Fußball: Westfalenliga
Nach 26 Minuten ist für Hiltrup gegen Delbrück alles vorbei

Münster -

Der TuS Hiltrup hatte sich in dieser Saison eigentlich zu einer Konstante am heimischen Osttor gemausert. Doch im ersten Spiel nach der Winterpause kassierte der Gastgeber eine schmerzhafte 0:3-Pleite gegen den Delbrücker SC.

Sonntag, 17.02.2019, 19:48 Uhr

Wenn der Auftakt nach der Winterpause eine Art Schlüsselspiel für den weiteren Saisonverlauf war, dann muss sich der TuS Hiltrup wohl auf eine Restserie zwischen Baum und Borke einstellen. 0:3 (0:3) unterlagen die Münsteraner daheim dem Delbrücker SC – und verpassten damit die große Chance, sich mitten ins Aufstiegsrennen zu schieben.

Katastrophal war der Auftritt zumindest kämpferisch nicht, aber durch den frühen klaren Rückstand wurde es doch eine recht trostlose Veranstaltung. „Ich habe zwei herausgespielte Gelegenheiten gesehen, eine hier, eine da. Der Rest waren Standards“, so Trainer Carsten Winkler , der seinen Schützlingen weitere Vorwürfe ersparte. „Gerade in der zweiten Halbzeit war es ja dann okay.“

Wie die Ostwestfalen auftreten, ist hinlänglich bekannt. Sie können sich auf eine groß gewachsene Defensive verlassen, auf kopfballstarke und robuste Jungs und die daraus resultierende Stärke bei ruhenden Bällen und Flanken. Insofern war es ärgerlich für die Münsteraner, dass ein direkt verwandelter Freistoß von Zoltan Pataki (6.) den Rückstand brachte, Keeper Romain Böcker konnte dabei nicht glänzen. Sein Gegenüber Daryoush Hosseini zeichnete sich dagegen bei einer fast identischen Szene aus, als Michael Fromme den Ball über die Mauer schlenzte (13.). Die Vorentscheidung brachte schließlich ein Doppelschlag. Eine Halbfeld-Flanke von Daniel Austenfeld köpfte Pataki am langen Pfosten vor Martin Lambert ein (24.). „Das müssen wir mit einer Dreierkette anders verteidigen“, so Winkler, der erstmals nach ausgiebiger Vorbereitung auf ein 3-5-2 umgestellt hatte. „Daran lag es aber nicht, wir haben das System eigentlich vernünftig umgesetzt.“ Richtig unglücklich hingegen das 0:3: Austenfeld brachte einen Freistoß nach innen, den Joschka Brüggemann recht unbedrängt ins eigene Netz stolperte (26.).

Die Mittel, um die Partie nach der Pause noch zu biegen, waren begrenzt. Zwar rannten die Hausherren an, aber der DSC strahlte hinten viel Souveränität aus, blockte alles weg, war wesentlich cleverer in den Zweikämpfen. Dazu kamen beim TuS Defizite im Passspiel und harmlose Eckbälle. Die Umstellung auf ein 4-2-3-1, drei Wechsel, der nicht zu verleugnende Wille – all das brachte nichts ein. Ein Kopfball von Manuel Beyer (54.) war nur mittelmäßig gefährlich, das Ehrentor hätte Jonas Wiethölter erzielten müssen (85.), er traf nach Hereingabe des bemühten Guglielmo Maddente aber nur die Latte.

Wie tief der Frust saß, war ablesbar an den Hiltruper Scharmützeln in der Endphase ob einiger harter Szenen der Gäste. Angereichert wurde das Spielchen von außen durch bissig-süffisante Bemerkungen von Delbrücks Trainer Detlev Dammeier – einst Kurzzeit-Sportchef der Preußen. Es passte zum „gebrauchten Tag“, den Winkler attestierte. TuS: Böcker – Brüggemann, J. Wiethölter, Lambert (66. Mersmann) – Kleine-Wilke, Rottstegge, Beyer, Finkelmann – Fromme (77. Lauretta) – Bohnen (56. Maddente), Castro

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