Fußball: Bezirksliga
Forscher Auftritt des VfL Wolbeck gegen den SC Altenrheine macht Mut

Münster -

Der VfL Wolbeck hat dem SC Altenrheine mächtig Paroli geboten und stand gegen das Spitzenteam sogar dicht vor einem Erfolg. Am Ende trennten sich beide Teams 1:1. Trainer Alois Fetsch war mit dem Auftritt der Gastgeber sehr zufrieden.

Sonntag, 30.09.2018, 20:10 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 30.09.2018, 20:10 Uhr
Die beiden Torschützen im direkten Duell: Wolbecks Robin Westhues (links) und Altenrheines Janis Schneider.
Die beiden Torschützen im direkten Duell: Wolbecks Robin Westhues (links) und Altenrheines Janis Schneider. Foto: Peter Leßmann

Es gab Momente in dieser noch jungen Saison, da ging Alois Fetsch mit den Seinen hart ins Gericht. Wortkarg gab er sich, der Coach des Fußball-Bezirksligisten VfL Wolbeck , zog sich erst mal (innerlich) zurück, um über die fehlende Leistungsbereitschaft auf dem Grün zu sinnieren. Alles Geschichte. Inzwischen läuft es wieder rund am Brandhoveweg. Taufrischer Beleg ist das 1:1 am Sonntag gegen den SC Altenrheine , in der vergangenen Spielzeit nur hauchdünn am Aufstieg vorbeigeschrappt. „Ja, ich bin sehr zufrieden mit dem Auftritt. Wir haben die Räume eng gemacht und Druck auf den Ball ausgeübt. Das konnte sich sehen lassen“, lobte Fetsch seine Jungs und suchte jeden Einzelnen nach der Partie auf, um schlicht „Danke“ zu sagen für so viel Gegenwehr gegen die ambitionierten Gäste.

Dabei musste der Coach nach 26 Minuten eine Systemumstellung vornehmen. Nach der Verletzung von Nico Frerichs (muskuläre Probleme) – für ihn kam Luca Rehberg – ging es aus dem 4-4-2 fast nahtlos über in ein 4-2-3-1, in dem Niklas Thewes in vorderster Front auf Bälle wartete. Wolbeck hatte deutlich mehr Spielanteile im ersten Abschnitt. Und Chancen. Aber Frerichs vor seinem Aus (17.), der eingewechselte Luca Rehberg (26.) und Jan Schroer (38.) verpassten die Führung. Fast hätte sich das gerächt, als der SCA in Minute 41 gleich zwei Mal in Person von Kevin Vollrath und Chris Naberbäumer gefährlich vor dem Wolbecker Kasten aufschlug – Tormann Damian Hallas erwies sich als Meister seines Faches.

Nach der Pause übernahm der VfL frecherweise die volle Kontrolle. Thewes aus 18 Metern scheiterte knapp. Auch Schroer kam nach 58 Minuten bei einer Thewes-Hereingabe zu spät. Mit der Einwechslung von Miles Geske verpasste Fetsch der linken Seite nochmals eine Frischzellenkur. Als Altenrheines Chris Naberbäumer in der 70. Minute Robin Westhues fällte, gab es 18 Meter vor dem Gästegehäuse einen indirekten Freistoß für die Platzherren. Der Gefoulte trat selbst an und demonstrierte seine Gefährlichkeit bei Standards. Westhues’ Ding mit dem rechten Schlappen schlug unten links aus Sicht des Schützen ein – 1:0 (71.). 20 Minuten noch, die verdammt lang werden sollten.

Und dann das: VfL-Kapitän Florian Quabeck flog in der 80. Minute das Leder im Strafraum unglücklich an die Hand. Schiedsrichter Hüseyin Sahin (Hamm) zeigte sofort auf den Punkt. Jannis Schneider ließ sich das Geschenk nicht entgehen (79.). Bange Minuten musste Wolbeck in der Schlussphase überstehen, ehe Geske in der 87. Minute aus zwölf Metern doch noch den Siegtreffer auf dem Puschen hatte. Wäre vielleicht zu viel des Guten gewesen. VfL: Hallas – N. Rehberg, Quabeck, Bodin, J. Schroer – Klemke (75. Seidel), Bensmann – Frerichs (26. L. Rehberg), Westhues, Vielmeyer (66. Geske) – Thewes

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