Fußball: 3. Liga
SFL-Coach Maucksch erwartet Braunschweig und Kaiserslautern vorne

Lotte -

Die aus deutscher Sicht so enttäuschend verlaufene Fußball-Weltmeisterschaft ist gerade erst vor zehn Tagen mit dem Endspiel zwischen Frankreich und Kroatien abgeschlossen worden, da rollt hierzulande bereits wieder das runde Leder. Am Freitagabend startet die 3. Liga mit dem Auftaktspiel zwischen Eintracht Braunschweig und dem Karlsruher SC in ihre elfte Saison.

Dienstag, 24.07.2018, 19:26 Uhr

Personell stark aufgerüstet hat Aufsteiger KFC Uerdingen, unter anderem wechselte Weltmeister Kevin Großkreutz von Darmstadt an den Niederrhein. Von elf Trainern werden die Uerdingen als Aufstiegskandidat gehandelt und liegen damit gleich hinter den Topfavoriten aus Kaiserslautern und Braunschweig.
Personell stark aufgerüstet hat Aufsteiger KFC Uerdingen, unter anderem wechselte Weltmeister Kevin Großkreutz von Darmstadt an den Niederrhein. Von elf Trainern werden die Uerdingen als Aufstiegskandidat gehandelt und liegen damit gleich hinter den Topfavoriten aus Kaiserslautern und Braunschweig. Foto: dpa

Auf die Sportfreunde Lotte (30. Juli um 19 Uhr gegen SV Meppen) und Nachbar VfL Osnabrück (28. Juli, 14 Uhr, gegen Würzburger Kickers) warten eine packende Spielzeit mit vielen klangvollen Namen. Die aktuelle 3. Liga gilt für viele wohl nicht zu Unrecht als die stärkste 3. Liga aller Zeiten.

Nach Meinung der 20 Trainer sind die Topfavoriten auf den Aufstieg die beiden Zweitligaabsteiger 1. FC Kaiserslautern und Eintracht Braunschweig , wie eine Umfrage, die auf der DFB-Homepage der 3. Liga zu lesen ist, zeigt. Die einst so gefürchteten „Roten Teufel“ vom Betzenberg, die erstmals nur drittklassig sind, wurden 17 Mal genannt, die Löwen aus Braunschweig 16 Mal. Am ehesten könnten die Aufsteiger KFC Uerdingen und 1860 München dem Favoriten-Duo gefährlich werden, so die Einschätzung der Trainer. Die Uerdinger, die personal stark aufgerüstet haben (unter anderem mit Weltmeister Kevin Großkreutz) haben elf Trainer auf dem Zettel, die Münchner immerhin zehn. Zehnmal wird auch der KSC genannt. Zum weiteren Kreis gehören zudem Hansa Rostock (sechs Nennungen) und der SV Wehen Wiesbaden (fünf Nennungen).

SF Lottes Trainer Matthias Maucksch hat auch die beiden als Topfavoriten gehandelten Clubs auf der Rechnung. Braunschweig und die Lauterer verfügten über jede Menge Potenzial. „Auch dem KSC traue ich einiges zu“; so Maucksch. Die eigene Zielsetzung ist da schon bescheidener. Über den Strich stehen lautet seine Vorgabe, mindestens Platz 16 und damit den Klassenerhalt schaffen. Alles was besser wird, nimmt der Golombek-Nachfolger gerne mit.

Für Daniel Thioune, Trainer des VfL Osnabrück, ist die 3. Liga mit den vielen namhaften Traditionsvereinen noch attraktiver geworden. Der Coach der Lila-Weißen sieht Braunschweig, Kaiserslautern und 1860 München auf gleicher Höhe. Diese drei Clubs würden über die notwendigen wirtschaftlichen Möglichkeiten verfügen, um den Aufstieg klar zu machen. Ähnlich wie sein Kollege in Lotte backt Thioune in eigener Sache kleine Brötchen. Nach der verkorksten Vorsaison, als er Joe Enochs im Traineramt ablöste, geht es eher um Konsolidierung. Der Kader soll, so sein Wunsch, schnell zusammenwachsen und eine geschlossene Einheit bilden. Dann könnte man sich je nach Lage andere Etappenziele setzen.

Zu Abstiegskandidaten äußerten sich die 20 Trainer in der Umfrage nicht. Viel hängt sicher – auch für die neuformierte Sportfreunde-Mannschaft – vom Start ab. Erstmals gibt es am Ende der Saison vier Absteiger (Platz 17 bis 20). Die beiden Ersten steigen in die 2. Bundesliga auf, der Dritte muss in die Relegation gegen den Drittletzten der 2. Liga.

Das tippen die anderen Trainer

(Preußen Münster) nennt zu allererst Kaiserslautern und Uerdingen, dann aber schon Hansa Rostock. (VfR Aalen) zählt an vorderster Front seinen Ex-Club KFC Uerdingen, Kaiserslautern und Braunschweig auf. (Eintracht Braunschweig) hält viel von den Aufsteiger aus Uerdingen und München und natürlich von den Absteigern aus der 2. Liga. (Energie Cottbus) sieht dem 1 FC Kaiserslautern und Eintracht Braunschweig auf der „Pole Position“, dahinter kommen dann Rostock, Wehen Wiesbaden, 1860 und Uerdingen. (SGS Großaspach) zählt Kaiserslautern, Braunschweig, Uerdingen, 1860 München, den KSC und Rostock auf. (Hallescher FC) tippt auf Kaiserslautern und Braunschweig, sieht den KSC und den SV Wehen als weitere Kandidaten. (Carl Zeiss Jena) nennt als Topfavoriten ebenfalls Kaiserslautern, 1860 München und Braunschweig. (1. FC Kaiserslautern) geht mit viel Respekt in das erste Drittligajahr der Lauterer. Für ihn hätten zehn Mannschaften die Fähigkeit, um den Aufstieg zu spielen. (Karlsruher SC) schließt sich der Mehrheit an und nennt zu erst die Absteiger Braunschweig und Kaiserslautern sowie 1860 München und den KFC Uerdingen. (Fortuna Köln) tanzt aus der Reihe, denn für ihn ist der SV Wehen Wiesbaden Kandidat Nummer eins in puncto Aufstieg. Aber auch Uerdingen und Unterhaching sieht er vorne mit dabei. (SV Meppen) sieht dagegen wieder Braunschweig, Kaiserslautern als Top-Favoriten, und reiht dahinter Wehen Wiesbaden, den KSC, 1860 München und Uerdingen ein. (1860 München) sieht Kaiserslautern, Braunschweig und den KSC als Top-Kandidaten. (Hansa Rostock) hebt keinen Club raus. Zehn Mannschaften traut er zu, um den Aufstieg zu spielen. (KFC Uerdingen) schließt sich wiederum der Mehrheit an und sieht Kaiserslautern und Braunschweig ganz vorne. (SpVgg Unterhaching) sieht es ähnlich und rechnet mit Kaiserslautern, Braunschweig und Karlsruhe. Um nicht zu den Absteigern zu gehören seien wohl 40 Punkte vonnöten. (SV Wehen Wiesbaden) hat den 1. FC Kaiserslautern als Nummer eins auserkoren. dahinter die Braunschweiger. Um den Relegationsplatz könnten der KSC und Rostock kämpfen. München und Uerdingen sind jedoch seine Geheimfavoriten. (Würzburger Kickers) sieht das Quintett 1860 München, Braunschweig, KSC, Kaiserslautern und Uerdingen auf Augenhöhe im Kampf um die Aufstiegsplätze. (FSV Zwickau) schließt sich der Mehrheit an und rechnet mit Braunschweig und Kaiserslautern, aber auch mit den KSC, Wehen Wiesbaden, Hansa Rostock. Den Münchener Löwen sowie Uerdingen traut er auch eine gute Rolle zu.

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