Fußball: 3. Liga
Chaostage und Spielerstreik bei SF Lotte

Lotte -

„Quo vadis, Sportfreunde Lotte?“ Stand Donnerstagnachmittag scheint der Verein schnurstracks ins Verderben zu laufen. Nach dem vier Spieler suspendiert worden waren, erklärte sich ein Großteil der Mannschaft solidarisch und streikte.

Donnerstag, 23.08.2018, 00:00 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 23.08.2018, 00:00 Uhr
Beim Trainingsauftakt im Juni herrschte noch „full house“ im „Hambrink-Stadion. Am Donnerstagnachmittag trainierten nach dem Spielerstreik nur sechs Akteure.
Beim Trainingsauftakt im Juni herrschte noch „full house“ im „Hambrink-Stadion. Am Donnerstagnachmittag trainierten nach dem Spielerstreik nur sechs Akteure. Foto: Uwe Wolter

„Quo vadis, Sportfreunde Lotte ?“ Stand Donnerstagnachmittag scheint der Verein schnurstracks ins Verderben zu laufen. Nach dem die vier Spieler Tim Wendel , Alexander Langlitz , Max Oesterhelweg und Nico Neidhart am Vormittag suspendiert worden waren, erklärte sich ein Großteil der Mannschaft solidarisch und streikte. Offiziell sollen sie einen Krankschein vorgelegt haben. So trainierten in der anberaumten 15-Uhr-Einheit, die auch erst 30 Minuten später angefangen hat, neben Chefcoach Matthias Maucksch und Athletik-Trainer Johannes Thienel lediglich sechs Spieler.

Nach vier sieglosen Partien in der Meisterschaft soll es seit einiger Zeit zwischen Trainer und Teilen der Mannschaft geknirscht haben. Nach dem Ausscheiden durch das 2:3 in der ersten Runde des Westfalenpokals am Mittwochabend beim SV Rödinghausen überschlugen sich die Ereignisse.

Nach drei Trainerwechseln in der Vorsaison wollte der Verein ein Zeichen setzen und der aktuellen sportlichen Leitung den Rücken stärken. So kamen Vereinsführung und Aufsichtsrat überein, sich eben nicht vom Trainer zu trennen, sondern die vier als „Störenfriede“ ausgemachten Spieler zu suspendieren.

Ob mit dem Spielerstreik zu rechnen war, sei dahingestellt, die Chaostage in Lotte dürften aber weitergehen. Wie lange die vier Spieler suspendiert sind, war nicht in Erfahrung zu bringen. Auch wie es weitergehen soll, da am Sonntag das wichtige Punktspiel gegen Halle ansteht, wurde nicht genau thematisiert.

Zumindest traf sich die gesamte Mannschaft am frühen Abend inclusive der vier Suspendierten zu einer internen Sitzung, dessen Ergebnis (noch) nicht bekannt ist.

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