Premiere in Herbern verdient vor dem VfL Senden, Gastgeber SVH und dem TuS Hiltrup 2: die Landesliga-Fußballer des SC Münster 08.
Siegten 2017 bei der Premiere in Herbern verdient vor dem VfL Senden, Gastgeber SVH und dem TuS Hiltrup 2: die Landesliga-Fußballer des SC Münster 08. Foto: flo

Auch wenn drei Hochkaräter – die Hammer Spielvereinigung (Oberliga), Westfalenligist TuS Hiltrup und Landesliga-Neuling Westfalia Kinderhaus – ihre ursprüngliche Zusage mit laut Turnierinitiator Hubert Fuchs teils abenteuerlichen Begründungen wieder zurückgezogen hätten: Im Fuchs-Cup 2018 steckt im Vergleich zur Premiere vor einem Jahr noch mehr Qualität. Sollte auch dem SV Bösensell der Aufstieg glücken, kicken vom 28. Juli bis zum 4. August (jeweils ein Samstag) ausnahmslos Landes- und Bezirksligisten im Stadion an der Werner Straße.

Wobei Fuchs einräumt, dass bei der Zusammenstellung des Teilnehmerfeldes „ein bisschen Glück“ im Spiel war. Zum Zeitpunkt der Einladungen sei ja noch nicht klar gewesen, dass die SG Telgte fortan überkreislich spielen und der VfL Wolbeck den Abstieg in die A-Liga vermeiden würde.

Bockum-Hövel zum ersten Mal dabei

Neben den Kreismeistern Telgte und Bösensell gibt sich ein weiterer Champion in Herbern die Ehre: die SG Bockum-Hövel, Klassenbester in der abgelaufenen Bezirksligaspielzeit (Staffel 7). Gastgeber SV Herbern, der VfL Senden, Titelverteidiger Münster 08 (alle Landesliga ) und der finanzkräftige Bezirksligist FC Nordkirchen komplettieren das hochattraktive Feld.

Herbern sei der ideale Standort für das Turnier, so Fuchs, da der Verein sowohl über einen Natur-, als auch über einen Kunstrasen am nahe gelegenen Siepenweg verfüge. Falls es, anders als vor einem Jahr, doch mal schütten sollte.

Ausgeschüttet werden insgesamt 2500 Euro – an den Sieger, die Platzierten und die besten Einzelkönner. Um eine neuerliche Kollision mit der ersten Pokalrunde im Kreis Münster (9. Juli) zu vermeiden, haben die Organisatoren das Turnier um einen Tag vorverlegt.

Fuchs-Cup vs. Fuchs-Cup

Oh je, da droht neuer Zoff. Womöglich beschäftigt der Fuchs-Cup – wie 2017 – die Juristen. Vor zwölf Monaten hatte ein Teil der Erben des Unternehmers und Turniergründers Josef Fuchs versucht, die Wiederauflage des Traditions-Events nach vier Jahren Pause zu stoppen. In Amelsbüren, wo das Turnier bis 2013 stattgefunden hatte, scheute man wohl eine mögliche gerichtliche Auseinandersetzung. Hubert Fuchs zog mit der Idee, dem Vorbereitungsturnier zum Gedenken an seinen 2011 verstorbenen Bruder neues Leben einzuhauchen, weiter nach Herbern.Die Premiere an der Werner Straße war ein voller Erfolg, den Amelsbürenern aber womöglich ein Dorn im Auge. Die Grün-Weißen, die inzwischen ebenfalls mit Fuchs über Kreuz liegen, planen wie der SVH einen Sommer-Cup gleichen Namens. Ein Affront, findet Fuchs: „Amelsbüren kann gerne einen eigenen Wettbewerb auf die Beine stellen. Nur darf der nicht Fuchs-Cup heißen.“ Der einstige GWA-Coach behält sich rechtliche Schritte gegen diesen „Etikettenschwindel“ vor.Die Verantwortlichen in Amelsbüren geben sich derweil schmallippig. Der Vorsitzende der Grün-Weißen, Christian Ahlers, mag „allein Fragen zu sportlichen Dingen“ beantworten. GWA-Trainer Marco Müller kann Hubert Fuchs‘ Ansinnen nur bedingt nachvollziehen. Torsten Rump, Sponsor der Veranstaltung im Südosten Münsters und seit dem Tod des Unternehmensgründers Chef der Firma Fuchs, habe alles Recht, den ursprünglichen Namen zu verwenden. Auch komme der eine Fuchs-Cup dem anderen nicht in die Quere.Was so nicht ganz richtig ist. Zwar gehen im Amelsbüren – anders als in Herbern – vor allem unterklassige Mannschaften an den Start, darunter die hiesigen Vertreter Davaria Davensberg und BW Ottmarsbocholt. Ein Team allerdings, Bezirksligist VfL Wolbeck, nimmt an beiden Turnieren teil. Gekickt wird da wie dort ab Ende Juli.

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