Fußball: 3. Liga
FSV Zwickau gegen VfL Osnabrück: Trainer rücken in den Vordergrund

Osnabrück -

Eigentlich sind es ja die Spieler, die beim Fußball im Fokus stehen sollten. Sie sind die Protagonisten, um die es schließlich geht. Wenn am Sonntag der FSV Zwickau und der VfL Osnabrück aufeinandertreffen (13 Uhr Stadion in Zwickau), rücken die Trainer in den Vordergrund.

Freitag, 21.09.2018, 17:37 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 21.09.2018, 00:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 21.09.2018, 17:37 Uhr
Anas Ouahim (am Ball) sowie Ulrich Taffertshofer (rechts) und Adam Susac (hinten) wollen nach der Niederlage gegen Karlsruhe am Sonntag in Zwickau wieder punkten.
Anas Ouahim (am Ball) sowie Ulrich Taffertshofer (rechts) und Adam Susac (hinten) wollen nach der Niederlage gegen Karlsruhe am Sonntag in Zwickau wieder punkten. Foto: Tobias Mönninghoff

Eigentlich sind es ja die Spieler, die beim Fußball im Fokus stehen sollten. Sie sind die Protagonisten, um die es schließlich geht. Wenn am Sonntag der FSV Zwickau und der VfL Osnabrück aufeinandertreffen (13 Uhr Stadion in Zwickau), rücken die Trainer in den Vordergrund. Bei den Gastgebern ist es Joe Enochs , der noch immer Rekordspieler des VfL ist und quasi sein ganzes Fußballerleben bei den Lila-Weißen verbracht hat. Auf Osnabrücker Seite hat Daniel Thioune das sportliche Sagen. Er wurde vor einigen Jahren von Enochs ins Nachwuchsleistungszentrum des VfL geholt, ehe Thioune vor ziemlich genau einem Jahr seinen Mentor als Cheftrainer ablöste.

Beide pflegen noch einen guten Kontakt miteinander, auch wenn sie heute Gegner sind. „Er hatte Einfluss darauf, dass ich als Trainer im Fußball Fuß fassen durfte“, erklärt Thioune. Für ihn sei es dennoch eine Partie wie jede andere auch: „Vielleicht ist es eher für Joe ein besonderes Spiel, aber für uns nicht. Wir spielen nicht gegen Joe, sondern gegen den FSV Zwickau.“

22 Jahre war Enochs für den VfL als Spieler, Jugendtrainer, Jugend-Koordinator und Cheftrainer verantwortlich. Nun trifft er mit seinem alten auf seinen neuen Verein. „Ein Gefühlschaos bricht deshalb nicht bei mir aus“, versichert er. Da hatte er schon mehr mit seinen Gefühlen am vergangenen Sonntag in Lotte zu kämpfen, als seine Mannschaft den Treffer zum 1:2 in der Nachspielzeit kassiert. „Eigentlich war das Spiel vorher schon beendet, da die Nachspielzeit abgelaufen war“, ärgerte sich Enochs. Nach zuvor acht Punkten aus zehn Spielen, fuhr der FSV in den zurückliegenden drei Begegnungen nur noch einen Zähler ein. „Deshalb wird es wieder Zeit für einen Sieg“, zeigt der 47-Jährige kein Mitgefühl für seinen Ex-Club. Entsprechend denkt Enochs über einen Systemwechsel nach von zuletzt einem Angreifer (Ronny König) hin zu einer Doppelspitze mit Tarsis Bogna als zweitem Angreifer.

Hoch motiviert dürften ganz bestimmt beide Clubs sein. Auch der VfL kassierte in der Vorwoche nach zuvor sieben Spielen ohne Niederlage gegen den Karlsruher SC eine empfindliche 0:1-Pleite. Wiedergutmachung ist also angesagt hüben wie drüben.

Während ein Einsatz von Alexander Dercho (Sprunggelenk) und Felix Schiller (Knie) ausgeschlossen ist, dürfte die Begegnung auch für Sebastian Klaas und Neuzugang Alexander Riemann zu früh kommen. Beide wirkten beim Testspiel gegen Wallenhorst (4:0) unter der Woche mit. Dabei wurde deutlich, dass sie nach langen Verletzungen noch Zeit benötigen.

Torhüter Nils Körber steht indes parat, Angreifer Marcos Alvarez (Reizung im Knie) auf der Kippe. Gestern trainierte die Mannschaft unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit Schwerpunkt Standards, heute macht sich der lila-weiße Tross auf den Weg nach Zwickau. „Und dort wollen wir etwas holen. Unsere Zielsetzung sind drei Punkte“, sagt Verteidiger Maurice Trapp. „Mit dieser Idee steigen wir auch in den Bus.“

FSV Zwickau: Kamenz - Barylla, Wachsmuth, Antonitsch, Lange - Bickel, Reinhardt, Frick, Miatke - Bonga, König

VfL Osnabrück : Kühn - Renneke, Susac, Trapp, Engel - Ouahim, U. Taffertshofer, Blacha, Farrona Pulido - Alvarez, Heider

Schiedsrichter: Tobias Fritsch (28, Frankfurt)

Anstoß: Samstag, 14 Uhr Stadion Zwickau

Nächstes VfL-Spiel: Mittwoch, 26. September (19 Uhr, Bremer) gegen Fortuna Köln.

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