Fußball: Landesliga 4
VfL Senden gegen Eintracht Ahaus: Diesmal soll es besser laufen

Senden -

Die Narretei hat auf dem Fußballplatz nichts zu suchen – es sei denn unfreiwillig. Ganz ernsthaft aber haben der VfL Senden und Eintracht Ahaus ihre erste Partie nach der Winterpause vorgezogen. Grund: der Karneval in Gescher.

Freitag, 15.02.2019, 06:00 Uhr
Auf Armen Tahiri (r.), hier gegen Herberns Whitson, muss der VfL heute noch verzichten.
Auf Armen Tahiri (r.), hier gegen Herberns Whitson, muss der VfL heute noch verzichten. Foto: Christian Besse

Der VfL Senden startet bereits am heutigen Freitag in die Landesliga-Restsaison. Um 20 Uhr empfängt das Team von André Bertelsbeck den SV Eintracht Ahaus an der Bulderner Straße. Der Grund ist närrischer Natur: In Gescher wird am Wochenende Karneval gefeiert, und da einige Ahauser Kicker aus dem benachbarten Gescher kommen, hat die Eintracht darum gebeten, das Spiel vorzuziehen. Ein Wunsch, dem der VfL umstandslos nachgekommen ist: „Ich bin kein Karnevalist, aber in so eine Situation können wir ja auch mal geraten“, sagt Sendens Trainer Bertelsbeck.

Er lässt die Vorbereitungsphase nicht euphorisiert, aber dennoch zufrieden hinter sich: „Wir haben einen kleinen Kader, aber die Spiele waren ganz ordentlich.“ Immerhin können die Sendener den noch ausstehenden 15 Spielen der Saison relativ gelassen entgegensehen. Zwar kommt der VfL realistisch betrachtet für die Meisterschaft nicht mehr in Frage (elf Punkte trennen Spitzenreiter GW Nottuln von den Blau-Weißen), hat aber mit zehn Zählern Vorsprung ein ordentliches Polster auf die Abstiegszone. Da sollte so schnell nichts anbrennen – vorausgesetzt, die Bertelsbeck-Elf leistet sich nach Liga-Wiederbeginn nicht gleich eine Serie von Ausrutschern.

Dabei ist Ahaus gleich eine richtige Hausnummer. Neben den punktgleichen Westfalia Kinderhaus und Münster 08 ist der Tabellenvierte den Nottulnern noch am nächsten. Im Hinspiel gegen die Sendener verdaddelte die Eintracht zwei Punkte, die Partie endete 0:0. „Uns ist nach 60, 70 Minuten die Luft ausgegangen, und dann haben wir uns mit Ach und Krach über die Zeit gerettet“, erinnert sich der VfL-Coach, der sich an diesem Tag vor allem auf Keeper Björn Wilms verlassen konnte. Heute Abend soll es besser laufen. „Wir haben ja eine ordentliche Heimbilanz“, sagt Bertelsbeck. „Aber jetzt kommt eine Mannschaft, die vielleicht noch oben angreifen möchte.“

Immerhin: Die Sendener Personaldecke ist gegen Ahaus nicht noch dünner als ohnehin schon. Neben dem langzeitverletzten Denis Hölscher fällt definitiv nur Armen Tahiri aus, der noch im Heimaturlaub in Kosovo weilt. Ob Joshua Dabrowski auflaufen kann, war am gestrigen Donnerstag noch fraglich, der Mittelfeldregisseur ist angeschlagen. Dafür können die Gastgeber auf Nachwuchsspieler Tim Castelle zurückgreifen, da die A-Junioren erst am Sonntag spielen.

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