Fußball: Westfalenliga
Drei Tore und ein „Seuchenvogel“ – TuS Hiltrup bezwingt Mesum 2:1

Münster -

Bereits zur Pause stand das Endergebnis fest: Der TuS Hiltrup setzte sich gegen den SV Mesum mit 2:1 (2:1) durch in einer Partie, in der die Mannschaft vom Osttor personell arg gebeutelt gegangen war. Nur gut, dass der Gast aus Mesum einen ganz besonderen Fan dabei hatte.

Sonntag, 07.10.2018, 20:58 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 07.10.2018, 19:14 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 07.10.2018, 20:58 Uhr
Hoch die Beine: Patrick Gockel im Eins-gegen-eins-Duell mit dem ­Mesumer Taeyoung Lee.
Hoch die Beine: Patrick Gockel im Eins-gegen-eins-Duell mit dem ­Mesumer Taeyoung Lee. Foto: Peter Leßmann

Sie waren lautstark, sie waren nicht wenige, aber sie hatten ihren „Seuchenvogel“ dabei. Schon nach vier Minuten durfte der Anhang des SV Mesum bereits jubeln. Philip Grewe war aus rund 30 Metern ein sehenswerter Treffer gelungen, der die Planungen des Gastgebers TuS Hiltrup komplett über den Haufen warf. Denn das Team von Carsten Winkler war mit der klaren Devise in die Partie gegangen, möglichst nicht in Rückstand zu geraten. Schon gar nicht so früh.

„Zu schön, um wahr zu sein“, frohlockte ein besonders enthusiastischer Fan aus Mesum nach dem Führungstreffer, ehe ihn die Bemerkung einer Dame aus dem eigenen Anhang auf den Boden der Tatsachen zurückholte:„Immer, wenn ich mitfahre, verlieren wir.“ Sie sollte Recht behalten.

Nach dem Gegentreffer schüttelten sich die Hiltruper ein wenig, bewahrten aber die Ruhe, ordneten ihr Spiel und drehten dann innerhalb von zwölf Minuten die Partie. Mit einem sehenswerten Schlenzer von der linken Seite ins lange Eck besorgte Michael Fromme nach 31 Minuten den Ausgleich. Und weil es so schön war, ging Christoph Blesz in der 43. Minute auch über links ab, entledigte sich seiner Verfolger, flankte scharf nach innen und fand in Julian Wolf denjenigen, der ins eigene Tor traf.

Dass die Partie zur Pause bereits entschieden war, konnte niemand ahnen. Immerhin hatte Fromme vor seinem Tor und auch im zweiten Abschnitt Möglichkeiten, wurde zudem einmal elfmeterreif gefoult. Aber Tore sollten nicht mehr fallen. Dass die Hiltruper jedoch personell „auf der letzten Rille“ agierten, rief unterschiedliche Reaktionen bei den Altgedienten des TuS hervor. „Der Kader ist groß und gut, da kann man ruhig mal rotieren“, sah Manfred Laukötter nur wenig Probleme hinsichtlich des TuS-Lazaretts. Manfred Bahr hingegen verwies auf die Tatsache, dass da nicht nur ein halbes Dutzend fehle, sondern es sich dabei fast ausschließlich um Stammspieler der ersten Elf handele. „Und die kann man nicht so leicht ersetzen.“

Mussten sie aber, und sie machten das Beste daraus. „Heute zählt für mich nur das Ergebnis“, freute sich Trainer Winkler. Er hatte ohnehin nicht damit rechnen können, dass seine Truppe ein spielerisches Glanzstück liefern würde. „Neben den Verletzten kommt dazu, dass auch einige Gesunde nicht regelmäßig trainieren konnten. Aber ich will nicht klagen.“ Hauptsache gewonnen, und Mesum sollte seine Fans genau aussuchen. TuS Hiltrup: Böcker – Kleine-Wilke (79. Walica), Brüggemann, Finkelmann, Blesz – Lauretta - Wiethölter, Gockel (84. Mersmann), Fromme – Bohnen (88. Bothen), Beyer

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