Fußball: NFV-Niedersachsenpokal
VfL Osnabrück am Mittwoch beim BSV Rehden gefordert

Osnabrück -

Am Mittwoch (15 Uhr, Waldsportstätten Rehden) bestreitet der VfL Osnabrück das Viertelfinale des Niedersachsenpokals beim Regionalligisten BSV Schwarz-Weiß Rehden. Cheftrainer Daniel Thioune ist nach dem 0:0 in Zeiss Jena froh, dass das lila-weiße Lazarett keine weiteren Neuzugänge zu verzeichnen hat.

Dienstag, 02.10.2018, 15:50 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 02.10.2018, 00:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 02.10.2018, 15:50 Uhr
Michael Hohnstedt (links) und Addy Menga spielten einst gemeinsam für den VfL und fühlen sich immer noch als Osnabrücker. Am Mittwoch treffen sie im NFV-Pokal mit ihrem neuen Club BSV SW Rehden auf ihren Ex-Club.
Michael Hohnstedt (links) und Addy Menga spielten einst gemeinsam für den VfL und fühlen sich immer noch als Osnabrücker. Am Mittwoch treffen sie im NFV-Pokal mit ihrem neuen Club BSV SW Rehden auf ihren Ex-Club. Foto: Mrugalla

Nach Jena ist vor Rehden. Also: Von Thüringen hinüber in den Landkreis Diepholz, wo der VfL Osnabrück am Mittwoch (15 Uhr, Waldsportstätten Rehden) im Viertelfinale des Niedersachsenpokals beim Regionalligisten BSV Schwarz-Weiß Rehden antreten muss. Cheftrainer Daniel Thioune ist nach dem 0:0 in Zeiss Jena froh, dass das lila-weiße Lazarett keine weiteren Neuzugänge zu verzeichnen hat.

Möglicherweise könne er am Mittwoch für das Pokalspiel wieder auf einen Rückkehrer zurückgreifen. „Anas Ouahim hat am Vormittag wieder trainiert.“ Der 21-Jährige habe immer noch mit den Folgen eines grippalen Infekts zu kämpfen, „aber es geht ihm schon wieder besser“.

Dagegen sei für Maurice Trapp (ebenfalls Grippe) ein Einsatz in Rehden noch ausgeschlossen. Er könne frühestens am Donnerstag wieder ins Training einsteigen, so Thioune.

Beim Blick auf das Pokalspiel nimmt Thioune das Wort „Pflichtsieg“ nicht in den Mund. „Das ist völliger Quatsch. Wir müssen uns dazu doch nur einige Spiele der ersten DFB-Pokalrunde anschauen. Für mich gibt es keine Pflichtsiege.“ Rehden verfüge über einige erfahrene Spieler – wie zum Beispiel die Ex-Osnabrücker Michael Hohnstedt, Addy-Waku Menga oder Francky Sembolo. Thioune: „Wir wissen, wie wichtig das Spiel ist. Und man kann erwarten, dass wir die Runde überstehen.“

Wenn seine Mannschaft das Pokalspiel wie zuletzt in der 3. Liga angehe, dann sollte auch ein Weiterkommen möglich sein. Aber niemand solle ihm etwas von einem Pflichtsieg erzählen. Welche Spieler er letztlich für Rehden nominiere, entscheide sich nach dem Training am Dienstagnachmittag. „Klar ist, dass absprachegemäß Philipp Kühn das Tor hüten wird.“

In Rehden fiebern in diesen Tagen alle dem 3. Oktober entgegen. „Für uns ist es das Spiel des Jahres“, stellt der BSV-Vorsitzende Friedrich Schilling fest. „Wir hoffen, dass rund 1000 Zuschauer kommen, dann wären wir schon zufrieden.“ Da der Saisonstart in der Regionalliga Nord nicht so optimal verlaufen sei (aktuell Platz 16), könnte das Rehdener Publikum vielleicht mit einer Pokalsensation versöhnt werden. „Wir haben eine Außenseiterchance – und die wollen wir nutzen.“

Ähnlich sehen es auch zwei der Ex-Osnabrücker im Team: „Kampfschwein“ Hohnstedt, mittlerweile Kapitän in Rehden, gibt offen zu, „dass immer noch zwei Herzen in meiner Brust schlagen – eines für den VfL und eines für meinen neuen Verein BSV“. Er könne nach wie vor mit ruhigem Gewissen feststellen, dass er seine schönste Zeit als Fußballer im Trikot des VfL erlebt habe.

„Für mich ist es ebenfalls eine besondere Partie“, beschreibt Menga seine Vorfreude. Er fühle sich nach seiner lila-weißen Vergangenheit nach wie vor als „Osnabrücker Junge“.

Aber: Am Mittwochnachmittag wolle er natürlich auch als „Osnabrücker Junge“ alles dafür tun, um gegen den „großen VfL Osnabrück“ zu bestehen.

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