Fußball | Bezirksliga 11: Vorwärts Epe - TSG Dülmen
Schunkelstimmung am 11.11.

Epe -

Keine Frage: Epe ist kein Epizentrum des Karnevals wie Köln oder Düsseldorf. Doch am 11.11., pünktlich zum Beginn der fünften Jahreszeit, sorgte die Bezirksliga-Partie zwischen Vorwärts Epe und der TSG Dülmen für närrische Schunkel-Stimmung am Wolbertshof. Für die Gäste wurden die Eperaner allerdings zum Spaßverderber.

Sonntag, 11.11.2018, 20:32 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 11.11.2018, 20:24 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 11.11.2018, 20:32 Uhr
Sein Treffer war der Dosenöffner: Florian Albers (2.v.l.) auf dem Weg zum 1:0 für Vorwärts Epe. Am Ende feierten die Gastgeber einen klaren 4:1-Erfolg.
Sein Treffer war der Dosenöffner: Florian Albers (2.v.l.) auf dem Weg zum 1:0 für Vorwärts Epe. Am Ende feierten die Gastgeber einen klaren 4:1-Erfolg. Foto: Angelika Hoof

Bei trübem Wetter hatte die Partie beim 4:1 (1:0)-Sieg der Gastgeber – nüchtern betrachtet – nur zu Beginn die Geschwindigkeit eines Rosenmontagszugs, der sich immer wieder stockend seinen Weg durchs Zuschauerspalier bahnt. Schnell nahm sie Tempo auf und bot sehenswerte Szenen auf beiden Seiten. Der erste Tusch bahnte sich nach 25 Minuten an, doch zunächst verpasste Umut Berke nach schöner Vorlage von Carneiro die Pointe, ehe ein TSG-Verteidiger sich dem Nachschuss von Saffet Semer auf der Torlinie ganz humorlos entgegenstellte.

Florian Albers trifft zum 1:0

Auf der anderen Seite musste die Vorwärts-Abwehr binnen drei Minuten zweimal in höchster Not zur Ecke klären (33./36.). Dass es schließlich doch noch vor der Pause ein närrisches Torjubel-Treiben auf dem Platz gab, dafür sorgte ein Sahne-50-Meter-Pass von Marcel Deelen. Florian Albers schlüpfte prompt ins Kostüm des Torjägers, erlief den Ball und vollendete zum 1:0 (39.).

Vom sicheren Sieg war Vorwärts aber noch wo weit entfernt wie Altweiberfastnacht von Aschermittwoch. Denn die Dülmener waren nicht willens, die Punkte wie Kamelle wegzuwerfen. Sie agierten nun wesentlich energischer und hatten mehrere gute Chancen durch Fabian Schulte Althoff und Christian Korte, bei denen entweder die Präzision fehlte oder Vorwärts-Keeper da Silva beziehungsweise das Aluminium retteten.

Umut Berke erhöht auf 2:0

Dass bei den Gästen endgültig Katerstimmung aufkam, dafür sorgte die Konterstärke der Eperaner. Nach jeder Balleroberung in der eigenen Hälfte hieß es: Der Zoch kütt! Bei einem der Hochgeschwindigkeitsantritte von Umut Berke verdiente sich TSG-Keeper Markus Sylla die Narrenkappe, als er einen 16-Meter-Schuss der Marke „sichere Beute“ erst durch die Hände und dann zum 2:0 durch die Beine flutschen ließ (56.). Richtig jeck wurden die Eper Fans, als Berke nach einem Ballverlust der Dülmener das Bein locker wie ein Tanzmariechen schwang und zum 3:0 traf (77.).

Schlusspunkt durch Jaan Büning

Für den Anschlusstreffer zum 3:1 (90.) dürften die Dülmener Christian Korte dann auch keinen Orden mehr verliehen haben – zumal Jaan Büning mit dem 4:1 in der Nachspielzeit das Eper Torschützen-Dreigestirn komplettierte. Bleibt zu hoffen, dass nach dem erfolgreichen Start in die fünfte Jahreszeit in den kommenden Wochen weitere Vorwärts-Partys folgen.

Trainer-Stimme

„Der Sieg gegen eines der Top-Teams der Liga war vielleicht zu hoch, aber unter dem Strich verdient. Ein riesen Kompliment an meine Truppe, die hier personell auf der letzten Rille gefahren ist. Bitter, dass mit Luca Laufer, Marcel Terhaar und Umut Berke drei Spieler verletzt ausgefallen sind.“

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