Fußball: Hallen-Meisterschaften der B-Junioren
Der 1. FC Gievenbeck ist das beste Team gewinnt und gewinnt verdient den Titel

Münster -

Nicht immer ist es das beste Team, das am Ende das Turnier als Sieger verlässt. Bei den Hallen-Stadtmeisterschaften der B-Junioren aber war es so: Der 1. FC Gievenbeck überzeugte in der Halle Berg Fidel am meisten und schnappte sich neben dem Siegerpokal gleich noch drei weitere Auszeichnungen.

Freitag, 04.01.2019, 22:38 Uhr aktualisiert: 06.01.2019, 14:38 Uhr
Der 1. FC Gievenbeck rang in einem spannenden Endspiel den Topfavoriten Preußen Münster nieder und ist zum fünften Mal Hallen-Stadtmeister in der U17. 
Der 1. FC Gievenbeck rang in einem spannenden Endspiel den Topfavoriten Preußen Münster nieder und ist zum fünften Mal Hallen-Stadtmeister in der U17.  Foto: Peter Leßmann

Vor dem Endspiel hatte sich Hallensprecher Christian „Lüde“ Wielers etwas mehr Stimmung und Spannung als bei den Senioren gewünscht, seine Hoffnungen wurden gar noch übertroffen. Dank eines 4:2-Triumphs über den Topfavoriten Preußen Münster in einem packenden Finale sicherte sich der 1. FC Gievenbeck zum fünften Mal den Titel bei den U17-Stadtis. Die Helden der diesjährigen Titelkämpfe am Berg Fidel tragen den Namen Witt. Jendrik Witt war der treffsicherste Torschütze des Turnier, Fabian Witt wurde zum besten Spieler gewählt – und FCG-Keeper Simon Kraß machte mit der Auszeichnung zum besten Torwart der Titelkämpfe Gievenbecks Triumph so richtig perfekt.

Ohne jegliches Abtasten begann das Finale. Jendrik Witt nutzte einen Abspielfehler von Preußen-Keeper Tom Limberg und nagelte den Ball flach in die lange Ecke, Tom Sikorski gelang mit beherzter Grätsche das 1:1. Fabian Witt scheiterte an der Latte, dann setzte er Felix Ballmann in Szene. 2:1 – und die Halle bebte! Wie angestachelt wehrten sich die Gievenbecker mit frechem Pressing und pfeilschnellen Gegenstößen gegen den optisch überlegenen Bundesligisten. Jendrik Witt stocherte den Ball zum 3:1 über die Linie. Die Adler verkürzten zwar nochmal, doch Fabian Witt konterte – und die FCG-Party ging los! Selbst Preußens Trainer David Paulus adelte den verdienten Turniersieger: „Sie waren deutlich besser, weil sie als Team zusammengespielt haben.“

Im Halbfinale gab es die Neuauflage des Vorjahresendspiels – und diesmal war es nicht minder dramatisch. Nullachts mutiger Schachzug, Finn Lenze als Flying Goalie auf die Platte zu schicken, bereitete dem SCP Probleme. Beinahe hätte der Schlussmann zum 2:2 getroffen, dann sorgte Dario Markovski mit dem Treffer zum 3:1 für die Vorentscheidung. Nullacht versuchte alles, doch SCP-Schlussmann Tom Limberg verhinderte mit einer starken Doppel-Parade gegen Paul Kessmann ein drohendes Fotofinish.

Witt-Twins machen den Unterschied

Die Witt-Twins machten im zweiten Semifinale auch dem Überraschungsteam VfL Wolbeck den Garaus. Das Duo spielte mit dem Kreisligisten, der zuvor einfach zu viel Kraft gelassen hatte, beim klaren 6:0-Erfolg Katz und Maus. Die Wolbecker mussten sich nicht grämen. Allerdings dürfte es für einige Jungs daheim Ärger geben, denn vor dem Turnier hatten sie eine Wette abgeschlossen, sich bei Einzug ins Halbfinale eine Glatze rasieren zu lassen.

Souverän, aber ohne Glanz hatten sich die Preußen als Erster in Endrundengruppe 1 durchgesetzt. Der Auftakt gegen den VfL Wolbeck (5:0) war okay, die Partien gegen den TuS Saxonia (1:0) und Wacker Mecklenbeck (3:1) hingegen standen lange auf Messers Schneide. Dramatisch war die Entscheidung im Kampf um Platz zwei. Der VfL schaffte durch das Tor von Maximilian Wendt zum 5:1 in der letzten Spielminute exakt das Ergebnis, das sie zum Weiterkommen brauchten.

Drei Fragen an Omid Asadollahi

Früh hatte der Trainer des 1. FC Gievenbeck ein gutes Gefühl. Nach dem tollen Auftritt seiner Jungs im Finale geriet Omid Asadollahi ins Schwärmen.Omid, Glückwunsch zum Titel! Hat wirklich das beste Team gewonnen?Asadollahi: Ja, ich denke schon. Wir waren auf den Punkt da. Nach dem Nullacht-Spiel habe ich schon das Gefühl gehabt, dass heute was geht.Für Sie war es der erste Titel bei den Stadtis?Asadollahi: Ja, ich freue mich riesig. Heute hätten die Jungs aber keinen Trainer gebraucht, ich hätte zu Hause bleiben können.Hat es Sie überrascht, dass Jendrik und Fabian Witt so brilliert haben?Asadollahi: Ja, vor allem Jendrik hat einen riesigen Schritt gemacht. Aber so einen Titel gewinnt man nicht nur mit zwei Mann.

...

Ganz stark hatte sich Gievenbeck in Gruppe 2 präsentiert. Obwohl längst weiter, zeigte der FCG im finalen Gruppenspiel gegen Borussia (12:2) Spaßfußball pur – überragend hier: Felix Ballmann, einziger Jungjahrgang im Team. Zweiter wurde Nullacht dank knapper Siege gegen Borussia (2:1) und Hiltrup (1:0). Auf sehr hohem Niveau hatten sich die beiden Landesligisten beackert, ehe Ballmann die Gievenbecker kurz vor dem Ende zum 3:2-Sieg schoss.

1245 Zuschauer sahen das Indoor-Spektakel am Freitag, über 3800 wollten bisher die Junioren-Stadtis sehen – und die U-19-Endrunde steht erst noch bevor.

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