Fußball: Kreisliga A
Albachten: Lars Zymner trifft immer

Münster -

Da ist den Concorden offenbar ein dicker Fisch ins Netz gegangen. Im Sommer beendete Lars Zymner seine fußballerische Schaffenspause und startete ein Comeback. Mit durchschlagendem Erfolg: Der Mittelstürmer hat großen Anteil am Höhenflug des Spitzenreiters.

Dienstag, 09.10.2018, 12:34 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 08.10.2018, 17:46 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 09.10.2018, 12:34 Uhr
Lars Zymner feiert und wird gefeiert. Albachtens Torjäger erzielte in dieser Saison bereits 15 Treffer. Auch beim 3:0 am Sonntag gegen die Warendorfer Reserve schlug er wieder zu und markierte alle Tore der Concorden.
Lars Zymner feiert und wird gefeiert. Albachtens Torjäger erzielte in dieser Saison bereits 15 Treffer. Auch beim 3:0 am Sonntag gegen die Warendorfer Reserve schlug er wieder zu und markierte alle Tore der Concorden. Foto: Johannes Oetz

Der Saisonstart ist gelungen, fröhlich und gut gelaunt grüßen die Fußballer von Concordia Albachten vom Turm der Kreisliga  A 2. „Wir sind zufrieden und nehmen alles mit, was wir derzeit bekommen können“, sagt Trainer Jens Truckenbrod . Der Ex-Profi bleibt sachlich und mag die Dinge nicht überbewerten: „Die Saison ist noch jung. Aber natürlich wäre es schön, länger ganz oben zu stehen.“

Vor zwei Jahren standen die Concorden sogar nach dem letzten Spieltag oben. Zum Aufstieg reichte die Meisterschaft nicht. In der Relegation wurden sie von Adler Buldern gestoppt. Vergangene Saison kam Albachten nicht über Platz sechs hinaus, diesmal darf es wieder mehr sein – der erfolgreiche Start hat Hoffnungen geweckt.

Die nährt Mittelstürmer Lars Zymner mit Akkordarbeit. 15 Treffer hat der Torjäger bereits erzielt, es ist eine sagenhafte Quote. Wenn er den Schnitt hält, steht er im Mai mit rund 50 „Einschlägen“ da, das bringt mancher Konkurrenz nicht einmal im Kollektiv zusammen. Coach Truckenbrod findet nur lobende Worte für den Dauerknipser. „Lars ist wirklich ein Phänomen. Er lebt für den Fußball, hat eine vorbildliche Einstellung und einen großen Willen. Wir sind sehr froh, dass er im Sommer zu uns gekommen ist.“

Wegen einer hartnäckigen Verletzung und einer beruflichen Fokussierung hatte der 27-Jährige nach Engagements in Gelmer, Hiltrup, bei Saxonia, bei Eintracht und in Gelmer 16 Monate pausiert. Dann kribbelte es dann doch wieder. „Ich bin halt Fußballer durch und durch“, erzählt Zymner, „als mir ein Freund zu Albachten geraten hat, habe ich den Trainer angerufen und gefragt, ob man noch einen Mittelstürmer brauche.“ Vielleicht hat Coach Truckenbrod damals noch gar nicht geahnt, wie viel Abschluss-Qualität er da gerade an der Strippe hatte. Es wurde jedenfalls ein Probetraining vereinbart und sofort danach standen Zymner die Türen offen. „Schon der erste Eindruck war klasse. Super Trainer. Junges und cooles Team, ich war echt begeistert.“ Längst beruht das auf Gegenseitigkeit, in Albachten sind sie sehr froh, einen Neuner dieses Kalibers zu haben.

Und Zymner macht dann auch kein Geheimnis aus seinen Wünschen. „Eine Meisterfeier wäre klasse. Ich hätte ziemlich großen Bock, mit diesen Jungs hoch in die Bezirksliga zu gehen.“ Wenn er weiter so präzise trifft, wird den Concorden vermutlich niemand folgen können. Doch auch Zymner kennt natürlich die Gesetze des Sports und dessen Unwägbarkeiten. „Im Fußball kann alles Mögliche passieren. Wir werden den Ball schön flach halten.“

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