Fußball: 3. Liga
SF Lotte kehrt mit einer Portion Wut zurück

Lotte -

Mit zwiespältigen Gefühlen blickte Nils Drube, Trainer der Sportfreunde Lote, nach der Rückkehr auf das Geschehen im Stadion der Freundschaft in Cottbus zurück. „Eine gehörige Portion Wut ist schon dabei, denn wir hätten uns für ein richtig gutes Auswärtsspiel belohnen müssen“, meinte der SFL-Coach mit einem Tag Abstand.

Sonntag, 11.11.2018, 20:00 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 11.11.2018, 19:57 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 11.11.2018, 20:00 Uhr
Gerrit Wegkamp (links), hier im Kopfballduell mit Cottbus-Kapitän Tim Kruse, brachte Lotte nach der Pause mit 2:0 in Führung. Am Ende reichte es aber nur zu einem 2:2,
Gerrit Wegkamp (links), hier im Kopfballduell mit Cottbus-Kapitän Tim Kruse, brachte Lotte nach der Pause mit 2:0 in Führung. Am Ende reichte es aber nur zu einem 2:2, Foto: Mrugalla

„Und das macht man nicht so einfach mal in Cottbus. Wir waren klar besser.“ Mit dem 2:2 nach 2:0-Führung haben die Sportfreunde zwei wichtige Punkte in der Lausitz liegen gelassen. Die können in der Endabrechnung vielleicht noch einmal sehr schmerzen.

Drube musste in Cottbus auf Nico Neidhart (Sperre nach fünfter gelber Karte) und den erkrankten Jaroslaw Lindner verzichten. Neidharts Position als Außenverteidiger übernahm Jeron Al-Hazaimeh, der so wieder einmal in der Startelf stand. Für Lindner bekam Sinan Karweina eine Chance. In die Abwehrkette kehrte Matthias Rahn nach abgesessener Gelbsperre zurück. Lars Dietz, der ihn gegen Aalen sehr gut vertreten hatte, spielte zusammen mit Chato auf der Doppelsechs. Dafür saß Michael Schulze zunächst auf der Bank.

Lotte war nach kurzer Anlaufphase sofort gut drin im Spiel. Gerrit Wegkamp bot sich nach acht die erste Einschusschance, aber sein Schuss war nur eine harmlose Rückgabe auf FCE-Keeper Spahic. Auch in Minute 16 und 32 verpasste Wegkamp noch die mögliche Führung. Als alles schon nach einem torlosen 0:0 zur Pause aussah. holte Karweina, von Holthaus zu Fall gebracht, einen Elfmeter heraus. Oesterhelweg trat an und es stand 1:0 für die Blau-Weißen. „Den muss man auch erst mal vor den Cottbuser Tribüne machen“. lobte Drube seinen Stürmer.

Nach Wiederbeginn ließ zunächst Karweina (56.) eine gute Chance verstreichen. Dann aber war Wegkamp da, der in der 60. Minute nach herrlichem Konter über Al-Hazeimeh zum 2:0 einschob. Lotte schien die Partie nun fest in der Hand zu haben. Aber nur vier Minuten nach dem 2:0 gelang den Hausherren der schnelle Anschluss. Marcelo Freitas staubte nach einem Kruse-Kopfball und zu kurzer Abwehr durch Chato zum 1:2 ab (64.). „Es ist klar, dass so etwas passieren kann, wenn die auf ihre Kurve spielen“, sah Drube da noch alle Chancen bei den Sportfreunden.

Oesterhelweg hätte zum Matchwinner werden können. In der 80. Minute rannte Weidlich Wegkamp im Sechzehner um und Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus zeigte erneut auf den Punkt. Diesmal aber flog Spahic in die richtige Ecke und parierte den zu unplatziert geschossenen Ball von Oesterhelweg. „Geht der rein, dann ist das Spiel gelaufen“, so Drube. Stattdessen kassierten die Sportfreunde kurz vor Schluss (88.) noch den 2:2-Ausgleich. Mamba brachte den Ball von links auf Kruse, der legte etwas glücklich auf Geisler vor, der die Kugel in den linken Winkel jagte..

So groß am Ende der Ärger auch über den verpassten Sieg war, so sehr freute sich Drube auch über den Auftritt seine Mannschaft. „Wie die Mannschaft mit zum Teil 21-Jährigen da auftritt. das macht mich schon stolz. Aber das Ergebnis zeigt auch noch eine gewisse Unerfahrenheit“, So sei das 2:2 am Ende vielleicht auch ein Lerneffekt gewesen. Aber irgendwie sei es schon verrückt, so Drube, denn bei einem Sieg wären die Sportfreunde Tabellenneunter statt jetzt 15. gewesen. Drube sieht seine Elf aber weiterhin auf einem guten Weg.

Nach der Länderspielpause geht es am Freitag, 23. November, weiter. Dann dürfen sich die Sportfreunde auf Hansa Rostock (19 Uhr Frimo-Stadion) freuen. Fehlen wird dann Michael Schulze, Er sah in Cottbus die fünfte gelbe Karte.

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