Fußball: Bezirksliga 5
Schmerzhafter Aderlass – Stammkräfte verlassen Fortuna Seppenrade

Seppenrade -

Ein halbes Dutzend Leistungsträgerinnen hat die Frauen des SV Fortuna Seppenrade im Sommer verlassen. Trotzdem sind die Schwarz-Gelben weit davon entfernt, die weiße Fahne zu hissen.

Donnerstag, 16.08.2018, 19:00 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 16.08.2018, 18:57 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 16.08.2018, 19:00 Uhr
Gilbert Oesteroth und Claudia Harder, Trainerduo des SV Fortuna Seppenrade, sehen dem Ligastart mit gemischten Gefühlen entgegen.
Gilbert Oesteroth und Claudia Harder, Trainerduo des SV Fortuna Seppenrade, sehen dem Ligastart mit gemischten Gefühlen entgegen. Foto: flo

Fortuna Seppenrade zählte – wie der VfL Senden ( WN, 16. August ) – zu den positiven Erscheinungen der vergangenen Bezirksligaspielzeit. Platz sieben nach Staffelwechsel und Last-Minute-Klassenerhalt im Vorjahr war aller Ehren wert. In der neuen Saison, die in gut einer Woche losgeht, dürfte der Blick eher wieder nach unten gehen. Gleich sechs Spielerinnen – ausnahmslos Leistungsträgerinnen – haben den Verein im Sommer verlassen.

Besonders schmerzhaft ist der Aderlass in der Offensive. Maybritt Sölker, 2017/18 mit 18 Toren die bei weitem treffsicherste Seppenraderin, nimmt eine zwölfmonatige Auszeit vom Fußball. Nadine Ostrzenski – Antreiberin, Vorlagengeberin und in der vergangenen Saison drittbeste Vollstreckerin (zehn Treffer) – ist ebenfalls weg. Dazu Julia Kortenbusch, Kapitänin Laura Lojack, Maike Weid und Hannah Amendt. Oh, ha.

Stimmung trotzdem gut

Wer indes glaubt, die Schwarz-Gelben würden schon vor dem ersten Anpfiff die weiße Fahne hissen, der irrt. „Wir lassen uns nicht unterkriegen“, macht Fortuna-Coach Gilbert Oesteroth deutlich. Auch schlage die an sich unbefriedigende Situation den verbliebenen Spielerinnen durchaus nicht aufs Gemüt: „Die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist, auch wenn das paradox klingen mag, sehr positiv. Alle ziehen mit im Training, niemand lässt sich hängen.“ Der jüngste Test – 0:3 bei Westfalenligaabsteiger Concordia Flaesheim – sei ebenfalls absolut in Ordnung gewesen.

Pokalspiel gegen Nottuln

Das darauffolgende Vorbereitungsspiel gegen Berghofen 2 musste der Trainer allerdings mangels Masse absagen. Gleiches gelte für das Turnier jetzt am Wochenende in Ibbenbüren: „Mit acht Spielerinnen dorthin zu fahren, hätte einfach keinen Sinn gemacht.“ Immerhin: Vier Tage vor dem Saisonauftakt bei Nachbar Adler Buldern steht noch ein interessanter Vergleich unter Wettbewerbsbedingungen an. Am kommenden Mittwoch (22. August) nämlich hat Seppenrade um 19.30 Uhr in Runde eins des Kreispokals den Landesligisten GW Nottuln zu Gast. „Da sind auf jeden Fall ausreichend Spielerinnen am Start“, weiß Oesteroth.

Möglich, dass dann auch der eine oder andere neue Name im Spielbericht auftaucht. Aus der Zweiten steigen Mandy Boy, Sabrina Siebert und Marie-Theres Krusa auf. Zudem sollen, sobald es personell mal eng wird, Spielerinnen aus der eigenen B-Jugend aushelfen. Aber wirklich nur im Notfall, beteuert Oesteroth: „Die Ausbildung der Mädchen geht vor, das erste Zugriffsrecht hat immer die U 17. Wir werden ganz bestimmt keine 15-, 16-Jährigen bei den Senioren verheizen.“

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5979102?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F192%2F
Nachrichten-Ticker