Fußball: 3. Liga
2:1 in letzter Minute: Alvarez lässt den VfL Osnabrück jubeln

Osnabrück -

Dann brach der Jubel los, und es gab kein Halten mehr. In allerletzter Minute verwandelte Marcos Alvarez einen Handelfmeter, und es hieß 2:1 für den VfL Osnabrück. Abpfiff. Damit haben die Lila-Weißen die Tabellenführung weiter ausgebaut.

Dienstag, 06.11.2018, 14:38 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 05.11.2018, 00:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 06.11.2018, 14:38 Uhr
Tim Danneberg traf zum 1:1. Er spielte für den verletzten Ulrich Taffertshofer und behauptet sich hier gegen Manuel Konrad. Im Hintergrund lauern Marc Heider und Kevin Großkreutz.
Tim Danneberg traf zum 1:1. Er spielte für den verletzten Ulrich Taffertshofer und behauptet sich hier gegen Manuel Konrad. Im Hintergrund lauern Marc Heider und Kevin Großkreutz. Foto: Mareike Stratmann

Der VfL Osnabrück hat die Tabellenführung in der 3. Liga ausgebaut. Durch einen verwandelten Handelfmeter von Marcos Avlarez in der dritten Minute der Nachspielzeit feierten die Lila-Weißen am Montagabend einen 2:1-Sieg gegen den KFC Uerdingen und versetzten die eigenen Fans in Ekstase. Für die gab es kein Halten mehr. Der Sieg war vollauf verdient, da die Hausherren insgesamt mehr vom Spiel und die größeren Chancen hatten gegen eine Uerdinger Elf, die durch einige Nickeligkeiten auffiel und eine gelb-rote Karte gegen Beister hinnehmen mussten (65.). Zuvor hatte Tim Danneberg das 0:1 von Christopher Schorch mit einem Traumtor ausgeglichen.

„Das ist einfach fantastisch, was die Mannschaft alles abruft“, mente ein freudestrahlender Marc Heider. „Wir haben bis zuletzt an uns geglaubt, haben nie aufgegeben. Der reine Wahnsinn.“

Alexander Dercho musste sein Comeback doch verschieben und stand auch nicht im Kader. Für ihn spielte Felix Agu links in der Viererkette und erhielt nach fast tadelloser Leistung ein Sonderlob des Trainers. Ansonsten schickte Daniel Thioune die erwartete Startelf ins Rennen.

Die Ultras setzten den angekündigten Stimmungsboykott gegen Montagsspiele um und hielt sich mit dem Support im ersten Durchgang zurück. Stattdessen waren fast unentwegt Trillerpfeifen sowohl von VfL- wie auch von Uerdinger Seite zu hören, die auch gegen den DFB gerichtet waren. Dass nicht alle mit dem Stimmungsboykott einverstanden waren, wurde deutlich, als bei einer KFC-Ecke aus dem VfL-Fanblock Tennisbälle auf das Spielfeld flogen. Nun rief ein Großteil der Zuschauer „Ultras raus“.

Fußball gespielt wurde aber auch. Und da verzeichnete der VfL die erste dicke Chance. Mit einem Freistoß fast von der Strafraumgrenze scheiterte Marcos Alvarez jedoch am glänzend klärenden Gäste-Keeper Rene Vollath (13.). Der KFC hielt die Partie zwar offen und spielte schnell nach vorne, wirkliche Chancen verzeichneten die Gäste aber nicht. Da wirkten die Hausherren gefährlicher, allerdings ohne Glück im Abschluss. So wie Marc Heider, der mit einem Kopfball nach einer Ecke an Vollath scheiterte. Das 0:0 zur Pause war vertretbar.

Mit dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit legten auch die Ultras ihre Zurückhaltung ab und unterstützten ihre Mannschaft (endlich) lautstark. Die begannen gleich offensiv, der Schuss aber ging nach hinten los, denn plötzlich hieß es 0:1. Aus dem Mittelfeld flankte Kevoin Großkreutz genau auf den Kopf von Christopher Schorch, der Nils Körber keine Chance ließ.

Davon zeigte sich der VfL aber nicht beeindruckt. Im Gegenteil. Nur acht Minuten später schlug Alvarez einen Freistoß halbhoch in den Strafraum. Den nahm Tim Danneberg direkt und erzielte per Traumtor das 1:1.

Als dann auch noch Maximilian Beister, der erst in der 55. Minute verwarnt worden war, nach einem weiteren Foul gegen Alvarez Gelb-Rot sah, übernahm der VfL vollends die Kontrolle. Und wäre um ein Haar in der 73. Minute in Führung gegangen. Mit einem Distanzschuss traf Bashkim Renneke jedoch nur den Pfosten. Der VfL drängte in der Schlussphase auf den Siegtreffer und wurde belohnt. Nach einem klaren Handspiel von Maroh verwandelte Alvarez den Elfer sicher.

Trainerstimmen

Stefan Krämer (KFC Uerdingen): „Bis zur gelb-roten Karete war es ein ausgeglichenes,, sehr intensives Kampfspiel. Wir haben weit weg von unserem Tor verteidigt. Bis dahin war es sehr zufrieden. nach dem Feldverweis hat die Mannschaft leidenschaftlich verteidigt. Bis zum Elfmeter. So ist Fußball, und wir stehen mit leeren Händen da.

Daniel Thioune (VfL Osnabrück): „Wir sind hoch gepresst worden, da hatten wir junsere Probleme. die erste Haslbzeit plätscherte so dahin.In der Halbzeit haben wir einige Dinge verändert und mit Lukas Pfeiffer einen großen Offensiv man gebracht,um auch mal erste Bälle zu bekommen. Ein Kompliment muss ich der Mannschaft machen, dass sie nach dem Rückstand überhaupt nicht aufgesteckt hat. Dann gelingt uns der Lucky-Punch. mentalität und Einstellung stimmten.

VfL Osnabrück: Körber - Renneke, Susac, Trapp, Agu (88. Tigges) – Blacha, Danneberg – Heider, Ouahim (72. Amenyido), Farrona Pulido (56. Pfeiffer) – Alvarez.

KFC Uerdingen: Vollath – Großkreutz, Maroh, Schorch, Dorda – Öztütk, Konrad – Beister, Ibrahimaj (74. Holldack), Kefkir (77. Chessa) – Aigner (85. Krempicki).

Tore: 0:1 Schorch(55.), 1:1 Danneberg (63), 2:1 Alvarez (90.+2, HE). - Schiedsrichter : Daniel Schlager (29, Niederbühl). - Gelbe Karten : Alvarez - Öztürk, Ibrahimaj, Schorch, Aigner, Chessa, Maroh. - Gelb-Rot: Beister (65., wiederholtes Foulspiel). - Zuschauer : 11 742.

Nächstes VfL-Spiel: Samstag, 10. November, 14 Uhr Ostalb-Arena beim VfR Aalen.

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