Fußball: 3. Liga
Lottes Gerrit Wegkamp: „Das war ein dreckig erkämpfter Punktgewinn“

Köln -

Am Ende waren die Sportfreunde Lotte über den Punktgewinn froh. Zur Pause hätten sie am Samstag schon klar zurückliegen können, hätte die Fortuna das richtige Zielwasse getrunken. So aber blieb Lotte im dritten Spiel in Folge ungeschlagen unddarf sich aufs Spiel am Dienstag gegen Jena freuen.

Sonntag, 23.09.2018, 21:40 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 23.09.2018, 21:40 Uhr
Gerrit Wegkampg (Mitte) ackerte am Samstag viel, Hier muss er sich gegen zwei Kölner zur Wehr setzen. Am Ende reichte es so immerhin zu einem „dreckigen“ Punktgewinn.
Gerrit Wegkampg (Mitte) ackerte am Samstag viel, Hier muss er sich gegen zwei Kölner zur Wehr setzen. Am Ende reichte es so immerhin zu einem „dreckigen“ Punktgewinn. Foto: SFL

„Über 90 Minuten gesehen war das ein dreckig erkämpfter Punkt, der durch zwei große Chancen sogar hätte noch mehr werden können. Nein, wir müssen absolut zufrieden sein. Ich kann es nur aus meiner Sicht als Stürmer sehen. Gefühlt war ich nur mit Zweikämpfen beschäftigt. Aber das gehört gerade in der 3. Liga auch mal dazu. Wenn man zwei Mal gewonnen hat, dann muss man auch mal mit einem Punkt zufrieden sein. Zum Start der englischen Woche ist es wichtig, dass wir überhaupt einen Punkt mitgenommen haben“, redete Offensivkraft Gerrit Wegkamp nach dem 1:1 der Sportfreunde Lotte am Samstagnachmittag in Köln nicht um den heißen Brei herum. „Da lässt sich am Dienstag darauf aufbauen und da müssen wir auch wieder ein anderes Gesicht zeigen.“

Dass die Sportfreunde letztendlich noch einen Punkt mitnahmen, lag vor allem daran, dass die starken Fortunen es nicht verstanden haben, aus ihren großen Möglichkeiten aus dem Spiel heraus Tore zu erzielen. Dazu bedurfte es eines Standards. in der 17. Minute zirkelte Maik Kegel einen von Matthias Rahn an der eigenen Eckfahne verschuldeten Freistoßes genau auf den Kopf von Steve Ruprecht. Der sagte Danke und köpfte zur 1:0-Führung ein. Danach verteidigte Lotte mit Glück und Geschick sein Tor und ließ nicht mehr zu. Selbst lief nach vorne allerdings fast gar nichts.

„Wir können von Glück sagen, dass wir zur Pause nur mit 0:1 zurückliegen. Ein Rückstand mit zwei oder drei Tore wäre nicht ungerecht gewesen“, gestand SFL-Coach Nils Drube ein. „Das werden wir intern noch klar aufarbeiten. Das haben wir auch in der Halbzeit schon getan.“ Kollege Uwe Koschinat konnte nur zustimmen: „Wir haben eine wirklich sehr gute erste Hälfte gespielt. Doch es steht nur 1:0. Der gegnerische Trainer hat nun die Chance, an ein paar Stellschrauben zu drehen.“

Mit Wiederbeginn und der Hereinnahme zunächst von Jules Reimerink traten die Sportfreunde vor knapp 1800 Zuschauern im Kölner Südstadion auch konsequenter auf. Auf einmal lief es besser. „Die Mannschaft hat wieder eine Reaktion gezeigt“, freute sich Drube. Die Sportfreunde zeigten deutlich eine andere Körpersprache. Noch schwungvoller wurde es, als auch Jaroslaw Lindner ins Spiel kam.

Vorher verpassten aber die Fortunen noch das möglich 2:0 durch Moritz Ernst, Lindner (73.) holte dann den entscheidenden Freistoß heraus. Jonas Hofmann schnappte sich den Ball, den der eigentliche Freistoßspezialist Maximilian Oesterhelweg war nicht auf dem Feld. „Ja, der war schon so geplant“, lachte Hofmann nach dem 1:1-Ausgleich. Fast hätten Lindner und Kapitän Adam Straith, der erstmals nach seiner Verletzung wieder in der Startelf gestanden hatte, sogar Chancen zur Führung auf dem Fuß. Am Ende hatte aber Lotte auch Glück, dass Eberwein kurz vorm Schlusspfiff am Pfosten scheiterte.

Der Punktgewinn war nicht unverdient, wurde aber auch teuer erkämpft. Marcus Piossek schied verletzt aus. „Das ist wohl eine muskuläre Sache“, so Drube. und Linder ging am Ende mit einem dicken Knie vom Feld. Doch das war wohl nur ein Pferdekuss. Bereits am Freitag hatte sich Neuzugang Lars Dietz im Training verletzt. Ein MRT soll am Montag die endgültige Diagnose ergeben. Piossek und Dietz fallen aber wohl definitiv für die Spiele am Dienstag gegen Jena (19 Uhr Frimo-Stadion) und am Samstag in Kaiserslautern aus.

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