Fußball: Westfalenpokal
Absolut unnötiges Ausscheiden für Rot-Weiß Ahlen gegen Lippstadt

Ahlen -

Dieses Ausscheiden fällt in die Kategorie unnötig wie ein Kropf: 1:2 unterlag Rot-Weiß Ahlen dem Regionalligisten SV Lippstadt am Mittwochabend in der 1. Runde des Westfalenpokals. Die Ahlener waren mit 1:0 in Führung gegangen, hatten genug Chancen für ein zweites Tor, verloren dann aber durch einen Elfmeter in der 90. Minute.

Freitag, 24.08.2018, 11:46 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 22.08.2018, 21:14 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 24.08.2018, 11:46 Uhr
Das blonde Haupthaar gestreichelt bekam Guiliano Nieddu (links), denn mit dem hatte er die 1:0-Führung der Ahlener besorgt. Doch die Partie glitt RWA noch aus der Hand.
Das blonde Haupthaar gestreichelt bekam Guiliano Nieddu (links), denn mit dem hatte er die 1:0-Führung der Ahlener besorgt. Doch die Partie glitt RWA noch aus der Hand. Foto: Marc Kreisel

Man könnte dieses Kräftemessen mit dem aktuellen Oberliga-Meister aus Lippstadt also auf zwei Arten beschreiben. Positiv ausgedrückt: Die Mannschaft von Michael Schrank bewies erneut, dass sie es mit einem starken Gegner aufnehmen, ihn mit etwas mehr Glück oder Treffsicherheit sogar besiegen kann. Negativ ausgedrückt liest es sich ungefähr so: Die Rot-Weißen ließen nicht nur zu viele Chancen ungenutzt, sondern fingen sich auch noch zwei Gegentreffer, die nicht hätten sein müssen.

Die Partie begann schon munter, blieb aber lange absolut chancenarm. Oder anders gesagt: Es war zunächst Stückwerk, was die beiden Mannschaften zeigten. Ansehnlich, aber nicht dazu angetan, die Zuschauer von den Sitzen zu reißen. Ein Kopfball-Versuch Lippstadts war in der ersten Viertelstunde die einzige nennenswerte Strafraumszene.

Mit der ersten Chance zum ersten Tor

Die Hausherren hatten zu diesem Zeitpunkt noch nicht einen Abschluss angeboten – und trafen gleich mit dem ersten zum 1:0. Torschütze Giuliano Nieddu wirkte allerdings eine Sekunde lang, als ob er selbst nicht so genau wüsste, ob er sich den Treffer anzurechnen hatte.

Ein Freistoß von Marco Fiore war ihm ziemlich passgenau auf den blonden Scheitel geflogen und von dort allenfalls unmerklich abgelenkt worden. Immerhin hatte Nieddus Eingreifen aber Lippstadts Keeper Balkenhoff genug irritiert, damit der nicht in die lange Ecke sprang, in der der Ball dann eintröpfelte.

Fußball-Westfalenpokal: Rot-Weiß Ahlen - SV Lippstadt

1/20
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Fußball-Westfalenpokal: Rot-Weiß Ahlen - SV Lippstadt Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel

Duell nimmt nach einer halben Stunde Fahrt auf

Der Partie hauchte die Ahlener Führung dennoch nicht mehr Leben ein. Erst ab der 30. Minute nahm sie Fahrt auf, dann aber auf beiden Seiten: Yilmaz mit einem nicht ungefährlichen Schuss aus der zweiten Reihe (30.) und Kara, der erst im Strafraum hängenblieb (32.), hätten für die Ahlener erhöhen können. Die Lippstädter hatten durch Jannik Brosch (35.) und Kevin Holz (37.) beste Einschussmöglichkeiten.

Doch Brosch blieb im Rasen hängen und verletzte sich dabei so schwer, dass er raus musste. Und Holz wurde zwei Meter vor dem Kasten noch von Kim Völkel hervorragend abgegrätscht. Die wohl größte Gelegenheit vor der Pause aber ließ Sebastian Mützel liegen, als er allein aufs Tor ging, zu lange zögerte und dann von Robin Hoffmann den Ball abgenommen bekam. Das hätte es eigentlich schon fast sein müssen.

Ahlen lässt zu viele Chancen liegen

Und das Ahlener Einschusspech ging so weiter: Unmittelbar nach der Pause hatten Yilmaz (50.) und Mützel (52.) weitere sehr Möglichkeiten. Besonders Yilmaz, der bei einem Schuss vom linken Strafraumeck ewig lange Zeit hatte, um Maß zu nehmen und dennoch knapp am rechten Pfosten vorbeizog. Da hatte er in seiner Zeit in Ahlen schon einige deutlich schwierigere gemacht.

So langsam schwante den Zuschauern deshalb Böses. Und genau so kam es auch: Statt des nötigen 2:0 fiel das 1:1 fiel quasi aus dem Nichts. Exauce Andzouana nutzte ein Gewusel im Strafraum zum Ausgleich (59.). Danach hatten die Lippstädter Oberwasser. Zwar forderten die Ahlener noch Foulelfmeter für Kara (64.), doch stattdessen gab es in dieser Szene Gelb für eine Schwalbe. Ansonsten waren die Gäste nun näher am zweiten Treffer, vor allem Kevin Holz, der in der 80. nur knapp am Einschuss gehindert wurde. Aber auch RWA hatte mehrfach durch Yilmaz den Siegtreffer auf dem Fuß.

Witt kassiert Gelb-Rot - trotzdem keine Unterzahl

Die Partie wurde gegen Ende giftiger, was sich in der Gelb-Roten für Andre Witt manifestierte (86.). Weil die Lippstädter aber schon drei Mal gewechselt hatten und sich Witts Gegenspieler Sven Köhler in der Szene verletzte, ging es mit zehn gegen zehn weiter.

Die entscheidende Szene folgte auf dem Fuße, denn in der 90. bekamen die Gäste noch einen umstrittenen Foulelfmeter zugesprochen. Hoffmann verwandelte trocken und bescherte den Rot-Weißen damit ein absolut unnötiges Ausscheiden. Dumm gelaufen.

Schrank trotz Ausscheidens zufrieden

Zwar ärgerte sich „Übeltäter“ Marco Fiore über den Pfiff und beteuerte, sein Gegenspieler habe ganz bewusst eingefädelt (Fiore: „Das war absolut kein Elfmeter“), aber natürlich nützte das Protestieren nichts. Die Rot-Weißen schieden erhobenen Hauptes, aber unnötig aus.

RWA-Coach Michael Schrank betonte anschließend das Positive: „Wir können uns heute nichts vorwerfen, haben alles gegeben und hatten mehrmals das 2:0 auf dem Fuß. Das war eine Leistung, auf der wir aufbauen können.“

– RWA: Schipmann – Perschmann (80. Mingo), Witt, Nieddu, Stroemer – Mützel (71. Güney), Völkel (76. Grodowski), Fiora, Kara - Yilmaz, Onucka.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5993299?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F192%2F
Atomkraftgegner blockieren Bahnstrecke zwischen Münster und Gronau
Zugausfälle: Atomkraftgegner blockieren Bahnstrecke zwischen Münster und Gronau
Nachrichten-Ticker