Fußball: Westfalenliga
Hiltruper Wahnsinn in der Schlussphase gegen Maaslingen

Münster -

Für die Zuschauer bot diese Partie alles. Tore, Spannung, Wendungen. Mit 5:4 gewann der TuS Hiltrup sein Heimspiel gegen RW Maaslingen noch. Lange traten die Münsteraner schwach auf, doch die Schlussphase entschädigte für vieles.

Sonntag, 02.12.2018, 19:36 Uhr aktualisiert: 02.12.2018, 19:56 Uhr
Janik Bohnen (r.) springt in dieser Szene höher als sein Maaslinger Gegenspieler André Fuchs.
Janik Bohnen (r.) springt in dieser Szene höher als sein Maaslinger Gegenspieler André Fuchs. Foto: Peter Leßmann

Der TuS Hiltrup hat trotz zweifachen Rückstands sein letztes Heimspiel des Jahres gewonnen. Die Münsteraner schlugen nach einem Neun-Tore-Spektakel RW Maaslingen 5:4 (1:3).

Die Partie begann so gar nicht nach dem Geschmack der Gastgeber. Innenverteidiger Tim Bothen fehlte es an Handlungsschnelligkeit, als er sich den Ball von Etrit Cakici im eigenen Sechzehnmeterraum abluchsen ließ und zusehen musste, wie dieser den mitgeeilten Bastian Rode zur Führung bediente (6.). Doch der TuS schüttelte sich kurz und kam bereits zwei Minuten später zum Ausgleich durch Guglielmo Maddente, dessen scharfe Ecke Gäste-Keeper Julian Wilde überforderte: Er ließ den Ball hinter die Linie abtropfen (8.). Der schwungvollen Anfangsphase folgte eine zähe erste Halbzeit. Der Gast stand tief und ließ mit zwei Fünferketten kaum Torgelegenheiten zu. Hiltrup musste anrennen und schaffte es nicht, die Konter zu unterbinden. Cakici spielte sich außen frei und servierte die Kugel dem völlig freistehenden Bastian Schreiber zur erneuten Führung (25.). Dass Cakici rund zehn Minuten später seine Leistung mit einem perfekten Freistoß von der halbrechten Seite ins Eck krönte, passte zu seinem Spiel und akzentuierte gleichzeitig Hiltrups katastrophalen ersten Durchgang (34.).

Aufgeben kam aber nicht infrage. Maddente sendete das erste Lebenszeichen durch einen Fernschuss (48.). Der Stürmer kam dem Anschlusstreffer näher, als er mit feiner Technik nach innen zog und aus zehn Metern nur den Pfosten traf (60.). So musste Janik Bohnen die Wende vom Punkt einleiten, nachdem Michael Fromme von Cakici unfair zu Fall gebracht worden war (69.). Doch Cakici jagte das Leder direkt nach dem Anstoß aus gut 20 Metern unhaltbar ins rechte Toreck und stellte den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her (70.). Hiltrups individuelle Klasse brachte einen zweiten Elfmeter. Maddente löste sich geschickt von André Fuchs, der sich per Foul revanchierte. Kai Kleine-Wilke verwandelte sicher zum 3:4 und pushte sein Team noch mal (80.). Und Hiltrups Last-Minute-Qualitäten machten sich bezahlt. Der eingewechselte Diogo Castro glich nach einer Ecke zum 4:4 aus (90.), und Fromme ließ mit einem Querpass Maaslingens Felix Waltke den Ball ins eigene Gehäuse stolpern (90.+5).

Coach Carsten Winkler fand nach der dramatischen Schlussphase klare Worte: „Die erste Halbzeit war wirklich peinlich. Wir müssen uns zu Hause vernünftig verkaufen. Insgesamt haben wir viel investiert – und man muss den Jungs ein großes Kompliment für ihre Charakterstärke geben.“ TuS: Böcker – Blesz (76. Finkelmann), Bothen, Brüggemann, Kleine-Wilke – Rostegge (52. Castro), Lauretta – Fromme, Bohnen, Maddente – Wiethölter

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