Fußball-Kreisliga A Beckum: Die Ergebnisse des 15. Spieltags
Stets die passende Antwort parat: Westfalen Liesborn besiegt Vorhelm

Vorhelm -

Westfalen Liesborn hat sich keine Blöße gegeben. Erwartungsgemäß gewann der Tabellenführer gegen Westfalia Vorhelm. Unterdessen patzte ein Verfolger des Spitzenreiters vollkommen überraschend.

Sonntag, 09.12.2018, 19:48 Uhr aktualisiert: 10.12.2018, 14:48 Uhr
Trotz großen Einsatzes und seines Anschlusstreffers vier Minuten vor dem Ende zum 2:3 gingen Davin Wöstmann und die TuS Westfalia beim Tabellenführer in Liesborn letztlich leer aus.
Trotz großen Einsatzes und seines Anschlusstreffers vier Minuten vor dem Ende zum 2:3 gingen Davin Wöstmann und die TuS Westfalia beim Tabellenführer in Liesborn letztlich leer aus. Foto: Lars Gummich

Nichts zu holen gab es für Westfalia Vorhelm beim Spitzenreiter in Liesborn. Die Elf von Trainer Oliver Glöden hatte trotz anständiger Leistung mit 2:4 das Nachsehen. „Die sind zu abgebrüht, um einen Zwei- oder Drei-Tore-Vorsprung zu verspielen“, hatte TuS-Übungsleiter Oliver Glöden bereits vor der Begegnung vor den Qualitäten der Gastgeber gewarnt – und sollte damit recht behalten.

„Unsere Moral war mal wieder gut und wir haben auch guten Fußball gespielt, aber Liesborn hat immer genau in den passenden Phasen, wo es für die brenzlig wurde, getroffen“, resümierte Vorhelms Co-Trainer Marcel Milleville , der den gesundheitlich angeschlagenen Glöden an der Seitenlinie vertreten hatte. Zudem seien die schnellen Offensivakteure des Tabellenführers nur schwer zu verteidigen gewesen.

Den Faden verloren

„Wir haben nach dem 0:2 offen gemacht. Auf die freien Räume, die sich da ergeben haben, haben Niclas Schramme, Rene Wessels und Frederik Holtmann nur gelauert“, berichtete Milleville.

Begegneten sich beide Teams in der Anfangsviertelstunde noch komplett auf Augenhöhe, kippte die Partie dann schnell zugunsten der Gastgeber, als Niclas Schramme in der 20. Minute das 1:0 erzielte. „Danach haben wir komplett den Faden verloren“, erzählte der TuS-Co-Trainer.

Die Konsequenz: Das 2:0 für Liesborn durch deren Spielertrainer Rene Wessels. Im Anschluss fingen sich die Vorhelmer wieder und kamen durch ein Eigentor von Liesborns Sebastian Kampmann zum Anschlusstreffer. „Julian Müller war am Torwart vorbei und spielte den Ball dann ins leere Tor. Der Abwehrspieler versuchte, noch zu klären, scheiterte dabei aber“, beschrieb Milleville das 1:2.

Vorhelmer Stehaufmännchen

Danach sei seine Truppe wieder „da und griffig“ gewesen. Ein „glasklarer“ Elfmeter – vorausgegangen war ein vermeintliches Foul an Davin Wöstmann – blieb den Gästen vor der Pause aber verwehrt. „Das 2:2 hätte uns richtig gut getan. Wenn wir den Strafstoß bekommen und rein machen, hätten wir hier nicht verloren“, war sich Milleville sicher. Nach dem Seitenwechsel hatte die Westfalia mehr von der Partie, erspielte sich aber kaum gefährliche Tormöglichkeiten.

Stattdessen kamen die Liesborner durch Schramme nach einem Konter zum 3:1 (66.). „Das tat uns richtig weh, aber wir haben uns noch einmal aufgerappelt“, so Milleville. Der Lohn: Das 2:3 durch Davin Wöstmann (86.). „Nach dem Anschlusstreffer hatten wir das Gefühl, dass da noch was geht“, offenbarte Milleville. Fast im Gegenzug zerstörte allerdings erneut ein Konter, der von David Rennekamp zum 4:2 vollendet wurde (88.), aber alle Hoffnungen.

Westfalia: Reinke – Lökes (69. Kaldewei), Lüning, Kraskes, Gerdhenrich, Schmidt, Woestmann, Brehe (61. Braun), Müller (74. König), Pörschke, Wöstmann

Weitere Ergebnisse des 15. Spieltags im Überblick:

RW Vellern – SuS Enniger 3:4

Nach Treffern von Dennis Rinke (12.) und zwei Mal Marc Jüttemeier (19., 31.) sah es bereits zur Pause nach einem sicheren Sieg für die Gäste aus. Doch die Hausherren meldeten sich nach dem Seitenwechsel zurück und kamen durch Kevin Moya-Alcaide (57.) und Felix Berger (62.) noch mal ran. Wenig später besorgte Rinke mit seinem zweiten Treffer die Vorentscheidung für Enniger (69.). Moya-Alcaides zweites Tor kam für Vellern zu spät (90.+1).

Germania Stromberg – Vorwärts Ahlen 1:4

Seine weiße Weste hat Michael Ross als Interimscoach von Vorwärts durch den klaren Erfolg beim Drittletzten aus Stromberg behalten – auch, wenn er am letzten Spiel vor der Winterpause aus beruflichen Gründen nicht selbst an der Seitenlinie stehen konnte und von Uli Linnemann und Peter Meier vertreten wurde. „Im ersten Durchgang hatten wir trotz Führung noch Schwierigkeiten, weil es so stürmisch war“, erzählte ein gut unterrichteter Ross. So erzielte Alexander Klockenbusch die Gäste-Führung (26.), die Thorsten Kuhlmann kurz vor der Pause noch egalisieren konnte (43.). In der zweiten Hälfte habe seine Mannschaft unter Mithilfe des nun günstig stehenden Windes aber gar nichts mehr von der Germania zugelassen. Durch ein Eigentor von Kevin Populoh (56.) sowie die beiden Treffer von Alexander Schmidt (72.) und Patrick Huemann (86.) wurde es im zweiten Durchgang dann doch deutlich. „Alles in allem ein verdienter Sieg“, bilanzierte der scheidende Übungsleiter.

Ahlener SG – Germ. Lette 0:5

Zweistellig – so das Bestreben von ASG-Trainer Peter Kriesche – sollte es gegen den Aufsteiger nicht werden. Und diesen Wunsch erfüllten ihm seine Akteure. „Die Jungs haben nach der 0:13-Pleite gegen Vorhelm nun wieder eine ganz andere Einstellung gezeigt“, berichtete Kriesche zufrieden. Sein Team habe gut dagegengehalten. „Nur vorne müssen wir unsere Torchancen geschickter ausspielen“, sagte der Coach des immer noch punktlosen Schlusslichts. Den Gegentoren seien zudem zu viele Stellungsfehler vorausgegangen. Bereits nach der ersten Halbzeit führten die Gäste durch Dennis Brinkhaus (10.) und zwei Mal Leonard Burwinkel (16./34.) mit 3:0. Ein Eigentor von Oktay Aygör (49.) und ein weiterer Brinkhaus-Treffer (62.) besiegelten dann die Niederlage.

Fortuna Walstedde – TuS Wadersloh 6:1

Die Walstedder wollten sich nach der zuletzt enttäuschenden Vorstellung beim 2:4 gegen Aramäer Ahlen rehabilitieren – und taten das auch eindrucksvoll. „Uns war wichtig, dass die Mannschaft Charakter zeigt und das hat sie heute getan. Jeder wollte und hat mitgezogen“, bilanzierte Fortunas Co-Trainer André Chart zufrieden. Bereits nach 60 Sekunden schoss Marcel Brillowski die Gastgeber in Führung, Robin Lange legte wenig später nach (12.). Wadersloh verkürzte zwar durch Tim Lübbers (32.), doch Tobias Ophaus stellte den alten Abstand wieder her (37.). Nach Wiederanpfiff schraubten Kevin Northoff (47.), erneut Ophaus (72.) und Joel Lange (90.+3) das Ergebnis dann in die Höhe.

SV Benteler – Aramäer Ahlen abgesetzt

Der Regen der vergangenen Tage war zu viel für den sowieso schon tiefen Rasenplatz in Benteler. „Die Spielfläche stand wohl komplett unter Wasser. Das Fußball spielen darauf wäre nicht möglich gewesen“, berichtete Aramäer-Trainer Christian Maschinski, der mit seiner Truppe gerne angetreten und „noch einmal drei Punkte“ vor der Winterpause mitgenommen hätte. Das könnten seine Jungs aber wohlmöglich dennoch tun. „Es kann gut sein, dass wir am kommenden Wochenende bereits die Partie nachholen – sofern das Wetter mitspielt“, erklärte der Übungsleiter.

SpVg Oelde – ASK Ahlen 0:0

Wie bereits im Hinspiel trennten sich die beiden Mannschaften schiedlich, friedlich mit einem torlosen Remis. „Das haben wir uns heute selbst zuzuschreiben“, haderte ASK-Übungsleiter Serkan Aldemir mit der Vorstellung seiner Truppe. „Im ersten Durchgang haben wir mal wieder geschlafen und nur Glück, dass Oelde nicht in Führung geht“, kritisierte der Coach des Tabellenvierten. Nach der Pause stellte der ambitionierte Aufsteiger um und konnte sich dadurch mehr Torchancen kreieren. „Das Tor fehlte aber am Ende des Tages“, so Aldemir nach dem „fairen“ Unentschieden, um hinzuzufügen: „Schade, wir können eigentlich mehr.“

SV Neubeckum – SC Roland Beckum II 1:2

Überraschend Federn lassen musste der Tabellenzweite gegen Rolands Zweitvertretung. Die Gastgeber – es traf Luis Einhoff (28.) – verspielten ihre Führung gegen den Tabellenzwölften und kassierten durch einen Treffer von Christoph Lukas in der Nachspielzeit (90.+1) ihre zweite Niederlage in dieser Saison. Zuvor hatte Felix Lukas für die Roländer egalisiert (56.).

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