Fußball: Landesliga
Westfalia besteht gegen Altenberge Reifeprüfung

Münster -

Zu Beginn der Spielzeit sahen die Verhältnisse noch anders aus. Da verlor Neuling Westfalia Kinderhaus beim TuS Altenberge mit 0:4. Jetzt drehten die Münsteraner den Spieß um und zeigten beim 2:0 die beste Saisonleistung.

Sonntag, 02.12.2018, 18:22 Uhr aktualisiert: 02.12.2018, 20:22 Uhr
Flink und präsent: Die Kinderhauser, hier mit Dzan-Laurin Alic (l.) und Philip Hollenhorst (r.) gegen den Altenberger Patrick Rockoff, arbeiteten in der Defensive stark und ließen in 90 Minuten nur eine echte Torchance des Gegners zu.
Flink und präsent: Die Kinderhauser, hier mit Dzan-Laurin Alic (l.) und Philip Hollenhorst (r.) gegen den Altenberger Patrick Rockoff, arbeiteten in der Defensive stark und ließen in 90 Minuten nur eine echte Torchance des Gegners zu. Foto: Heimspiel/Christian Lehmann

Keine vier Monate ist es her, da kassierte Westfalia Kinderhaus am ersten Spieltag der Landesliga-Saison eine 0:4-Klatsche gegen den TuS Altenberge . Dass der Aufsteiger seither einen Reifeprozess durchgemacht hat, stellte er am Sonntagnachmittag unter Beweis. Mit einer bemerkenswerten Eleganz und Leichtigkeit erspielte sich die Elf von Trainer Marcel Pielage einen 2:0 (0:0)-Erfolg gegen den vom Münsteraner Florian Reckels trainierten „ewigen Rivalen“.

Dass sich Pielage und sein Pendant auf Altenberger Seite gut kennen und einmal wöchentlich über Taktik philosophieren, war vor allem im ersten Durchgang zu sehen, denn beide Teams waren zunächst auf Ballkon­trolle und Fehlervermeidung bedacht. Torchancen verzeichnete jedoch nur die Westfalia. Nach zwei Minuten zwirbelte Corvin Behrens den Ball per Freistoß an den Innenpfosten. Wenig später stibitzte Behrens Steffen Köhler den Ball und legte rüber zu Jonas Kreutzer, dessen Abschluss jedoch TuS-Torhüter Marc Wenning-Künne prima meisterte (7.). Vor allem bei Freistößen von Spezialist Christoph Göbel brannte es im Altenberger Strafraum. In Minute 30 verpasste Gerrit Göcking nach einem solchen die Führung, im anschließenden Kuddelmuddel nagelte Felix Kemper den Ball noch an die eigene Torlatte.

Zur Pause stellte Reckels von Vierer- auf Dreierkette um, doch die Hoheit im Mittelfeld vermochte sein Team dadurch nicht zu erobern. Nach einer Ecke von Göbel wuchtete Innenverteidiger Philip Hollenhorst die Kugel zum überfälligen 1:0 ins Netz (62.), ehe der überragende Behrens nach einem Stichpass von Kreutzer den Ball in die lange Ecke löffelte und die endgültige Entscheidung herbeiführte (2:0/75.). Es lief bereits die Nachspielzeit, als die Gäste ihre erste richtige Torgelegenheit im gesamten Spiel verzeichneten: Kempers schulbuchmäßiger Kopfball sprang jedoch von der Unterkante der Latte wieder ins Feld (90.+1). Als fairer Verlierer zeigte sich Reckels: „Die Kinderhauser haben sehr viel Qualität im Kader und werden noch ihren Weg machen. Das war ein total verdienter Sieg, und das muss man so akzeptieren.“ Pielage hatte das beste Saisonspiel seiner Mannschaft gesehen: „Unsere Ordnung passte über 90 Minuten. Wir haben uns in den vergangenen Wochen erheblich gesteigert, vor allem in der Arbeit gegen den Ball. Wir haben eine gute Mischung gefunden.“ Westfalia: Steinke – Gogoll, Göcking, Hollenhorst – Winter, Göbel, Niehues, Behrens, Alic – Kreutzer (83. Schöneberg), Knemeyer (74. Liebert)

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6230304?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F192%2F
Nachrichten-Ticker