Fußball: Jugend-Ligen
TuS Hiltrup hat nur noch eine überkreisliche Nachwuchs-Mannschaft

Münster -

Der TuS Hiltrup ist im Seniorenbereich immerhin die Nummer drei in der Stadt. Im Nachwuchs dagegen kämpfen die Südmünsteraner um eine bessere Positionierung. Doch in der kommenden Saison ist nur noch eine Jugend-Mannschaft überkreislich aktiv.

Montag, 09.07.2018, 17:28 Uhr

Obwohl der TuS Hiltrup mit seinen Jugend-Teams nie ganz oben mitmischt und aktuell nur ein Bezirksliga-Team stellt, haben in den vergangenen Jahren immer wieder Eigengewächse wie Lars Finkelmann (l.) bei den Senioren den Sprung in die Westfalenliga-Mannschaft gepackt.
Obwohl der TuS Hiltrup mit seinen Jugend-Teams nie ganz oben mitmischt und aktuell nur ein Bezirksliga-Team stellt, haben in den vergangenen Jahren immer wieder Eigengewächse wie Lars Finkelmann (l.) bei den Senioren den Sprung in die Westfalenliga-Mannschaft gepackt. Foto: Wilfried Hiegemann

22 Junioren-Fußballteams aus Münster sind in der neuen Serie überkreislich am Ball. Sieben Clubs sind in den Wettbewerben von der A- bis zur D-Jugend vertreten – inklusive derjenigen, die höherklassige Mädchen-Mannschaften stellen. Für den großen TuS Hiltrup ist der Blick auf die neue Statistik jedoch alles andere als erfreulich. 2018/19 stellt er noch genau eine Jungen-Auswahl im ambitionierten Bereich.

Damit verliert der Stadtteilverein weiter an Boden im stadtinternen Ranking, das selbstverständlich der strikt leistungsorientierte SC Preußen mit sechs überkreislich eingestuften Mannschaften anführt. Reeller wird ein Vergleich ohne den SCP: Der SC Münster 08 ist mit fünf Teams vertreten und unter anderem in der neu gegründeten C-Junioren-Westfalenliga dabei, der 1. FC Gievenbeck wie die Borussia von der Grevingstraße – nach Aufstiegen zweier Teams – mit je vier. Wacker Mecklenbeck ist mit den B-Juniorinnen weiter in der Regionalliga dabei, und der SC Gremmendorf in dieser Altersklasse in der Bezirksliga Münsters Ausnahme.

Hiltrups zuletzt gemeldete B-Junioren haben sich mit dem Abstieg aus der Bezirksliga verabschiedet, die D-Junioren traf dieses sportliche Los ebenfalls. Die A-Junioren haben als Zweiter der Leistungsklasse den Sprung verpasst, alleine die C-Junioren behaupteten sich in der Bezirksliga. Die dünne Ausbeute sorgt irgendwann womöglich für das große sportliche Loch und das fehlende Nachrücken geeigneter Kicker in den Seniorenbereich. Jugendleiter Thorsten Neuhaus , der erst seit vier Monaten zuständig ist, konstatiert: „Durch diese Phase müssen wir wohl oder übel durch.“

Zwar lebe der TuS noch immer das seinerzeit von Martin Kastner entworfene Jugendkonzept, aber der grundlegenden Bereitschaft, auch im unteren Bereich auf qualifizierte Übungsleiter zu setzen, seien erst vor eineinhalb Jahren auch Taten gefolgt. „Und es ist schwer geworden, Trainer zu finden.“ Neuhaus sagt auch, dass sich dafür talentierte junge Leute aus dem „eigenen Stall“ kaum noch melden. „Fußball ist deutlich weniger eine Herzensangelegenheit als früher.“ Die Konkurrenz schwäche den TuS, wertet er auch. „Ich bin kein Freund davon, Kinder aus anderen Vereinen abzuwerben. Aber das sehen andere anders. Uns werden immer wieder Juniorenspieler weg geschnappt.“ Verständnis habe er alleine dann, wenn die Preußen das nächste Ziel seien. „Die haben ganz andere Möglichkeiten. Wenn ein Hiltruper Junge dort eine Chance bekommt, soll er sie nutzen.“ Insgesamt seien, so Neuhaus, „die Jahrgänge nicht mehr so stark wie schon mal.“ Rein zahlen­mäßig stehe der TuS ansehnlich da mit 35 Mannschaften. Aber, so Neuhaus, „um Ambitionen hegen zu können, zählt auch Qualität.“

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