Fußball: Oberliga Westfalen
Favoriten sind erstmal andere als RW Ahlen

Ahlen -

Wo geht die Reise dieses Jahr hin für Rot-Weiß Ahlen? Das ist die für Fans, Funktionäre und die Akteure auf dem Feld gleichermaßen spannende Frage. Einig sind sich der Trainer Michael Schrank und der Sportliche Leiter Joachim Krug dabei, dass der Oberligist besseren Fußball spielen muss als in der vergangenen Saison.

Montag, 09.07.2018, 05:00 Uhr

Joachim Krug (Bild) will auf dem Transfermarkt nicht mehr alles alleine machen. Dafür hat Rot-Weiß Ahlen nun mit Angelo Daut einen Fußball-Abteilungsleiter mit großem Netzwerk verpflichtet.
Joachim Krug (Bild) will auf dem Transfermarkt nicht mehr alles alleine machen. Dafür hat Rot-Weiß Ahlen nun mit Angelo Daut einen Fußball-Abteilungsleiter mit großem Netzwerk verpflichtet. Foto: Marc Kreisel

Ein „einstelliger Tabellenplatz“ soll es nach Schrank schon sein, gerne darf es natürlich auch weiter nach oben gehen, wenn es der Saisonverlauf hergibt. „Auf jeden Fall mehr Heimspiele gewinnen“ will Joachim Krug . „Wie in der vergangenen Saison können wir das unseren Zuschauern hier in Ahlen nicht anbieten“, sagt er selbstkritisch.

Wenn du letzte Saison 14. warst, solltest du erstmal kleine Brötchen backen.

Joachim Krug

Trotz des früh zusammengestellten Kaders und der Option, sehr bald noch zwei oder drei Spieler mehr zu verpflichten, sehen Schrank und Krug die Favoritenrolle um die Meisterschaft derzeit bei anderen Teams. Krug formulierte das in dem schönen Satz: „Wenn du letzte Saison 14. warst, solltest du erstmal kleine Brötchen backen.“ Er sieht derzeit eine „sehr starke, sehr ausgeglichene Liga mit sieben bis neun Mannschaften, die am Ende auf Platz eins stehen könnten“.

Michael Schrank sieht sechs Favoriten

Auch Michael Schrank zählt mehr als eine Handvoll Teams auf, die er auf dem Zettel hat: „Haltern hat sich sehr verstärkt, Rödinghausen und ASC Dortmund sind stark, Schalke natürlich, und auch Hamm und Erndtebrück haben gute Voraussetzungen“, glaubt er.

Das darf man nach derzeitigem Stand allerdings auch wieder über die Ahlener sagen. Zumindest sind die Vorzeichen für eine gelungene Saison deutlich besser als im Vorjahr. Statt eines Rumpfkaders haben die Rot-Weißen bereits 20 Spieler unter Vertrag und wollen noch in den kommenden Tagen Vollzug bei weiteren Neuverpflichtungen melden.

Fußballabteilungsleiter Angelo Daut unterstützt Joachim Krug

Zuständig dafür ist nun nicht mehr wie in all den Jahren zuvor Joachim Krug weitestgehend allein, sondern der neue Mann: Fußballabteilungsleiter Angelo Daut, der sich das Team, das er in den kommenden Jahren maßgeblich voranbringen soll, beim Trainingsauftakt schon einmal genau angeschaut hat.

Ich kann und will diesen Job nicht mehr ewig machen. Ich habe deswegen in den letzten Jahren einiges abgenommen.

Joachim Krug

„Angelo soll bei den Transfers jetzt federführend sein. Natürlich werde ich mithelfen. Aber er soll das letzte Wort haben“, sagte Krug. Und schob hinterher: „Ich kann und will diesen Job nicht mehr ewig machen. Ich habe deswegen in den letzten Jahren einiges abgenommen!“ Diese Steilvorlage wusste Daut humorvoll für sich zu nutzen. „Nimmt man hier ab?“, fragte er mit einem Unschuldslächeln und strich sich dabei so über den Bauch, als sei ihm das ganz recht.

Fußballerisches Fachwissen und die nötige Vernetzung hat der künftige Abteilungsleiter zu Genüge zu bieten: Chefscout im Nachwuchsbereich des VfL Bochum war der 37-jährige schon. Zudem als Nachwuchstrainer in Bochum, bei Borussia Dortmund und Arminia Bielefeld aktiv.

Gestandene Spieler werden noch gesucht

Ausschließlich Neue aus dem Jugendbereich wird ers deshalb aber nicht nach Ahlen lotsen. „Ich mache das schon über 20 Jahre. Das heißt, einige von den Jungs vom Anfang meiner Karriere sind schon in Fußball-Rente. Natürlich kenne ich nicht nur 20-Jährige!“ Stattdessen hofft Daut darauf, auch gestandene Akteure an die Werse locken zu können. „Gut ausgebildete Spieler, die vielleicht den Sprung in die 1. oder 2. Liga nicht geschafft haben“, wie er es formuliert. Bei diesem Vorhaben werden ihm wohl viele Ahlener Fußball-Fans fest die Daumen drücken.

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