Fußball: Libapokal
Westfalia-Coach Pielage will auch in der Landesliga Spaß haben und Vollgas geben

Münster -

Die Saison in der Bezirksliga war für Westfalia Kinderhaus eine überragende. Souverän stieg die Mannschaft von Trainer Marcel Pielage auf, überzeugte mit attraktiven Offensivfußball. Und mit „Spaß und Vollgas“ soll es auch eine Klasse höher weiter gehen – wie beim Auftakt des Libapokal schon angedeutet.

Donnerstag, 26.07.2018, 10:22 Uhr

Roxels Kapitän und Dauerbrenner Lukas Kintrup (l.) hielt sich oft in dem Bereich auf, den Corvin Behrens als Ankurbler der Westfalia brauchte.
Roxels Kapitän und Dauerbrenner Lukas Kintrup (l.) hielt sich oft in dem Bereich auf, den Corvin Behrens als Ankurbler der Westfalia brauchte. Foto: Peter Leßmann

Die Westfalia aus Kinderhaus zieht nach ihrem Landesliga-Aufstieg, der dem Club einen Platz in der höchsten je erreichten Klasse besorgte, das Interesse und die Neugier der Fußballfreunde besonders an. So auch beim Libapokal-Auftakt in Gievenbeck, als drei feste Neuzugänge und ein möglicher die Rasenbühne zur Präsentation nutzten beim 3:2-Sieg über den BSV Roxel .

Westfalia-Trainer Marcel Pielage setzte auf zwei taktische Formationen. Dem 3-5-2-Format folgte ein 4-3-3, denn außer der etablierten Grundordnung im 3-4-2-1 soll und muss auch etwas anderes eingeschliffen werden. Dass der 31-jährige in der Regionalliga geschulte Corvin Behrens ein Dreh- und Angelpunkt werden kann, war offensichtlich. Aber auch andere gefielen Pielage.

Winter vor Hölscher

Dennis Hölscher vom Landesligisten Herbern, ein Linksfuß für die Defensive, „kann die harten und flachen Bälle spielen“, sagte sein neuer Coach, der den vormaligen U-19-Preußen Simon Winter zuerst vor Hölscher spielen ließ und dann weiter vor schob. „Simon ist jung und ehrgeizig. Den zu coachen, wird mir Spaß machen“, so Pielage. Dass Leon Niehues in Hiltrup Westfalenligaqualitäten entwickelte, sah Pielage dem Zentralspieler schnell an. „Er spielt auf technisch hohem Niveau. Ich möchte ihn noch selbstbewusster erleben.“

Kinderhaus siegt, TuS verliert

Das Duell der künftigen Landesliga-Konkurrenten drehte Aufsteiger Westfalia in seiner Richtung, weil er effektiver wechselte. Roxel setzte anfangs gewinnbringende Pässe in die Spitze, einer erreichte den Torschützen Thomas Kroker. Nach dem Kopfball-Treffer von Jonas Kreutzer zum 1:1 traf Kroker bildschön aus 16 Metern, aber Mike Liszka toppte zum 2:2 den Treffer noch. Kinderhaus dominierte nach dem Wechsel und wartete länger als nötig bis zum Siegtreffer, der nach Vorarbeit von Liszka und Moritz Knemeyer auf das Konto von Neuzugang Simon Winter ging.FC Eintracht Rheine - TuS Hiltrup 1:0 (0:0)Gegen den Oberligisten Rheine legte der TuS lebendig und spielfreudig los, ließ guten Ansätzen aber nichts Zählbares folgen. Nach dem Wechsel drehte der FCE den Spieß um und tat mehr für das eigene Spiel. Oskar Ricken traf zum Sieg. Beim TuS spielte David Lauretta, auch wirkte Martin Lambert wieder mit. Und das als Kapitän.

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Mit Außenbahnspieler Dzan-Laurin Alic und Defensivmann Philip Hollenhorst, die noch zum Kader stoßen, mehren sich die Alternativen. Der Letztgenannte ist ein ehemalige Kinderhauser Juniorenkicker, der seinen fünfjährigen USA-Aufenthalt beendet. Ihn hat Pielage seinerzeit schon trainiert.

Schöneberg noch verletzt

Aktuell pausieren Kevin Schöneberg nach Wadenbeinbruch, Jan Knemeyer nach Fuß-OP und Johannes Wesselmann (Kreuzbandschaden). Lasse Kinzler hat aufgehört. „Das sind vier Spieler, die eingeplant waren“, hadert Pielage. Kein Trainer hält sich länger mit Rückschlägen auf, sondern denkt vorwärts. „Der Aufstieg war schön, aber jetzt haben wir eine anspruchsvolle Aufgabe vor uns.“

Im Club verspürt er keine ansteigende Erwartungshaltung. „Die größte habe wohl ich selbst“, sagt der Ehrgeizige. „Auch wenn es außerhalb von Kinderhaus vielleicht anders gesehen wird: Hier haben alle Bock drauf, weiterhin das Vereinsleben in den Mittelpunkt zu stellen. Jeder will Spaß am Fußball haben. Und Vollgas geben.“ Nichts hält er von Meinungen, die der Westfalia jetzt schon eine nächste bärenstarke Serie zutrauen. „Die Hälfte des Kaders hat nie höher als Bezirksliga gespielt. Lassen wir also die Kirche im Dorf.“ Alleine die neue und höhere Körperlichkeit verlange von allen, „vorausschauender zu spielen.“

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