Fußball: 3. Liga
2:0 – VfL Osnabrück im Verbandspokal eine Runde weiter

Osnabrück -

Mit wenig Glanz, aber viel Willenskraft hat der VfL Osnabrück die am Mittwochabend erste Aufgabe auf dem Weg in den DFB-Pokalwettbewerb 2019/20 gelöst. Tore von Marcos Alvarez und Anas Ouahim sorgten für einen 2:0-Sieg beim Regionalliga-Neuling VfL Oldenburg.

Donnerstag, 16.08.2018, 17:19 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 16.08.2018, 17:19 Uhr
Der VfL Osnabrück feierte einen 2:0-Verbandspokalerfolg beim VfL Oldenburg mit (von links) Torschütze Marcos Alvarez, Keeper Philip Kühn, Torschütze Anas Quahim und Steffen Tigges.
Der VfL Osnabrück feierte einen 2:0-Verbandspokalerfolg beim VfL Oldenburg mit (von links) Torschütze Marcos Alvarez, Keeper Philip Kühn, Torschütze Anas Quahim und Steffen Tigges. Foto: Mareike Stratmann

Mit wenig Glanz, aber viel Willenskraft hat der VfL Osnabrück die am Mittwochabend erste Aufgabe auf dem Weg in den DFB-Pokalwettbewerb 2019/20 gelöst. Tore von Marcos Alvarez und Anas Ouahim sorgten für einen 2:0-Sieg beim Regionalliga-Neuling VfL Oldenburg . Am 3. Oktober tritt der VfL zum Viertelfinale beim Regionalligisten BSV Rehden an.

Trainer Daniel Thioune war zufrieden, aber nicht von Freude überwältigt: „Es war okay. Wir haben die Aufgabe seriös angenommen, aber nicht immer seriös agiert. Am Ende zählt in so einem Pokalspiel nur eins: Der Sieg.“

Konzentriert, entschlossen, offensiv: Der VfL startete in den NFV-Pokal 2018/19 von der ersten Minute an so, wie es ein Favorit tun muss, wenn eine solch heikle Aufgabe gelöst werden muss. Und doch hätten die Lila-Weißen früh in Rückstand geraten können, denn nach einem Fehler von Schiller steuerte Azong auf das VfL-Tor zu, scheiterte ab an Kühn, der das Eins-gegen-Eins-Duell gewann (4.).

Es war nicht die einzige Schwäche, die die Abwehr in der Anfangsphase offenbarte. Trainer Thioune reagierte, erweitere die Dreierreihe der Startelf in eine Viererkette, so dass – mit Engel als Linksverteidiger und Renneke auf rechts – der VfL im 4-2-3-1 agierte; mit Alvarez als vorderer Spitze und Ouahim als Rechtsaußen.

Den Rückstand gerade so verhindert, dann die Führung erzielt: Nach Chancen von Danneberg und Heider verwandelte Alvarez einen Freistoß. Der Treffer in der 19. Minute war eine Doublette des 2:2-Ausgleichs gegen München 1860: 18 Meter, halblinks, direkt hoch ins Eck. Einziger Unterschied: Gegen die Löwen gelang der Kunstschuss vor der explodierenden Ostkurve, diesmal vor der mit Werbeplakaten behängten Außenwand der Turnhalle.

Der VfL setzte nach, zeigte Härte und Laufbereitschaft gegen einen taktisch gut ausgebildeten, lauffreudigen Gegner. Das 2:0 war das Produkt von Einsatz und Übersicht: Heider eroberte gegen zwei Oldenburger an der Eckfahne den Ball und legte von der Grundlinie auf für Ouahim, der den Ball aus 16 Meter versenkte (30.).

Nach der Pause vergab der VfL die Vorentscheidung. Renneke (48.) und Heider (49.) verpassten die größten Chancen, danach fehlte an der Entschlossenheit und Zielstrebigkeit im Strafraum.

Das wegen der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde punktspielfreie Wochenende nutzt der VfL zu einem Test gegen den westdeutschen Regionalligisten Wattenscheid 09. In der Partie, die am Freitag aus organisatorischen Gründen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet, sollen vor allem die Akteure auflaufen, die bisher wenig Einsatzzeit bekommen haben.

VfL Osnabrück: Kühn – Engel, Schiller, Trapp – Taffertshofer, Blacha (62. Krasniqi) – Renneke, Danneberg, Heider – Álvarez (74. Amenyido), Ouahim (84. Tigges).

Tore: 0:1 Álvarez (14.), 0:2 Ouahim (30.).

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