Fußball: Bezirksliga
Gefühlte Niederlage des VfL Wolbeck bringt Trainer Alois Fetsch in Rage

Münster -

Der VfL Wolbeck ist ein großzügiger Gastgeber. Auch beim 1:1-Remis gegen den TuS Recke überließ er den Gästen Zählbares. Beim nun schon vierten Unentschieden lief eben einiges nicht nach Plan.

Sonntag, 14.10.2018, 21:02 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 14.10.2018, 16:12 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 14.10.2018, 21:02 Uhr
Wolbeck und Recke teilten nicht nur ihr Outfit, sondern nach 90 Minuten auch die Punkte. Hier wird Wolbecks Jonas Bodin (r.) von Reckes Dennish Sriskandarajah verfolgt.
Wolbeck und Recke teilten nicht nur ihr Outfit, sondern nach 90 Minuten auch die Punkte. Hier wird Wolbecks Jonas Bodin (r.) von Reckes Dennish Sriskandarajah verfolgt. Foto: Andreas Teipel/Heimspiel

Die Wolbecker Remis-Serie geht weiter: Gegen den TuS Recke kam der VfL trotz spielerischen Übergewichts nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus – zum vierten Mal in Folge Punkteteilung.

Die Gastgeber zwangen den TuS früh in den Verteidigungsmodus. VfL-Trainer Alois Fetsch betonte überspitzt: „In der ersten Halbzeit hat nur eine Mannschaft gespielt.“ Nur beispielhaft zu nennen sind da Situationen wie Nico Rehbergs Kopfball auf die Latte nach einer Ecke (13.) oder Daniel Seidels Schuss in die Hände des Torhüters aus fünf Metern Distanz (30.). Fetsch zeigte sich unzufrieden: „Wir hatten sieben dicke Torchancen. Dann ist es richtig ärgerlich, dass wir uns nicht belohnen.“ Hinzu kamen einige schöne Offensivkombinationen, bei denen es am letzten Pass haperte. Auf Recker Seite versprühte einzig Tim Hatkes Distanzschuss (20.) Torgefahr.

Eine Minute nach dem Wiederanpfiff bekam Seidel nach einem Konter den Ball durchgesteckt und schob ihn unten rechts zur verdienten Führung ein. Die Gäste – nun offenbar wachgerüttelt – steigerten ihre Offensivbemühungen. VfL-Torhüter Damian Hallas stand jedoch zum Beispiel bei einem Nachschuss von Simon Kock (48.) zur Stelle. Wolbeck schaltete offensiv jetzt einen Gang zurück. Derweil taten sich in der Abwehr Lücken auf und Recke bekam nun mehr Spielanteile als zuvor. Als Dominik Pieper per Freistoß die Kugel aus 25 Metern in den Winkel zirkelte (68.) blieb auch Hallas machtlos.

„Wenn wir den Ball hatten, war der zu schnell weg“

Fetsch kritisierte später: „Wenn wir den Ball hatten, war der zu schnell weg.“ Wirklich in Gefahr war der Punkt aus Wolbecker Sicht aber allenfalls bei den Standards der schwachen Recker. Vor allem die Gäste agierten zunehmend unsportlich und viele Unterbrechungen störten den Spielfluss.

Alois Fetsch ärgerte sich derweil über die immer noch vorhandenen ungenutzten Chancen auf die Führung: „Wir haben mehrmals die falschen Entscheidungen getroffen.“ Dementsprechend zeigte er sich „sehr enttäuscht, dass das wieder nur ein Unentschieden war.“

VfL: Hallas – Nico Rehberg, Bodin, Quabeck, Frerichs – Höppner, Bensmann (45. Bothen) – Luca Rehberg (86. Klemke), Thewes (55. Geske), Westhues – Seidel.

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