Fußball: Bezirksliga 8
Entwicklung hat Vorrang bei Union – Tumbrink und Vester verlängern

Lüdinghausen -

Tobias Tumbrink, Coach des SC Union Lüdinghausen, und Co-Trainer Benedikt Vester bleiben den Schwarz-Roten über die Saison hinaus treu. Wieso der Verein dies ausgerechnet nach fünf Niederlagen in Folge vermeldet? Eben drum.

Donnerstag, 06.12.2018, 19:58 Uhr aktualisiert: 06.12.2018, 20:01 Uhr
Gibt über den Sommer 2019 hinaus die Richtung beim hiesigen Bezirksligisten vor: Union-Cheftrainer Tobias Tumbrink (M.).
Gibt über den Sommer 2019 hinaus die Richtung beim hiesigen Bezirksligisten vor: Union-Cheftrainer Tobias Tumbrink (M.). Foto: flo

Bezirksligist Union Lüdinghausen hat zuletzt fünf Mal am Stück verloren und dabei 21 Gegentore kassiert. Eine Bilanz, bei der sich andernorts Trainer ernsthafte Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen müssen. Am Westfalenring dagegen bleiben nicht nur die branchenüblichen Gesetze aus. Im Gegenteil: Die Fußballabteilung hat die Papiere von Chefcoach Tobias Tumbrink und Co-Trainer Benedikt Vester just um eine weitere Spielzeit verlängert.

„Der Zeitpunkt dieser Entscheidung mag überraschen“, räumt Daniel Schürmann ein. Aber: „Wir sind von Tobis und Benes Arbeit absolut überzeugt.“ Gerade die vielen jungen Eigengewächse zu integrieren und auf ein höheres Niveau zu hieven: Dafür sei das Gespann wie geschaffen. „Man sieht das ja an der Trainingsbeteiligung. Wir haben teils 20 Mann und mehr in der Woche. Die Stimmung ist, trotz der jüngsten Niederlagenserie, sehr positiv“, so der sportliche Leiter.

Notfalls Neustart in der A-Liga

Alle Spieler – gerade die, die im Sommer aus der Jugend gekommen sind – seien sehr lernfähig und nähmen an, was das Duo Tumbrink/Vester ihnen vorgibt. Dass sich das (noch) nicht in Punkten auszahle, damit haben sie im Abteilungsvorstand ein Stück weit gerechnet. Bereits bei der Verpflichtung des Trainers Anfang Oktober hatten alle Beteiligten betont, den Worst Case, also einen Abstieg ins Kreisoberhaus, unbedingt vermeiden zu wollen, ihn aber notfalls in Kauf zu nehmen. Deshalb gelten die frisch verlängerten Verträge für beide Spielklassen. Die langfristige Entwicklung der jungen Leute – fast alle mit Stallgeruch – hat Vorrang, so das Union-Credo.

Dazulernen sollen indes nicht nur die Kicker, sondern auch der Coach und sein Assistent. Laut Schürmann will Tumbrink, sobald sich die Gelegenheit biete, die DFB-Elite-Jugend-Lizenz erlangen. Und Vester strebe, wenn er gesundheitlich wiederhergestellt ist, den Erwerb der B-Lizenz an.

Auch Witschenbach und Co. bleiben

Der Fußball-Vize teilt überdies mit, dass auch Teammanager/Co-Trainer Ingo Witschenbach, Betreuer Giuseppe Papa sowie, im Hintergrund, Werner Stattmann und Norbert Höning (beide aus der Abteilungsspitze) den Schwarz-Roten treu bleiben. Jetzt, da die Trainerfrage frühzeitig geklärt ist, steigen Schürmann und Co. in die Gespräche mit den Spielern ein. Schon jetzt lasse sich sagen, „dass der Großteil des Teams bleibt“.

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