Fußball: Westfalenliga
Zusammenhalt soll das große Plus des TuS Hiltrup werden

Münster -

Von wegen Abwanderungswelle – auch wenn dem TuS Hiltrup die Mittel gekürzt wurden, blieb die Mannschaft nahezu vollständig zusammen. Das zeigt auch den Charakter der Truppe, betont Trainer Carsten Winkler. Er gibt sich daher äußerst optimistisch.

Freitag, 10.08.2018, 13:12 Uhr

Allrounder Manuel Beyer (l.) – der 27-Jährige kann Innenverteidiger, ­Sechser und auch Stürmer spielen.
Allrounder Manuel Beyer (l.) – der 27-Jährige kann Innenverteidiger, ­Sechser und auch Stürmer spielen. Foto: Wilfried Hiegemann

Den Etat für die erste Herren-Mannschaft musste der TuS Hiltrup in diesem Jahr merklich senken. Wer den großen Aderlass daraus folgerte, lag jedoch falsch. Fast alle Leistungsträger gaben trotz reduzierter Mittel ihre Zusage und machen die Südmünsteraner zum Mitfavoriten in einer durchgemischten Liga.

„Dass die Jungs trotz der Einschnitte beinahe alle zusammengeblieben sind, zeigt den Charakter. Das macht uns stark“, sagt Trainer Carsten Winkler , der voller Zuversicht in seine dritte Saison geht. „Als wir vor meinem Antritt zusammensaßen, haben wir festgelegt, in Jahr drei oben angreifen zu wollen. Damals waren die finanziellen Vorzeichen zwar noch andere, aber wir haben weiter den Ehrgeiz, eine gute Rolle zu spielen. Nach der ordentlichen Rückrunde und Platz fünf wollen wir uns noch mal steigern“, so der Coach. „Wenn wir gesund bleiben und sich die aktuell hervorragende Stimmung aufrechterhalten lässt, sehe ich uns vorne dabei.“

Kein Understatement, klare Ansagen also am Osttor. Mit dem 1. FC Gievenbeck und dem SV Schermbeck sind die beiden Erstplatzierten aufgestiegen, aus der Oberliga kam kein Club dazu – der TuS gehört automatisch zur Elite. Zumal durch David Lauretta noch ein erfahrenes Puzzleteil vom FCG dazugekommen ist. „Bei allen, selbst seinen Positionskonkurrenten, überwiegt die Freude, dass er da ist“, sagt Winkler. „Er bringt sich toll ein und hat echte Qualität.“

Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Saison liegt aber wohl vor allem im Miteinander, nicht nur auf dem Platz. „Mein Team engagiert sich auch drum herum so, wie ich es in Hiltrup noch nie erlebt habe“, sagt Winkler und nennt exemplarisch den Mannschaftsrat mit den Eigengewächsen Diogo Castro und Romain Böcker, aber auch den Externen Manuel Beyer, Eric Rottstegge, Martin Lambert (nach Kreuzbandriss wieder fit) und Christoph Blesz, die das Laufbahnende von Identifikationsfigur Dennis Hoeveler auffangen wollen. Idealerweise soll das oft kritische Publikum gleich mitgenommen werden. „Ich wünsche mir, über eine gute Stimmung Euphorie zu verbreiten“, so Winkler. „Wir wollen begeistern. Es liegt an uns, an unserer Einstellung. Und dann hoffe ich, dass jeder, der zum Platz kommt, sich öffnet und unvoreingenommen ist.“ Er weiß: „Wir müssen den positiven Eindruck jetzt mit Ergebnissen bestätigen, sonst kann schnell alles kippen.“ Gerade die fast schon chronische Hiltruper Heimschwäche bedarf mal einer Überholung.

Festgelegt auf ein System ist der TuS längst nicht mehr. Flexibilität ist das Zauberwort, auch innerhalb der 90 Minuten. „Jeder weiß, dass ich kein Freund davon bin, sich hinten reinzustellen und zu verschieben“, sagt Winkler, der Preußen II, Vreden, Delbrück und Herford ebenfalls hoch einstuft. Den Sommer nutzte er, um den Fokus auf eine bessere Absicherung zu legen – gerade wenn die Außenverteidiger sich vorn einschalten.

Kader TuS

Romain Böcker, David Wiethölter Tim Bothen, Joschka Brüggemann, Lars Finkelmann, Philip Grabowski, Sebastian Hübener, Kai Kleine-Wilke, Martin Lambert, Jannik Tipkemper, Wojtek Walica : Daniel Akinkoye, Patrick Gockel, Jan Kniesel, David Lauretta, Eric Rottstegge, Jonas Wiethölter Manuel Beyer, Janik Bohnen, Diogo Castro, Michael Fromme, Guglielmo Maddente, Niklas Mersmann, Robin Wellermann : Carsten Winkler (3. Jahr) : Norbert Bothen

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