Fußball: 3. Liga
1:2 in Kaiserslautern: SF Lotte kassiert erste Niederlage unter neuem Trainer-Duo

Lotte -

Auch für die Sportfreunde Lotte und dem neuen Trainer-Duo Nils Drube und Sven Hozjak wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Nach vier Spielen ohne Niederlage hat es den Club vom Autobahnkreuz am Samstag wieder erwischt. Mit 1:2 (0:1) musste sich Lotte beim 1. FC Kaiserslautern geschlagen geben.

Samstag, 29.09.2018, 00:00 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 29.09.2018, 00:00 Uhr
Für Michael Schulze (links) und die Sportfreunde Lotte gab es am Samstag ins Kaiserslautern nichts zu holen. Sie verloren mit 1:2.
Für Michael Schulze (links) und die Sportfreunde Lotte gab es am Samstag ins Kaiserslautern nichts zu holen. Sie verloren mit 1:2. Foto: Mrugalla

Auch für die Sportfreunde Lotte und dem neuen Trainer-Duo Nils Drube und Sven Hozjak wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Nach vier Spielen ohne Niederlage hat es den Club vom Autobahnkreuz am Samstag wieder erwischt. Mit 1:2 (0:1) musste sich Lotte beim 1. FC Kaiserslautern geschlagen geben. Das Ergebnis ist absolut gerecht, weil die Sportfreunde sich lange Zeit nicht wirklich am Spiel beteiligten und viel zu spät aufwachten.

Erst in der Nachspielzeit verkürzte der eingewechselte Jeron Al-Hazaimeh , nachdem zuvor Fechner und Zuck das 2:0 vorgelegt hatten. Erst in der 90. Minute verzeichneten die Gäste durch einen Pfostentreffer nach Kopfball von Matthias Rahn die erste nennenswerte Torchance. Davor war offensiv von den Sportfreunden so gut wie nichts zu sehen.

„Wenn man sich unsere Spiele gegen Fortuna Köln und auch gegen Jena noch mal vor Augen hält, weiß man, dass die Mannschaft viel investiert hat und absolut ans Limit gegangen ist. Da hat heute einfach die Frische gefehlt“, erklärte Lottes Trainer Nils Drube. Der war erst am Samstagmittag im Mannschaftshotel angekommen. Er war in der Nacht zuvor Vater von Tochter Leni geworden und am Samstagmorgen im Privat-Pkw nachgereist. Klar, dass Drube ob des Ergebnisses enttäuscht war. Lautern-Coach Michael Frontzeck hingegen war voll und ganz zufrieden: „Das, was die Mannschaft heute gegen den Ball gespielt hat, war top. Wir haben in den letzten Wochen viele Tore gemacht, da ist es ein kleiner Wermutstropfen, dass wir es nicht früher klar gemacht haben. Aber trotzdem bin ich mit der Leistung mehr als zufrieden. Vor zehn Tagen haben wir noch über ganz andere Dinge gesprochen. So schnell geht im Fußball. Die Mannschaft hat in einer schwierigen Situation sehr gut reagiert.“

Drube nahm gegenüber dem 2:0 gegen Jena am Dienstag nur eine Änderung vor: Jaroslaw Lindner beam im Mittelfeld den Vorzug vor Paterson Chato. FCK-Coach Michael Frontzeck setzte auf Konstanz: Es lief exakt die Elf auf, die auch in Braunschweig in über 70 Minuten die Grundlage zum Sieg legte.

Trotz der Niederlage ließ sich die Mannschaft gemeinsam mit den Fans ablichten, die erstmals in der Vereinsgeschichte mit einem Sonderzug angereist waren.

Trotz der Niederlage ließ sich die Mannschaft gemeinsam mit den Fans ablichten, die erstmals in der Vereinsgeschichte mit einem Sonderzug angereist waren. Foto: Mrugalla

Ob es doch am Respekt vor dem Namen und der Kulisse lag, sei dahingestellt, in jedem Fall bekamen die Sportfreunde nicht viel auf die Kette. Gefährliche Aktionen gab es im ersten Durchgang nicht eine. Da waren die Hausherren erheblich präsenter, ohne sich allerdings wirklich zwingende Torchancen herauszuspielen. So entwickelte sich viel Leerlauf, für die Zuschauer ein wenig ansehnliches Spiel. Zudem gab es zahlreiche Verletzungsunterbrechungen. Die führten auch dazu, dass im ersten Durchgang drei Minuten nachgespielt wurden -- zum Leidwesen der Sportfreunde. Denn aus dem Nichts lag das Leder plötzlich im eigenen Kasten. Nach einem Pass von Hendrik Zuck in den Strafraum ließ die SFL-Abwehr Gino Fechner zu viel Platz, der sich mit dem 1:0 für die Hausherren bedankte. Unverdient war die Führung der Pfälzer nicht, weil sie insgesamt mehr für das Spiel taten. Von Lotte kam so gut wie nichts in der Offensive.

Nils Drube reagierte und wechselte in der Pause zwei Mal. Für Gerrit Wegkamp und den verletzten Alexander Langlitz kamen Jeron Al-Hazaimeh und Dennis Rosin, der damit seinen Einstand in Lotte gab. Kurz vor dem Seitenwechsel war bereits Paterson Chato für den angeschlagenen Jaroslaw Lindner gekommen, so dass das Wechselkontingent damit erschöpft war. Jules Reimerink rückte in die Spitze Rosin und Al-Hazaimeh gingen ins Mittelfeld. Dafür rückte Michael Schulze zurück auf die rechte Außenverteidiger-Position.

Die Wechsel blieben zunächst jedoch ohne Erfolg, da Lautern weiter Druck machte. So musste Keeper Steve Kroll in der 50. Minute gegen Christian Kühlwetter sein ganzes Können aufbieten um das 0:2 zu verhindern. Das fiel dann in der 64. Minute. Ein Traumtor war es zudem. Mit der Hacke legten sich Timmy Thiele und Theodor Bergmann den Ball jeweils vor, ehe Hendrik Zuck zum 2:0 traf. Die Sportfreunde mussten ein größeres Risiko gehen. Dadurch ergaben sich mehr Räume für die Roten Teufel, die sie zu nutzen wussten. Nach dem 0:2 schalteten sie jedoch einen Gang zurück, ohne dass Lotte daraus Kapital schlagen konnte.

Erst in der 90. Minute machten die Gäste auf sich aufmerksam. Per Kopf traf Rahn jedoch nur den Pfosten. Als in der dritten Minute der Nachspielzeit Chato erneut den Pfosten traf, und Al-Hazaimeh zum 2:1 abstaubte, keimte Hoffnung auf. Doch es war zu spät. Es blieb beim 1:2 und damit der ersten Niederlage im fünften Spiel unter Nils Drube und Sven Hozjak.

Trotz der Niederlage bedankte sich die Mannschaft nach Abpfiff bei den mitgereisten Fans und stellte sich zu einem gemeinsamen Gruppenfoto vor der Gäste-Kurve auf. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte waren die Sportfreunde-Anhänger in einem Sonderzug zum Auswärtsspiel angereist. Gut 300 Fans hatten sich auf den Weg gemacht.

1. FC Kaiserslautern : Hesl - Schad, Gottwalt, Kraus, Sternberg - Löhmannsröben, Fechner - Zuck, Bergmann (85. Hainault), Kühlwetter (72. Hemlein ) - Thiele (79. Huth).

SF Lotte: Kroll - Langlitz (46. Rosin), Rahn, Straith, Neidhart - Schulze, Hofmann - Lindner (41. Chato), Oesterhelweg, Reimerink - Wegkamp (46. Al-Hazaimeh).

Tore: 1:0 Fechner (45.+2), 2:0 Zuck (64.), 2:1 Al-Hamaizeh (90.+3). - Schiedsrichter: Patrick Alt (33, Heusweiler). - Gelbe Karten: - Al-Hazaimeh, Neidhart. - Zuschauer: 19.516 Zuschauer (davon gut 300 aus Lotte).

Nächstes SFL-Spiel: Samstag, 6. Oktober (14 Uhr, Eintracht-Stadion) bei Eintracht Braunschweig

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