Fußball: Bezirksliga 8
Alle Acht-ung – Union Lüdinghausen schießt FC Overberge ab

Lüdinghausen -

Was für eine Erleichterung: Nach zuvor fünf Niederlagen am Stück feierte Union Lüdinghausen am Sonntag gegen den FC Overberge wieder einen Sieg. Und was für einen.

Sonntag, 09.12.2018, 21:42 Uhr aktualisiert: 09.12.2018, 21:46 Uhr
Dmitrij Martel (2.v.l.) herzt Simon Homann. Der Innenverteidiger traf selbst, bereitete ein Tor vor und war bester Mann auf dem Platz. Dank des klaren Sieges haben die Steverstädter die Abstiegsränge wieder verlassen.  
Dmitrij Martel (2.v.l.) herzt Simon Homann. Der Innenverteidiger traf selbst, bereitete ein Tor vor und war bester Mann auf dem Platz. Dank des klaren Sieges haben die Steverstädter die Abstiegsränge wieder verlassen.   Foto: flo

Der FC Overberge hat, bei allem Respekt, in der Fußball-Bezirksliga nichts verloren. Insbesondere die Deckung ist, so wie sie sich am Westfalenring präsentierte, nicht mal A-Liga-tauglich. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Union der Hintermannschaft des Schlusslichts 90 Minuten Dauerstress bereitete – und das 8:1 (2:0), wenn man ehrlich ist, den Gästen sogar mehr schmeichelte als den Hausherren.

Denn wenn Tobias Tumbrink überhaupt etwas zu beanstanden hatte, dann war es die Chancenverwertung vor der Pause. Alleine Fode Camara, der später einen Schlag aufs Knie bekam und ausgetauscht werden musste, hatte in den Anfangsminuten drei Mal die Union-Führung auf dem Fuß. Nur ließen sich die Gastgeber davon nicht aus dem Konzept bringen. Immer wieder liefen sie die FCO-Spieler noch in deren Hälfte an, gewannen weiter nahezu jeden Zweikampf und gingen nach knapp 30 Minuten – endlich – durch Niklas Hüser in Führung. Simon Homann , eigentlich Innenverteidiger, fasste sich wenig später ein Herz, spazierte übers halbe Feld und schloss zum 2:0 ab. Prädikat: besonders wertvoll. Weil Overberges Samet Ayyildiz fast im Gegenzug den Innenpfosten traf, stellte Tumbrink seinen Mannen in der Pause frei, „ob sie weiter so hoch verteidigen oder lieber Sicherheit walten lassen wollen“.

Union wie aus einem Guss

Die Antwort war eindeutig. Mit Wiederanpfiff und einsetzendem Regen spielte Lüdinghausen wie aus einem Guss. Nachdem Nils Weimer zwei Mal für Nils Husken aufgelegt hatte, belohnte er sich schließlich selbst für eine richtig starke Vorstellung. Zauberpass Homann, Tor Florian Hüser – dieses war der sechste Streich. Und der siebte, diesmal durch den eingewechselten Marius Grewe, folgte sogleich. Niklas Hüser, der den Torreigen an diesem denkwürdigen Sonntag eröffnet hatte, beschloss ihn auch. Nico Zebrowskis Tor zum zwischenzeitlichen 1:4 sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Union: Piepenburg – Martel (71. Öztürk), Schürmann, Homann, Krüger – Roters, Husken – Weimer, Kayabasi (64. F. Hüser), N. Hüser – Camara (23. Grewe). Tore: 1:0 N. Hüser (29.), 2:0 Homann (39.), 3:0/4:0 Husken (65./67.), 4:1 Zebrowski (69.), 5:1 Weimer (71.), 6:1 F. Hüser (83.), 7:1 Grewe (84.), 8:1 N. Hüser. Gelb-Rot: Karakök (79./FCO). Beste Spieler: Homann, Krüger, Roters, Weimer.

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