Fußball: Oberliga Westfalen
Hammerwende für Rot-Weiß Ahlen: 3:2-Sieg in Brünninghausen nach 0:2

Ahlen -

Was für ein Finale furioso in Brünninghausen: Oberligist Rot-Weiß Ahlen ist nach einem 0:2-Pausenrückstand noch der umjubelte 3:2-Erfolg gelungen. Der Siegtreffer fiel erst in der 90. Minute.

Sonntag, 19.08.2018, 19:24 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 19.08.2018, 17:10 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 19.08.2018, 19:24 Uhr
Einer der auffälligsten Ahlener in Brünninghausen war Sebastian Mützel. Dabei blieb der Stürmer sogar trotz dreier RWA-Treffer ohne eigenen Torerfolg, sorgte aber für viel Gefahr.
Einer der auffälligsten Ahlener in Brünninghausen war Sebastian Mützel. Dabei blieb der Stürmer sogar trotz dreier RWA-Treffer ohne eigenen Torerfolg, sorgte aber für viel Gefahr. Foto: Marc Kreisel

Glück muss man haben. Glück muss man sich aber auch erstmal erarbeiten! Und das hatten die Rot-Weißen in der zweiten Hälfte beim FCB getan. Drei Tore in 45 Minuten lassen daran keine Zweifel.

Kim Völkel (63.), René Lindner (72.) und schließlich Marco Onucka (90.) hatten den Spielstand der ersten Hälfte nach Treffern von Florian Gondrum (31.) und Robin Gallus (34.) komplett gedreht und bescherten ihrem Trainer Michael Schrank den ersten Saisonsieg. Daran hatte zur Pause wohl kaum noch jemand geglaubt,

Denn schließlich hatte es da ja trotz einer ordentlichen Ahlener Partie bereits 0:2 aus Sicht der Rot-Weißen gestanden. Dabei waren die zumindest optisch überlegen gewesen und hatten sich auch die nötigen Chancen erarbeitet. Darunter gleich die erste der Partie: Schon in der 3. Minute brachte Cihan Yilmaz eine Freistoß-Flanke im Strafraum an den Mann. Abnehmer Sebastian Mützel zog ab, doch sein Schuss wurde noch geblockt.

0:2-Pausenrückstand trotz ordentlicher Partie

Drei Minuten später waren die Gastgeber erstmals gefährlich. Doch den Drehschuss von Aris Et parierte Ahlens Keeper Tim Oberwahrenbrock. Auf der anderen Seite offenbarte Muhammes Acil bei einer Flanke von Justin Perschmann (17.) leichte Unsicherheiten, als er den Ball fallen ließ. Weil das Spielgerät aber noch rechtzeitig entschärft wurde, ergab sich daraus keine nennenswerte Gelegenheit für die Wersestädter. Das sollte sich in der 28. Minute ändern. Denn Mützel fand mit einem Querpass Cihan Yilmaz, der jedoch in aussichtsreicher Position vergab.

Fußball-Oberliga 2018/19: FC Brünninghausen - Rot-Weiß Ahlen

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FC Brünninghausen schlägt zweimal eiskalt zu

Die Gelegenheit, in Führung zu gehen, hatten die Ahlener also zu diesem Zeitpunkt bereits gehabt. Doch wie so oft, wenn man die Tore selbst nicht macht, wird das im Fußball eben irgendwann bestraft. In diesem Fall wurde es das gleich doppelt: Nur drei Zeigerumdrehungen nach dem Yilmaz-Versuch ging Brünninghausen nämlich durch Florian Gondrum in Führung (31.). Der Kapitän hatte bei einem Eckball von Robin Gallus einfach zu viel Platz und ließ sich nicht zweimal bitten. . .

Als sei dieser eine Nackenschlag noch nicht genug, erhöhte Gallus weitere drei Minuten später auf 2:0. Das zeigte sichtlich Wirkung bei der Schrank-Elf, die bis zur Pause angeknockt war und keine nennenswerte Gegenreaktion mehr in petto hatte. Brünninghausen dagegen hatte noch vor dem Seitenwechsel zwei weitere Gegelegenheiten, die aber nichts einbrachten.

Insgesamt war mit diesem Spielverlauf dennoch genau das eingetreten, wovor sowohl Ahlens Trainer Michael Schrank als auch Fußball-Abteilungsleiter Angelo Daut im Vorfeld gewarnt hatten: Nämlich dass der FC nicht sehr viele Chancen braucht, um zu seinen Toren zu kommen.

Immerhin zeigten die Ahlener gleich mit Wiederanpfiff dann die erhoffte Reaktion. Nach einer Ecke von Mützel stand Kim Völkel einschussbereit, scheiterte aber an Muhammed Acil (49.), der kurz drauf auch noch den Kopfball von Yilmaz entschärfte (52.). Aber auch die Ahlener hatten immenses Glück, sich nicht noch einen Gegentreffer zu fangen. Denn nur mit einer Glanzparade hielt Oberwahrenbrock eine starke Direktabnahme aus 18 Metern von Brünninghausens Gondrum (58.).

Kim Völkel leitet die Wende ein

Der erhoffte Anschlusstreffer gelang der Schrank-Elf kurz danach: Giuliano Nieddu zirkelte einen Freistoß aufs rechte Eck, Acil konnte den Ball nur abtropfen lassen und aus spitzem Winkel schob Ahlens Kim Völkel zum 1:2 ein (63.). Kaum 60 Sekunden später rettete Oberwahrenbrock gegen den allein auf ihn zulaufenden Et (64.).

Das bereits sehr umjubelte 2:2 (72.) leitete dann RWA-Kapitän Mehmet Kara über links ein. Er fand René Lindner im Strafraum, der irgendwie noch das Bein hochbekam und den Ball aus nächster Nähe über die Linie drückte. Auf der anderen Seite verhinderte eben dieser Lindner genau das in höchster Not gegen Et (79.).

Mit dem 2:2Unentschieden hätten die Ahlener wohl angesichts des Spielverlaufs ganz gut leben können. Mussten sie aber nicht, denn es kam noch besser: In der 90. Minute landete ein weiter Ball beim freien Marco Onucka, der diesen trocken zum 3:2 für die Ahlener verwertete. Das roch zwar sehr stark nach Abseits, interessierte auf Ahlener Seite aber naturgemäß wenig bis gar nicht. Denn so war es einfach ein ganz starkes Ende für die Rot-Weißen, die damit vier Punkte aus den ersten beiden Partien eingesammelt haben.

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